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Corona und Sport
FHC will fit und fokussiert bleiben

Dietmar Schmidt feuert in der Brandenburg-Halle an der Seitenlinie seine Handballerinnen an. Wann der Frankfurter Trainer dazu wieder Gelegenheit hat, ist derzeit völlig unklar.
Dietmar Schmidt feuert in der Brandenburg-Halle an der Seitenlinie seine Handballerinnen an. Wann der Frankfurter Trainer dazu wieder Gelegenheit hat, ist derzeit völlig unklar. © Foto: Winfried Mausolf
Hubertus Rößler / 18.03.2020, 05:45 Uhr
Frankfurt (MOZ) Am kommenden Sonntag steht das Verfolgerduell MTV Heide gegen den Frankfurter HC auf dem Spielplan der 3. Handball-Liga Nord der Frauen. Eigentlich, denn dazu wird es nicht kommen. Wie auch in allen anderen Sportarten wurde der komplette Spiel- und Trainingsbetrieb abgesagt – zunächst bis zum 19. April. Wie und ob es danach weitergeht, steht wie überall noch in den Sternen. Eine übergreifende Arbeitsgruppe des Deutschen Handballbundes beschäftigt sich momentan mit den spieltechnischen Konsequenzen sowie den Rahmenbedingungen des Spielbetriebs der laufenden Saison, heißt es von Seiten des Verbandes.

Die Sportanlagen des Olympiastützpunktes an der Stendaler Straße sind gesperrt, daher haben die Spielerinnen des FHC am Dienstag ein individuelles Trainingsprogramm erhalten. "Dieses beinhaltet im Grundlagenbereich vor allem Laufen und Radfahren, also viel Bewegung an der frischen Luft", berichtet FHC-Trainer Dietmar Schmidt. Dazu kommt Krafttraining, speziell für Arme, Bauch und Rücken. "Insgesamt fünf Einheiten pro Woche, das Ganze zunächst für die kommenden vierzehn Tage, danach werden wir das Programm voraussichtlich erweitern. Handball ist nun mal ein Mannschaftssport, da kann man derzeit leider nicht zusammen trainieren", sagt der Diplom-Sportlehrer, der am vergangenen Freitag das letzte Mal die gesamte Mannschaft zusammengezogen hatte. Nun befindet sich die meisten Spielerinnen bei ihren Familien in ihrer Heimat, da die Sportschule geschlossen wurde. Nur etwa eine Handvoll Spielerinnen kommt aus Frankfurt.

Spielerinnen sind noch motiviert

Für Schmidt ist zum einen wichtig, dass die Athletinnen fit bleiben, sollte der Spielbetrieb in gut vier Wochen wieder aufgenommen werden. "Zum anderen befinden sich die Spielerinnen in einem körperlichen Zustand, bei dem man nicht einfach herunterfahren sollte. Wenn man da von einem auf den anderen Tag plötzlich keine körperliche Anstrengung mehr hat, kann das auf das Herz-Kreislauf-System gehen. Die Gesundheit steht in jeder Hinsicht an erster Stelle." Der Trainer hofft darauf, dass die Saison weiter gespielt wird. "Wir waren zuletzt gut in Form, und die restlichen Paarungen sind auch sehr reizvoll. Daher wollen wir, falls es weitergeht, auf alle Fälle gewappnet sein."

Trotz der unsicheren Situation sind die Handballerinnen nach wie vor motiviert und möchten den Aufstieg in 2. Bundesliga nicht aus den Augen verlieren. "Die Bereitschaft zum individuellen Training ist bei den Mädels hoch, wie ich herausgelesen habe. Für mich ist wichtig, dass wir uns nach wie vor regelmäßig austauschen, damit die persönliche Verbindung nicht abreißt. An allererster Stelle steht natürlich die Umsetzung der Forderungen zum Eindämmen der Krankheit", sagt der 67-Jährige, der aufgrund seiner Alters zum Kreis der potenziell gefährdeten Menschen gehört. "Wenn man sich an bestimmte Regeln hält, denke ich, dass wir das Virus bald beherrschen können. Aber natürlich ist man auf eine gewisse Weise gefährdet, schon wenn man einkaufen geht. Daher ist es wichtig, dass sich alle an die auferlegten Regeln halten", erklärt Dietmar Schmidt.

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