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Hauptstadt-Kolumnist Claus Strunz plaudert mit Lilo Wanders über das politische Geschehen in Berlin undPotsdam sowie die Aufstellung beim Fußball.

MOZ-Talk
"Mein Rat: Trainerwechsel!"

Claus Strunz: Wenn es um Politik und Fußball geht – er spricht Klartext.
Claus Strunz: Wenn es um Politik und Fußball geht – er spricht Klartext. © Foto: Leonie Spiegel
Heinz Kannenberg / 11.09.2019, 20:16 Uhr - Aktualisiert 11.09.2019, 20:16
Frankfurt (Oder) (MOZ) Der Journalist und Medienmanager  Claus Strunz kommentiert regelmäßig das politische Geschehen. Er spaltet zuweilen, er polarisiert. Beim MOZ-Talk mit Musik am kommenden Montag ab 19.30 Uhr im Kleist Forum erfahren die Zuschauer: Was hat dieser Mann, der auch ein Fußball Begeisterter ist, aktuell zu sagen – auch zu den Koalitionsverhandlungen in Potsdam?sprach mit ihm schon mal kurz.

Herr Strunz, was haben die deutsche Fußball-Nationalmannschaft und die Große Koalition in Berlin aktuell gemeinsam - stimmt die Aufstellung?

Nein! Es wird in der Politik wie im Fußball deutlich, dass wir auf die falschen Personen und Taktiken setzen. Mein Rat seit längerem: Trainer-Wechsel! Und ja, in beiden Bereichen fehlen neue Gesichter, die sich aufdrängen. Bedeutet: Wir müssen an Führungskräften festhalten, die ihre beste Zeit hinter sich haben, weil wir keine besseren aufgebaut haben. Das ist das eigentliche Armutszeugnis.

In Ihren Kommentaren ist die Welt meist düster, bedrohlich – am Rande des Untergangs. Sind Sie ein Populist?

Ich würde eher sagen: Zweckpessimist. Und was den Populismus angeht: Warum überlassen wir eigentlich sehr Rechten und ganz Linken diesen Bereich, warum gibt es keinen Populisten der Mitte mehr in der Politik? Ich spüre in der Mitte der Gesellschaft eine Sehnsucht nach Haltung, Leidenschaft, klarer, verständlicher Sprache und Lösungsvorschlägen. Ich habe in meinem Buch "Geht´s noch Deutschland?" zum Beispiel 20 Ideen beschrieben, wie es wieder besser werden kann. Das ist konstruktiv, nicht düster und bedrohlich.

Nach der Landtagswahl in Brandenburg ist mindestens nichts mehr, wie es einmal war. Und wie werden die politischen Verhältnisse?

Unübersichtlicher, kleinteiliger, komplizierter. Das ist ein Auftrag an alle Bürger, sich den großen Fragen der Gegenwart und Zukunft ehrlich zu stellen und gemeinsam nach Antworten zu suchen. Ich finde, der Dichter Gorch Fock hat uns dafür ein sehr gutes Navigationssystem mitgegeben: "Mit der Heimat im Herzen die Welt umfassen" – so könnte es gehen. Wer die Heimat nicht ehrt, hat kein Herz. Und wer die Welt ignoriert, hat kein Hirn.

Herr Strunz, das Gespräch setzen wir am Montag im Frankfurter Kleist Forum fort. Lilo Wanders  und Claudia Seiring haben dann weitere Fragen. Die Zuschauer freuen sich auf Ihre Klartext-Antworten.

Es gibt noch einige Restkarten in der MOZ-Geschäftsstelle in der Paul-­Feldner-Straße 13 und im Kleist Forum.

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