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Wettbewerb
So wird der Neubau an der Frankfurter Kleist-Oberschule aussehen

Thomas Gutke / 27.08.2019, 17:27 Uhr - Aktualisiert 28.08.2019, 07:03
Frankfurt (Oder) (MOZ) Es sind gute Nachrichten für Altberesinchen: Die geplante Erweiterung der Oberschule "Heinrich von Kleist" nimmt Formen an. In der vergangenen Woche entschied ein Preisgericht darüber, wie der Ergänzungsbau an der Fürstenberger Straße einmal aussehen soll. Das Team RiegerArchitektur und Jordan Balzer Schubert aus Dresden gewann den von der Stadt ausgelobten Architekturwettbewerb. 17 500 Euro gibt es dafür als Preisgeld. Der 2. Preis ging an das Büro HerbstKunkler, der 3. Preis an Gruber+Popp Architekten, beide aus Berlin.

Im Siegerkonzept passt sich der Neubau eher unauffällig in das Quartier am Dresdner Platz ein. Der Entwurf vermittele "geschickt zwischen dem zweigeschossigen denkmalgeschützten Kontorhaus an der Fürstenberger Straße sowie dem viergeschossigen Wohngebäude in der Görlitzer Straße und überzeugt mit gut durchdachter Raumaufteilung", heißt es in der Pressemitteilung der Stadt zur Begründung.

Aus 16 Bewerbungen waren elf Büros ausgelost worden, die zusammen mit vier zuvor von der Stadt gesetzten Büros an dem europaweiten, nicht offenen Realisierungswettbewerb teilnahmen. In der Jury saßen sieben Preisrichter. Hinzu kamen 15 Sachverständige wie der Schulleiter  oder der Leiter der unteren Denkmalschutzbehörde. "Wir haben die Entwürfe nach verschiedenen Themen abgeklopft. Von der städtebaulichen Einordnung über das Raumprogramm bis hin zum Umgang mit den Freiflächen", erklärt Jörg Gleisenstein (Grüne). Der Baudezernent war ebenso Teil der Fachjury wie Bildungsdezernentin Milena Manns (parteilos). Natürlich seien die Entwürfe auch im Hinblick auf den Kostenrahmen begutachtet worden, so Gleisenstein. Rund 3 Millionen Euro soll das Gebäude kosten. Die Stadt will für das Projekt Fördermittel aus dem Bund-Länder-Programm Soziale Stadt beantragen.

Geplanter Baustart ist 2021

"Wir gehen jetzt mit dem Gewinner in Verhandlungen, um das Gesamtkonzept noch weiter zu qualifizieren und anschließend die weiteren Planungsleistungen zu beauftragen. Im Detail wird es sicherlich noch Änderungen", erklärt der Baudezernent. 2020 sollen die Planungen abgeschlossen sein. Wenn alles gut läuft, könnten die Bauarbeiten im übernächsten Jahr starten.

Das Bestandsgebäude der Oberschule am Leipziger Platz ist bereits 136 Jahre alt. Es wurde 1882/1883 als Gemeindeschule errichtet, 1922 um einen Anbau auf der Rückseite erweitert und 1930 um eine Etage aufgestockt. Zu DDR-Zeiten erhielt das Gebäude ein eingeschossiges Aula-Gebäude dazu. 2005 zog die dreizügige Oberschule von der Beckmannstraße in den Altbau am Leipziger Platz. Doch ein modernes Schulumfeld bietet das Gebäude für die rund 300 Schüler nicht.

Geplant ist, die Fachräume im Neubau zu bündeln und Platz für soziale Arbeit und Projekte zu schaffen. Auch eine neue Mensa und Caféteria soll es geben. Zugleich könnten im denkmalgeschützten Bestandshaus wieder angemessene Klassenräume in ausreichender Zahl entstehen.

Die Wettbewerbsentwürfe sollen demnächst öffentlich ausgestellt werden. Wann und wo, gibt die Stadt noch bekannt.

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