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First-Solar-Hallen
Solarfabrik in Frankfurt (Oder) gescheitert - 2000 Jobs waren geplant

Das norwegische Solarunternehmen REC Solar wird sich in Lothringen in Frankreich und nicht in Frankfurt (Oder) ansiedeln (Symbolfoto).
Das norwegische Solarunternehmen REC Solar wird sich in Lothringen in Frankreich und nicht in Frankfurt (Oder) ansiedeln (Symbolfoto). © Foto: Winfried Mausolf
Ulrich Thiessen und Heinz Kannenberg / 27.02.2020, 16:56 Uhr - Aktualisiert 28.02.2020, 08:07
Frankfurt (Oder) (MOZ) Nach der Ankündigung des US-amerikanischen Unternehmens Tesla, in Grünheide eine Gigafabrik für E-Autos zu bauen, hält das Interesse internationaler Unternehmen am Industriestandort Brandenburg an. Für den  Standort Frankfurt (Oder) gab es nun jedoch einen Dämpfer.

Auf Nachfrage bestätigte Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) am Donnerstag, dass der Versuch, ein norwegisches Unternehmen aus der Solarbranche für eine Investition in Frankfurt (Oder) zu gewinnen, gescheitert ist. Das Unternehmen werde sich in Lothringen ansiedeln. Der französische Staat habe eine Beteiligung zugesagt, etwas was weit über die Fördermöglichkeiten Brandenburgs hinausgeht, so der Minister. Die Suche nach weiteren Investoren für die seit Jahren leer stehenden Fabrikhallen in der Oderstadt werde fortgesetzt. Oberbürgermeister René Wilke (Linke) bedauerte die Entscheidung. "Es ist meines Erachtens eine Aufgabe für Land und Bund, sich für EU-weit vergleichbare Förderbedingungen einzusetzen", betont er.

Das norwegische Unternehmen REC Solar mit operativem Sitz in Singapur hatte nach Informationen der MOZ  lange Zeit Interesse am Standort Frankfurt (Oder). Insbesondere die vorhandenen modernen Industriehallen hätten eine schnelle Aufnahme der Produktion gesichert.  Wieder sollten etwa 2000 Arbeitsplätze entstehen. Seit 2012 bemüht sich die brandenburgische Wirtschaftsförderung, einen neuen Investor für damals geschlossene zwei Fabrikhallen in Frankfurt zu finden. Das US-amerikanische Solarunternehmen First Solar hatte seine Produktion in den 2007 und 2011 eröffneten Fabrikhallen eingestellt. Etwa 2000 Mitarbeiter wurden arbeitslos. Angesichts der Schließung der beiden Werke des US-Konzerns geriet Frankfurt (Oder) in einen finanziellen Engpass. Der Stadt brachen Einnahmen von mehr als 28 Millionen Euro weg.

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