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Dank LEDs
SVF spart Hunderte Tonnen Kohlendioxid ein

Gut ausgeleuchtet: In der Werkstatt auf dem Betriebshof der Stadtverkehrsgesellschaft sind nun überall energiesparende LED-Leuchten verbaut. Darüber hinaus kommt eine intelligente Lichtsteuerung zum Einsatz.
Gut ausgeleuchtet: In der Werkstatt auf dem Betriebshof der Stadtverkehrsgesellschaft sind nun überall energiesparende LED-Leuchten verbaut. Darüber hinaus kommt eine intelligente Lichtsteuerung zum Einsatz. © Foto: Thomas Gutke
Thomas Gutke / 08.01.2020, 06:30 Uhr - Aktualisiert 09.01.2020, 08:47
Frankfurt (Oder) (MOZ) Seit 2013 hat die Stadtverkehrsgesellschaft 1317 Lampen gegen moderne LED-Leuchten ausgetauscht. 320 000 Euro wurden – gefördert vom Bund – in die klimaschonende Beleuchtung investiert.

Die Frankfurter Stadtverkehrsgesellschaft (SVF) hat die Umrüstung auf umweltschonende, moderne LED-Technik nahezu abgeschlossen. 1317 Leuchten wurden seit 2013 in Büros, Fluren, Werkstätten, Abstellhallen für die Busse und Straßenbahnen sowie Außenanlagen auf dem Betriebshof in der Büttnerstraße ausgetauscht. Das seien rund 98 Prozent, berichtet Hartmut Huwe, Betriebsleiter Technik bei der SVF. Nur in einigen Abstellkammern, in denen das Licht ganz selten angeknipst wird, gebe es vereinzelt noch Leuchtstoffröhren.

320.000 Euro hat die Umrüstung gekostet, die allerdings auch 275 000 Kilowattstunden pro Jahr an Strom einspart. "In sechs Jahren haben sich die Investitionskosten amortisiert", so  Hartmut Huwe. Ein Großteil der Summe wurde im Rahmen der Klimaschutzinitiative gefördert. Das Bundesumweltministerium hatte insgesamt drei Förderanträge der SVF positiv beschieden. Insgesamt hat der Bund seit 2008 über das Programm 7300 Projekte in 3000 Kommunen unterstützt, die zur Senkung der Treibhausgasemissionen beitragen. Neben Städten und Gemeinden profitierten von der Förderrichtlinie des Umweltministeriums auch Unternehmen. In Frankfurt spart die SVF jetzt 162 Tonnen jährlich an  Kohlendioxid durch den Lampenaustausch ein, in 20 Jahren werden es 3240 Tonnen sein. Es ist ein kleiner, aber nicht unwesentlicher Beitrag. Zum Vergleich: In Deutschland liegt der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch im Schnitt bei 11 Tonnen CO2.

"Nicht nur unser Energieverbrauch ist gesunken, viele Arbeitsplätze sind jetzt auch besser ausgeleuchtet", sagt Werkstattleiter Siegbert Krüger. Er hat die aufwendige Umstellung federführend mit begleitet. Und mit dafür gesorgt, dass in den Werkstattbereichen und Hallen jetzt auch eine intelligentere Lichtsteuerung zum Einsatz kommt, die zusätzliche Einsparungen mit sich bringt. Denn im Vergleich zu älterer Lichttechnik lassen sich LEDs besser steuern, verzögern nicht beim Einschalten und haben außerdem eine deutlich längere Lebensdauer. Der letzte Punkt sorgt auch dafür, dass aufwendige Reparaturen an Lampen in den meterhohen Werkstatthallen nun seltener vorzunehmen sind. "Dafür habe ich immer viele meiner Leute abstellen müssen", erklärt Siegbert Krüger.

Nächstes Projekt: E-Autos

Die Stadtverkehrsgesellschaft arbeitet seit Jahren an einer besseren Umweltbilanz. "Wir haben Spaß daran gefunden, Energie und Emissionen einzusparen, da, wo es nicht wehtut und möglich ist", sagt Hartmut Huwe. Ohnehin rollen seit über 120 Jahren – elektrisch betrieben – Straßenbahnen durch Frankfurt. Und seit 2013 außerdem Erdgasbusse, die künftig auch mit Biomethan betrieben werden könnten. Das nächste Klima-Projekt der SVF betrifft die Dienstwagen. Das Unternehmen plant die Anschaffung von drei elektrisch betriebenen Fahrzeugen sowie die Installation von dazugehörigen E-Ladesäulen. "Wir versuchen alles herauszuholen, was die Zitrone hergibt", so Hartmut Huwe.

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Hendrik Haucke 08.01.2020 - 16:29:43

Strom sparen am verkehrten Ende

Liebe SVF es ist doch schön das sie so viel Strom sparen, leider haben sie in ihrer Rechnung den größten Teil nicht erwähnt oder sie wollten es nicht. Denn seit vorigen Jahr Sparen sie mehr ein als ihre Werkstatt mit ihren Lampen verbraucht. Diesen Strom sparen sie in den Ferien ein wenn sie nach den Samstagfahrplan fahren. In dieser Zeit fahren dann 2 ihrer so hochgelobten Straßenbahnlinien nicht und Verbauchen dann kein Strom. Dies nennt man Strom sparen und Kundenunfreundlichkeit. Auch Montag bis Freitag gehen Leute in dieser Stadt arbeiten. Eins möchte ich noch zu ihrer Stromeinsparung sagen mit diesen Ferienfahrplan bringen sie keinen auf sein Auto zu verzichten eher es wieder zu benutzten. Wenn wenigsten einen vernünftigen Ferienfahrplan anbieten würden( 15 Minuten Takt wie andere Städte) könnten vieleicht manche doch die Bahn nutzen. Sie sparen Strom aber am verkehrten Ende.

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