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Landespokal
Konter zum zu hohen Sieg

John Lukas Sauer (links) zieht ab und trifft kurz nach dem Seitenwechsel zum 2:1 für die Frankfurter.
John Lukas Sauer (links) zieht ab und trifft kurz nach dem Seitenwechsel zum 2:1 für die Frankfurter. © Foto: michael benk
Hans Eberhard / 09.09.2019, 06:00 Uhr
Frankfurt (Oder) Zwar täuscht der klare Erfolg etwas über den Spielverlauf hinweg, doch eine positive Erkenntnis neben dem Erreichen des Achtelfinals haben die Frankfurter gewonnen: Sie nutzten diesmal fast zu einhundert Prozent ihre Chancen. Im Vergleich zweier Brandenburgligisten, die in den Punktspielen bisher noch nicht wie erhofft zum Zuge kamen, eröffnete ein FCF-Fehler in der Vorwärtsbewegung den Gästen die schnelle Führung. In den risikoreichen Querpass von Lars Wiedenhöft sprintete Dennis Kamin und bediente Henri Gomez-Amsatu. Der Stürmer blieb cool und ließ dem Viadrina-Studenten Tim kleine Lamping, der wie vereinbart im Pokal den Vorzug vor Torwart Marvin-Benno Lähne erhält, keine Abwehrchance.

Der Ausgleich ließ nicht lange auf sich warten. Marcel Georgi, von zwei Verteidigern in die Zange genommen, leistete die entscheidende Vorarbeit zum Elfmeter, den Paul Karaszewski wie stets sicher verwandelte. Danach war so gut wie Ruhe im Schiff bis zum Pausenpfiff, abgesehen von einem Versuch von John Lukas Sauer mit dem schwächeren rechten Fuß (24.) und dem Knapp-Vorbei-Schuss von Kamin (40.).

Schnelle Führung nach der Pause

Nach energischem Vorstoß von Leon Herzberg auf der rechten Seite stand Sauer goldrichtig und traf. Danach war von den Gastgebern hinsichtlich Offensivgeist kaum noch etwas zu spüren. Das wunderte nicht nur Jan Mutschler: "Unerklärlich, warum wir mit dem 2:1 im Rücken das Fußballspielen komplett eingestellt haben." Man ließ die Randberliner gewähren. Die störten weiter mit aggressivem Pressing die zaghaften Aufbaumühen der Oderstädter und hatten ihre Möglichkeiten durch Gomez-Amsatu (52./66.) und Florian Klose (63.). Kleine Lamping stand gut. Bei so viel FCF-Leerlauf mussten sich Fans mit gut gemeinten Weitschuss-Versuchen von Tobias Fiebig und Karaszewski begnügen.

In der Schlussphase strafften sich die Hausherren auf feuchtem Rasen noch einmal. Georgi zwang Niklaas Seifarth zur großen Parade, und Artur Aniol wurde im letzten Moment geblockt. Im Konterspiel waren sie erfolgreicher. Das brach den durchaus beherzt mitspielenden Bernauern das Genick. Eine hohe Eingabe verlängerte Sebastian Lawrenz zu Erik Huwe – 3:1. Einen Heber von Georgi lenkte Schlussmann Seifarth noch an die Latte, beim Zweitversuch war er machtlos – 4:1. Und so musste TSG-Coach Nico Tomaschewski erneut frustriert die Anfälligkeit bei schnellen Gegenstößen beklagen – wie beim 3:6 in Lübben, wie beim 2:8 gegen RSV Eintracht. "Wir sind wieder unter Wert geschlagen worden, denn so schlecht waren wir nicht."

Mutschler, der am Mittwoch 37. Geburtstag feiert, ist trotz der besseren Chancenverwertung und trotz des Weiterkommens nicht rundum zufrieden. "Wir haben noch nicht die Stammformation für die Saison gefunden." Etwas zufriedener aus anderem Grund zeigte sich Thomas Bleck. "In den vergangenen drei Pokaljahren mussten wir immer spätestens in der zweiten Runde die Segel streichen – das verhagelte mir immer meinen Geburtstag, diesmal nicht." Der Vizepräsident wurde am Sonntag 46.

1. FC Frankfurt: Tim kleine Lamping – Leon Herzberg, Lukas Guttke (16. Erik Huwe), Sebastian Lawrenz, Lars Wiedenhöft – Paul Karaszewski, Maik Frühauf – Tobias Fiebig, Marcel Georgi, John Lukas Sauer (73. Robin Grothe) – Sandro Henning (46. Artur Aniol)

TSG Bernau: Seifarth – Söllner, Lange, Graf, Walter – Thiele (71. S. Ehrke), Gromelski – Gerhard, Klose, Kamin (78. Bartz) – Gomez-Amsatu

Schiedsrichter: Max Mangold (Vetschau) – Zuschauer: 130

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