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Handball
Großer Kampf, starke Abwehr

Kamila Szczecina  hat sich mehrfach stark gegen die Jörlerinnen, hier Lena Schulz (l.) und Svenja Pahl durchgesetzt, traf dreimal. Monika Odrowska (r.) war mit acht Toren erfolgreich.
Kamila Szczecina  hat sich mehrfach stark gegen die Jörlerinnen, hier Lena Schulz (l.) und Svenja Pahl durchgesetzt, traf dreimal. Monika Odrowska (r.) war mit acht Toren erfolgreich. © Foto: Winfried Mausolf
Kerstin Bechly / 11.11.2019, 02:15 Uhr
Frankfurt (Oder) (MOZ) Endlich hat es geklappt. Nach vier Niederlagen gegen die HSG Jörl Doppeleiche Viöl haben die Frankfurter Handball-Frauen im Hinspiel der aktuellen Drittliga-Saison einen deutlichen 26:19-Sieg eingefahren. "Das Spiel war genial, auch wenn der FHC schwer ins Spiel gefunden hat. Aber die Frauen haben stark gekämpft", wirkt Gerd Pfende glücklich. Er stand mit einigen Männern vom FHC-Fanclub Westkreuz auf der Nordseite der Brandenburghalle und schwenkte nach dem Abpfiff den rot-gelben Vereinsschal. "Die Mannschaft hat die Niederlage in Wattenbek wiedergutgemacht. Sie muss weiterkämpfen, dann bleibt sie oben dran", ist Pfende, der dem Frankfurter Handball seit Jahrzehnten treu ist, optimistisch.

Führung nach 22 Minuten

Die Gäste aus Schleswig-Holstein waren mit zwei Toren in Führung gegangen, ehe Kamila Szczecina dank eines schnellen Zuspiels für den FHC verkürzen konnte. Danach versuchten die Frankfurter oft, über viele Ballkontakte eine Mitspielerin in gute Wurfposition zu bringen, während die Jörler ihre Angriffe schnell und immer wieder über Linkshänderin Raphaela Steffek erfolgreich abschlossen. Doch die HSG verlor ihre Führung beim 9:9 in der 20. Minute zum vierten Mal. Zwei Minuten später führten die Gastgeberinnen dank eines glücklichen Pfostentreffers von Michèlle Dürrwald erstmals. Mit zwei Treffern nacheinander stellte die zweikampffreudige Monika Odrowska dann einen kleinen Vorsprung für den FHC her (12:10/26. Minute). Mit dem 13:11 durch Sczcecina, die trotz Umklammerung erfolgreich war, ging es in die Pause.

Zu diesem Zeitpunkt hatte Odrowska acht ihrer insgesamt neun Tore in der Partie erzielt. Die 32-jährige Polin sagt zum Spiel: "Ich hatte einen guten Tag. Man wirft zwar allein die Tore, aber es ist immer eine Gemeinschaftsarbeit. Wir hatten klare Ansagen, wie wir spielen sollen und haben einige neue Spielzüge probiert. Unsere starke Abwehr war der Schlüssel für die zwei Punkte gegen Jörl."

Starke Defensive nach Pause

Die Abwehr funktionierte vor allem in der zweiten Halbzeit. Gepaart mit gewohnt starken Aktionen von Valeryia Kurliandchyk im Tor gestanden die Frankfurterinnen den Norddeutschen nur noch acht Treffer zu. Beide Mannschaften gingen körperbetont, aber meist regelkonform zur Sache. Auf Frankfurter Seite unterband Kathleen Müller immer wieder offensiv das Angriffsspiel der Gäste. Anja Ziemer arbeitete mit dem 16:12 (34.) erstmals einen Vier-Tore-Vorsprung heraus.

Die 18-jährige Michelle Strauß  überzeugte mit ihrem Doppelpack zum 22:18 (55.). Nachdem Michèlle Dürrwald sich entschlossen hatte, den Zweikämpfen nicht auszuweichen, gelangen ihr vom Kreis gleich zwei Doppeltreffer zum 19:16 (51.) und 25:19 (59.) Ein letztes freches Tor von Kathleen Müller Sekunden vor dem Abpfiff und schon fasste sich die Mannschaft zum Freudentanz an den Schultern.

Gäste Trainer Thomas Blasczyk, dessen Mannschaft dank besserer Torbilanz mit 8:4 Punkten als Vierte in der Nordstaffel weiter direkt vor dem FHC platziert ist, resümierte: "Wir haben 45 Minuten lang mitgespielt, danach schlichen sich technische Fehler ein und wir haben schlecht geworfen. Ich habe unsere Abwehr noch umgestellt, aber die konnte nichts mehr regeln. Frankfurts Torhüterin hat stark gehalten."

FHC-Trainer Dietmar Schmidt, der während der Partie gestenreich agiert hatte, sagte später entspannt: "Die Mannschaft hat sich einen großen Applaus verdient. Man hat in der ersten Viertelstunde gemerkt, dass sie viel wollte. Da schlichen sich einfache Fehler ein, die mit Kontern bestraft wurden. Ich hatte den Mädchen gesagt, dass jede auf verschiedenen Positionen Verantwortung übernehmen muss. Das haben sie gut gemacht. Sie können in das nächste Spiel gegen den VfL Oldenburg viel mitnehmen."

Spielstatistik

Frankfurt HC: Valeryia Kurliandchyk, Mandy Schneider – Anja Ziemer 2, Julia Hinz, Cora Bertram, Kamila Szczecina 3, Michelle Strauß 2, Jessica Jander 2, Monika Odrowska 9 (3/4), Michelle Dürrwald 5, Kathleen Müller 2, Elisa Schmidt, Pauline Wagner 1Siebenmeter: FHC 3/4, HSG 1/3 – Zeitstrafen: 3/2 – Schiedsrichter: Matthias Mischinger, Thomas Näther

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