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Handball
FHC findet den Schlüssel zum Erfolg

Frankfurts Jessica Jander (links) im Duell mit Heides Levke Kretschmann
Frankfurts Jessica Jander (links) im Duell mit Heides Levke Kretschmann © Foto: Winfried Mausolf via www.imago-images.de
Matthias Braun / 02.12.2019, 02:15 Uhr - Aktualisiert 02.12.2019, 06:31
Frankfurt (Oder) (freier Autor) Bestens eingestellt auf eine sehr weit vorgerückte, offensive 3:3-Deckung der Gäste legten die Schützlinge von Trainer Dietmar Schmidt in einer umkämpften, stimmungsvollen wie emotionalen Auseinandersetzung bereits mit einem 7:0-Lauf zu Spielbeginn den Grundstein für den Erfolg. Beste Schützinnen beim Sieger vor 400 begeisterten Zuschauern in der Brandenburg-Halle waren Monika Odrowska (10/3), Anja Ziemer (7/4) sowie Michéle Dürrwald, die sechs Mal traf.

Mit einem Hattrick eröffnete Monika Odrowska die torreiche wie laufintensive Partie. Ein Rückraumtreffer, ein verwandelter Strafwurf sowie ein gelungener Durchbruchsversuch der 32-jährigen Polin veranlassten Gäste-Trainer Helge Thomsen bereits nach vier Minuten zu einer ersten Auszeit. Doch seine Mannschaft hatte auch danach keine Lösungen gegen eine sichere FHC-Abwehr mit einer guten Valeryia Kurliandchyk im Tor parat. Im Angriff fanden die Frankfurterinnen trotz der Manndeckung immer wieder freie Anspielstationen oder setzten sich im Duell Eins gegen Eins durch.

Nach neun Minuten erzielte Kreisspielerin Kamila Szczecina bereits das 7:0 für die Hausherren und Thomsen nahm die nächste Auszeit. "Wir haben zu viele Fehler begangen und einfache Bälle liegen gelassen. So sind wir nicht in Tritt gekommen", analysierte der Übungsleiter nach der Partie. Ganz anders der FHC. Die Frankfurterinnen sprühten vor Spiellaune, bewegten sich gut gegen die offensive Abwehr und konnten ihre Qualitäten im Eins gegen Eins unter Beweis stellen. Insbesondere Michéle Dürrwald und Kathleen Müller starteten ihre Durchbruchsversuche teils bereits an der Mittellinie.

Als zu Beginn der zweiten Hälfte nach dem 22:15 (34.) beim FHC wegen der hohen Intensität kurz die Konzentration verloren ging, bestraften die Gäste jeden Fehler sofort mit einem Tempogegenstoß. Binnen fünf Minuten hieß es auf einmal nur noch 24:21 und die Fans in der Halle bekamen eine Vorahnung, wie die oft sehr hohen Ergebnisse der Norddeutschen zustande gekommen waren. Doch Trainerfuchs Dietmar Schmidt hatte einmal mehr die richtige Antwort parat. Für Torhüterin Valeryia Kurliandchyk brachte der Coach in der Offensive mit Elisa Schmidt eine weitere Feldspielerin und zwang die MTV-Deckung so in eine defensivere 5:1-Variante. Elisa Schmidt und Michéle Dürrwald setzten sich daraufhin gut durch, Anja Ziemer verwandelte zwei Strafwürfe sicher und spätestens beim 30:23 (44.) hatte der FHC das Spiel wieder unter Kontrolle.

MTV-Trainer verteidigt Taktik

"Was die Mannschaft heute geleistet hat, war absolute Spitze", lobte Dietmar Schmidt, der während der Partie ungewohnt emotional an der Seitenlinie mitgefiebert hatte. "Vor allem, wie das Team im Wissen um die Stärken des Gegners ins Spiel gegangen ist, nötigt Respekt ab. Ein Riesenkompliment, dass alles so umgesetzt wurde, wie wir uns das unter der Woche erarbeitet und vorgenommen hatten. Diese Leistung gibt Optimismus für die nächsten Spiele."

Helge Thomsen verteidigte seine ungewohnte Defensiv-Taktik. "Wir haben viele Spielerinnen, die nicht allzu groß sind und in der Abwehr gegen großgewachsene Rückraumschützen keine Chance haben. Da muss man sich als Trainer eben etwas einfallen lassen", erklärte der MTV-Coach. "Immerhin sind wir so in den letzten drei Jahren drei Mal aufgestiegen. Natürlich müssen wir mit dieser sehr jungen Mannschaft auch Lehrgeld zahlen, aber das war einkalkuliert."

Frankfurter HC: Valeryia Kurliandchyk, Mandy Schneider, Isabell Gerlach – Anja Ziemer 7 (4/4), Julia Hinz, Cora Bertram, Kamila Szczecina 2, Michelle Strauß 1, Jessica Jander 4, Monika Odrowska 10 (3/4), Michéle Dürrwald 6, Kathleen Müller 3, Elisa Schmidt 3, Pauline Wagner, Trainer: Dietmar SchmidtSiebenmeter: FHC 8/7, MTV 6/3, Zeitstrafen: FHC 2, MTV 2 – Schiedsrichter: Linda Berndt, Arite Hertmann (Radeberg) – Zuschauer: 400

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