Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Valentinstag
Paare aus Frankfurt (Oder) verraten ihre Erfolgsgeheimnisse

Ines Weber-Rath / 14.02.2020, 12:33 Uhr - Aktualisiert 14.02.2020, 17:58
Frankfurt (Oder) (MOZ) Ist das schon Liebe? Oder nur eine besonders innige Freundschaft? Wie auch immer: Alina und Marten freuen sich jeden Tag darauf, sich in ihrer Kita "Matroschka" zu sehen. Die beiden Sechsjährigen sind seit Jahren beste Freunde.

Und für beide steht fest: Sie wollen mal heiraten! "Alina und Marten sitzen gern beieinander, fassen sich beim Spaziergang an die Hand, tanzen zusammen und gehen ganz liebevoll miteinander um", berichtet Gruppenleiterin Anja Drosdek. – Eine echte Sandkastenliebe also.

Ähnlich sieht das bei Julia und Till (beide 3) aus der Kita "Hans und Hanka" aus. "Die Beiden spielen oft miteinander, besonders gern in der Puppenküche", weiß Patricia Schieler. "Wenn einer krank und nicht in der Kita ist, sind die Kinder traurig", erzählt die Erzieherin.

Pauline Wagner (19) und Nick Hauke (18) schmieden Zukunftspläne: Nach dem Abi wollen die beiden Frankfurter Sportschüler in derselben Stadt studieren – sie Pädagogik, er Sportwissenschaften – und zusammen ziehen. Pauline und Nick sind seit knapp zwei Jahren ein Paar. Kennengelernt haben sie sich im Französisch-Kurs. "Da wurden wir nebeneinander gesetzt und hatten uns von Anfang an viel zu sagen", erzählt Pauline lachend.

Die Handballerin, Kreisspielerin im FHC-Wettkampfteam, und der Fußballer, der im Mittelfeld des 1. FC Frankfurt spielt, sind zwar in der gleichen Jahrgangsstufe, der 13., aber nicht in einer Klasse. Auf die Frage, was sie am anderen so toll finden, sagt Nick: "Sie hat so eine offene, freundliche Art – allen gegenüber." Er sei eher schüchtern, bekennt der gebürtige Frankfurter. Dafür kann er Mathe, Paulines Schwachstelle, und hilft ihr. "Gegensätze zieh’n sich an", resümiert Pauline, die aus dem Mecklenburgischen stammt und sich als "Perfektionistin" beim Erarbeiten von Vorträgen oder Belegarbeiten helfend revanchiert. Die gemeinsame Begeisterung für den Sport und das Mitfiebern bei Wettkämpfen des jeweils anderen trage dazu bei, dass bei ihnen "die Chemie stimmt", wie Pauline und Nick sagen. Heute wollen sie nach dem Training in ihrem Lieblingsrestaurant essen gehen.

Im Wohnzimmer von Hannelore (84) und Erich Steinbach (93) in der Alloheim-Seniorenresidenz "An der Lehmgasse" stehen die Rosen auf dem Tisch. "Wir sind seit 64 Jahren verheiratet und lieben uns noch immer von Herzen", erklärt Hannelore Steinbach mit Bestimmtheit. Die Augen ihres Mannes blitzen auf, als sie das alte Foto zeigt, auf dem sie als junges Mädchen zu sehen ist: Das Bild hatte er 1953 im Schaufenster des Fotografen Ließ gesehen und zu seinem Freund gesagt: "Die will ich haben!"

Beim Tanz im "Leipziger Garten", wie das heutige Hotel "Polonia" damals hieß, trafen die Frankfurterin und der Anhaltiner aufeinander. Er war nach dem Ingenieurs-Studium an die Oder geschickt worden, um den Bau der Autobahn, der Magistrale, der Walter-Korsing-Straße und manchen Wohngebietes zu leiten.

"Zwischen uns gab es nie ein böses Wort – einen Rüffel wohl und Streit wegen der Kinder, aber richtig böse, nein", sagt Erika Steinbach. Nach 45 Jahren hat das Paar im September vorigen Jahres seine Wohnung am Kleistpark aufgegeben und ist ins Alloheim gezogen: In der 9. Etage der alten Wohnung hielt der Fahrstuhl nicht. Und Erich Steinbach sitzt im Rollstuhl.

"Ich bin zu Hause die Bestimmerin", sagt Erika Steinbach, die einst als Sekretärin im Baustoffhandel tätig war. Das Paar hat vier Kinder, sieben Enkel und acht Urenkel. Ihr Rezept für lebenslange Liebe? "Gegenseitige Achtung, Vertrauen und bedingungsloses Aufeinander-Verlassen-Können", sagt Erika Steinbach.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
© 2020 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG