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Auch wenn das deutsch-polnische Education Project in diesem Jahr kleiner ausfallen musste: 100 Kinder und ihre Familien hatten viel Spaß.

Theaterprojekt
Feiertags-Stress auf der Bühne

Eine Weihnachtsgeschichte konnten hunderte Zuschauer in der Konzerthalle beim Education Project erleben.
Eine Weihnachtsgeschichte konnten hunderte Zuschauer in der Konzerthalle beim Education Project erleben. © Foto: René Matschkowiak
René Matschkowiak / 02.12.2019, 07:30 Uhr
Frankfurt (Oder) ([]) Deutlich kleiner als in den Vorjahren ist das vom Brandenburgischen Staatsorchester organisierte aktuelle deutsch-polnische Education Project. Die Aufregung der Kinder aber, bevor sie die Bühne betreten, ist geblieben. Joe-Keano Kuckuck aus der Grundschule am Botanischen Garten, spielt eine Kerze in diesem Weihnachtsstück. "Wir müssen ganz schön oft auf die Bühne", sagt er. Wie das eben zu Weihnachten so mit Kerzen ist. "Da bin ich schon aufgeregt."

Ansonsten aber ist der Spaß groß. Eine ganze Woche lang wurde jeden Tag geübt. Davor einen Monat lang jede Woche einmal. "Ich bin zum ersten mal bei diesem Projekt dabei", sagt er. "Es ist spannend aber auch sehr lustig, manchmal war aber das Orchester zu laut", findet Joe-Keano.

Zwei Vorstellungen

Jeweils 300 Kinder und Eltern, Omas und Opas im Zuschauerraum wollten sich am Freitag und am Sonnabend die Vorstellungen zum diesjährigen Education Project nicht entgehen lassen. Passend zur Jahreszeit sollte es "Ein perfekter Weihnachtstag" werden, was freilich in vielen Familien und eben auch auf der Bühne nicht sofort gelingt. Die Wünsche der Kinder zu ausufernd, der Stress für die Eltern zu groß. So wünscht sich ein Mädchen ein Pferd, das auf dem Balkon steht und ein größeres Zimmer, eine andere eine große Villa mit einem Schwimmbad. "Ich liebe Delfine", sagt sie. "Ich möchte dich um einfache Geschenke bitten", sagt Leon aus Schönfließ zum Weihnachtsmann. "Das Handy IPhone S8".

Die Texte wurden, wie in den Vorjahren auch, von den Kindern in Schreibworkshops mit geschrieben. "Etwa 100 Kinder stehen in diesem Jahr auf der Bühne", so Uwe Stiehler, Pressesprecher des Staatsorchesters. Jeweils eine Klasse aus der Grundschule Schönfließ, aus Frankfurt, Rzepinie und Slubice sind dabei. Im letzten Jahr waren es zwar noch 300 Kinder aus der Region, die das Stück Romeo und Julia im Kleist Forum präsentierten. Allerdings war eben auch klar, das der Hauptgeldgeber, die Schweizer Drosos Stiftung, sich nach vielen Jahren Unterstützung für Frankfurt nun anderen Projekten zuwendet.

Für Angelika Stepanek, Lehrerein der Grundschule am Mühlenfließ, ist das Stück auch in diesem Jahr "total gut", wie sie sagt. Besonders die Kostüme haben es ihr angetan. Die sind zumeist kreativ aus Papier und Pappe, unter der Leitung der Berliner Künstlerin Almyra Weigel selbst hergestellt. Instrumente aus Pappe beispielsweise und ein Fisch wird mit Papptellern dargestellt.

Allerdings ist die 1. Klasse mit der Angelika Stepanek zu Besuch ist, vielleicht etwas zu jung, um alles zu verstehen, wie sie befürchtet. Das Spiel des Orchesters und die tollen Kostüme begeistern aber auch die kleinsten Zuschauer, wie sie selber bestätigen. Und am Ende wird auch beim Education Project in der Konzerthalle in diesem Jahr alles gut. Und warum? Die Familie zählt mehr als teure Geschenke.

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