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Am Wochenende feiert Hohenwalde 725-jähriges Jubiläum mit Festumzug und Oldtimertreffen. Die MOZ lädt am Sonnabend zu zwei Radtouren, die in den Ortsteil führen.

725-Jahrfeier
Vorbereitungen in Hohenwalde auf Hochtouren

Lisa Mahlke / 05.09.2019, 10:00 Uhr
Hohenwalde (MOZ) Der Ortsteil hat sich vorbereitet: Historische Landmaschinen wurden vor die Häuser gefahren, eine alte Schrotmühle und ein alter Pflug wurden restauriert und bepflanzt, 45 Banner mit historischen Fotos hängen mittlerweile an den Gartenzäunen, etwa 25 Helfer packen die ganze Woche beim Aufbau mit an.

Schon bei der 700-Jahrfeier vor 25 Jahren war der Festumzug ein Highlight, erinnert sich Hohenwaldes Ortsvorsteher Andreas Junk. "Damals bin ich selbst mitgefahren, mit meinem alten Moped und einem alten Lederanzug", sagt er. Ob er dieses Mal mitfährt oder -läuft, mit einem alten Traktor oder zu Fuß, weiß er noch nicht. Bis Sonnabend ist noch Zeit, sich das zu überlegen.

Dann startet um 11 Uhr der Festumzug an der Kreuzung Dorfstraße/Ernst-Senkel-Weg. Dargestellt werden Zeitbilder: von 1294, der Ersterwähnung Hohenwaldes in einer Ratsurkunde Frankfurts, über den 30-jährigen Krieg, das 18. Jahrhundert, als noch eine Mühle im Ort stand, den Anfang des 20. Jahrhunderts, bis hin zu russischen Soldaten und Volkspolizisten sowie Handwerkern aus der jüngeren Vergangenheit. Die Hohenwalder werfen sich dafür in historische Schale. Freiwillige zu finden war anfangs gar nicht so einfach, erzählt Junk. Er würde sich wünschen, dass sich noch mehr Dorfbewohner, vor allem neu zugezogene, engagieren. Seit August stehen 20 Teilnehmer fest. "Das wird ein großer Festumzug für ein kleines Dorf."

Wer pünktlich zum Umzug in Hohenwalde sein will, kann sich einer der beiden Fahrradtouren auf der Ortsteilroute anschließen, zu der die MOZ am Sonnabendmorgen einlädt (s. Infokasten). Roland Totzauer, einer der beiden Tourenleiter, empfiehlt, Luftpumpe und Ersatzschlauch einzupacken, außerdem Getränke und Essen für unterwegs. "Wir machen in Güldendorf, Lossow, Markendorf kleine Pausen", erklärt er. Keiner müsse sich abgehängt fühlen. "Wir fahren kein Radrennen, sondern relativ gemütlich." Nach dem schwersten Part, den Lossower Kurven, wartet er oben. Am besten ist der Berg mit einem Elektrofahrrad zu bewältigen. "Aber auch hier der Appell: nicht rasen", mahnt Totzauer. Bis 11 Uhr kommen beide Gruppen in Hohenwalde an.

Aber auch, wer erst später zur 725-Jahrfeier kommen möchte, kann sich auf ein buntes Programm freuen. "Der Comedy-Künstler, der gegen 16.30 Uhr auftritt, war letztes Jahr schon hier und macht eine ganz tolle Show", berichtet Andreas Junk. "Da freue ich mich schon drauf." Bereits am Freitag begehen die Bürger aus Hohenwalde und Junkerfeld einen Festabend. Tags darauf sind dann auch Gäste eingeladen. Es ist das Jahr der Jubiläen. Neben dem Ortsteil an sich feiert auch Junkerfeld: 30-jähriges Jubiläum. Die Feuerwehr im Ort wird 101 und der Heimatverein 25. Genauso alt wird auch das Oldtimertreffen. Ab 13 Uhr werden diese Jubiläen am Sonnabend gewürdigt. Dann gibt es auch einen Auftritt der Oderländer Blasmusik.

Um 14 Uhr findet die offizielle Eröffnung statt, um 15 Uhr wird zu Kaffee und Kuchen geladen. Dann tanzen die Line Dancers, Annemarie singt und Kinder können sich auf der Hüpfburg austoben, Traktor fahren, Tiere streicheln. Um 16 Uhr folgen zwei Feuerwehrübungen, um 20 Uhr der Jubiläumsball. Sobald es dunkel wird, beginnt der Lampionumzug.

Am Sonntag endet die 725-Jahrfeier mit Blasmusik aus Müllrose (10 Uhr), einer Festandacht auf dem Dorfanger (11 Uhr) und gemeinsamem Mittag (12 Uhr). Sollte es regnen, stehen zwei Festzelte mit 300 Plätzen bereit.

Alle Wege führen zur 725-Jahrfeier

Start der Touren: Sonnabend, 9 Uhr, Rathaus. Mit Roland Totzauer geht es auf der Südtour (21 km) nach Güldendorf. Treff der Mitradler an der Infotafel, Buschmühlenweg 88. Über die "Lossower Kurve" geht es nach Lossow. Dazustoßen kann man hinter der "Little Ritz(e)", an der Infotafel, Platz der Einheit. Wer will, kann am Obstverkauf an der B87 in Markendorf dazukommen. Von dort geht es zum Ziel.Die Nordtour (23 km) führt mit René Matschkowiak am SMC vorbei zum Rastplatz an der Kirche Kliestow, wo gestoppt wird. An der B5 geht es nach Booßen, Rastplatz hinter der Feuerwehr. Halt in Rosengarten: Spielplatz hinter der Bahnbrücke. Am Siedlertreff in Markendorf-Siedlung können sich weitere Radler anschließen. Über die Radstation am Teich in Lichtenberg geht es nach Hohenwalde. ⇥red

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