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MOZ-Neujahrswanderung
Mit Sonne durch den Stadtforst ins neue Jahr

René Matschkowiak / 05.01.2020, 21:24 Uhr - Aktualisiert 06.01.2020, 11:59
Frankfurt (MOZ) Mehr als 400 Frankfurterinnen und Frankfurter folgten den Wanderleitern durch den Wald.

Sonnenschein hat den frühen Dunst vertrieben und ein wenig Bodenfrost sorgte dafür, dass die Wanderwege durch den Forst in Rosengarten nicht allzu matschig wurden. 400 Frankfurter und Gäste der Stadt machten sich am Sonntag auf zur 27. Neujahrswanderung der MOZ. "Jedes Jahr lassen wir die beliebten Button zur MOZ-Neujahrswanderung herstellen und auch diesmal wurden alle verteilt", sagte Organisatorin Anja Boldt.

Einige der Wanderer haben anscheinend eine richtige Galerie der bunten Anstecker zu Hause. Auch Gerd Schmidt lässt sich immer einen geben. "Natürlich, das gehört dazu", erklärt er. Mitmachen sei Pflicht, findet er, zumal das Wetter eben auch toll mitspiele. "Genauso selten wie Schnee an Weihnachten ist auch Schnee bei der Neujahrswanderung, aber bei Sonnenschein wie heute macht es riesigen Spaß".

Eine tolle Tradition ist die MOZ Neujahrswanderung in Frankfurt (Oder) geworden. Auch bei der 27. Auflage versammelten sich über 400 Frankfurter.
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Am Sonntag waren sogar fünf Wanderleiter bereit, die Freunde der frischen Luft auf verschiedenen Wegen durch den Stadtforst zu führen. Petra Schult war zum ersten Mal als Wanderleiterin dabei. Die ehemalige Vereinsvorsitzende des Eisenbahnersportvereins ist als Tourenleiterin in ihrem Sportverein weiterhin aktiv und so konnten auch die restlichen Frankfurter von ihrem Engagement profitieren. Auch Waltraud Planeta führte wieder eine Gruppe an. In der nächsten Woche wird sie 83 Jahre alt. Wer allerdings denkt, sie gehe es eher gemütlich an, wird getäuscht.

Wanderleiter Uwe Baumann bot mit über zehn Kilometern die längste Tour an und hatte sich explizit auf diese Wanderung vorbereitet. "Ich mache die Findlingstour und erkläre auch noch was zum Frankfurter Braunkohleabbau." Findlinge gibt es im Stadtforst freilich einige. Der Försterstein beispielsweise bringt immerhin 28 Tonnen auf die Waage wie die Wanderfreunde nach etwa sechs Kilometern von Uwe Baumann erfahren.

Jochen Nell machte sich mit seiner Gruppe auf eine etwa Sieben-Kilometer-Tour nach Rosengarten. Das gleiche Ziel hatte Roland Totzauer, allerdings in entgegengesetzter Richtung. "Ich will nicht bei der Gruppe mit dem kürzesten Weg mitlaufen, sondern bei der schnellsten", meinte eine Frau zu ihrem Mann als sie sich für diese Gruppe entscheiden. Dafür ist Roland  Totzauer die beste Wahl. Flotten Schrittes ging es auch diesmal voran, getrödelt wird nicht. Zum ersten Mal gab es einen Stopp in der Kirche von Rosengarten. Religionslehrerin Monika Hebbe erläuterte Wichtiges zur Kirche. Mit so vielen Menschen hatte sie jedoch nicht gerechnet. "So voll ist die Kirche sonst nur Weihnachten", meint sie.

Extra für die Wanderer hat sie die überaus wertvolle Bibel zur Kircheneinweihung im Jahre 1903 von Kaiserin Auguste Victoria aus dem Kirchenschrank geholt. Ein paar Takte gibt es noch von ihr auf der Kirchenorgel, bevor es wieder Richtung Wupis Imbiss in den Wald geht, wo schon die Erbsensuppe wartet. Außerdem ist das große Lagerfeuer und der von der MOZ gesponserte Glühwein beliebt zum Aufwärmen von kalten Gliedmaßen. "Es ist ein schöner Abschluss meines Urlaubs. Morgen geht der Wahnsinn wieder los", lacht Britta Fischer am Ende der Tour.

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Joachim Krauß 06.01.2020 - 08:43:40

Neujahrswanderung

Also ich glaube nicht, dass es erstrebenswert ist, mit Hunderten in Zweierreihe durch den Wald zu stapfen. Das ehrenamtliche Engagement der Wanderführer muss man natürlich anerkennen, aber da gehe ich doch lieber allein, auch auf die Gefahr hin, dass man sich im Stadtwald verläuft.

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