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Hobby-Messe
Großer Andrang bei der Angel-Expo in Frankfurt (Oder)

Christopher Mietzner, Betreiber eines Youtube-Kanals übers Fischen, (l.) und Ladenbesitzer Enrico Kosterra fachsimpeln auf der Angel-Expo in Frankfurt (Oder) über die neusten Angelruteng.
Christopher Mietzner, Betreiber eines Youtube-Kanals übers Fischen, (l.) und Ladenbesitzer Enrico Kosterra fachsimpeln auf der Angel-Expo in Frankfurt (Oder) über die neusten Angelruteng. © Foto: René Matschkowiak
René Matschkowiak / 09.02.2020, 21:57 Uhr
Frankfurt (Oder) (Freier Autor) Das sonnige Wochenendwetter nutzten hunderte Angler nicht zu einem Ausflug an das Wasser, sondern zu einem ausgedehnten Messebesuch. Die bereits siebte Angel-Expo war auf dem Frankfurter Messegelände zu Gast und mit ihr wieder viele spannende Aussteller.

So hat auch Christopher Mietzner seinen Stand aufgebaut. Der Frankfurter ist ein Youtube-Pionier, startete seinen Kanal "Oderspreeangler" oder kurz OSA bereits 2013. Mittlerweile hat er 43 000 Abonnenten und ist deutschlandweit einer der Stars der Angelszene. Auf der Messer verkauft er Fan-Produkte wie Shirts und Basecaps seiner Marke. Kleine Jungs wollen ein Foto mit ihm. Erwachsene suchen eher das Fachgespräch. Der Youtube-Angler derzeit Sorgen, auf der Messe kann er die gut überspielen. "Mein Kanal wurde von Hackern geknackt und in der Folge von Youtube gelöscht", erzählt er, immer noch schockiert. Kinder fangen an seinem Stand ob dieser Nachricht an zu weinen und auch seine Sponsoren, wie Angelhersteller, sind nicht erfreut. "Wir arbeiten mit Hochdruck daran, einen neuen Kanal online zu bringen", sagt er. "Angeln ist eben ein Volkssport, der zweitbeliebteste nach Fußball", erklärt er seinen Erfolg.

Kein Altherren-Hobby

Auf die Kritik der Tierschutzorganisation Peta, entgegnet Christoph Mietzner: "Es gibt beim Angeln klare Regeln, wann Fische entnommen oder auch wieder zurückgesetzt werden sollen. Außerdem tun Angler sehr viel für den Umweltschutz, räumen regelmäßig an Angelgewässern den Dreck von anderen weg", stellt er klar.

Dass Angeln längst kein Altherren-Hobby ist, haben auch die beiden Gründer von "Forge of Lures" (dt: "Köderschmiede") Riccardo Holz und André Rogge gezeigt. Die jungen Köderhersteller aus der Nähe von Brieselang haben eine rasante Entwicklung hingelegt. Vor drei Jahren hatten sie noch eine Handvoll Hecht-Köder aus Gießharz dabei. Mittlerweile sind es 17 Dekore und sie sind auf Messen in ganz Deutschland erfolgreich. Einer der beiden arbeitet mittlerweile Vollzeit an der Köderherstellung. Dabei geht der Trend auch im Angelsport immer mehr zu individuellen Produkten. "Man kann uns zum Beispiel eine Kinderzeichnung schicken und wir gestalten den Köder danach", sagt Riccardo Holz. Das sei für viele das ultimative Erlebnis wenn sie damit gemeinsam mit dem Kind am Wasser auch noch einen Fisch fingen, so Riccardo Holz.

Bei solchen Angelausflügen kann auch ein bisschen Komfort nicht schaden, findet Ronny Luft am Stand von Sonik. Zelte, Feldbetten und kuschelige Schlafsäcke hat er im Angebot. "Einige bleiben ja die ganze Woche am Wasser, da braucht es auch ein bisschen Luxus", lächelt er. Mit der Frankfurter Messe ist er zufrieden.

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