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Covid-19
In Frankfurt (Oder) werden die Corona-Tests knapp

Frankfurt (Oder) meldete am Mittwoch den sechsten Infizierten. Er war am Montag in die Covid-19-Sprechstunde überwiesen worden. Seit dem ersten Sprechtag am vorigen Mittwoch - hier mit Dr. Andreas Huth, Dr. Sybille Hellwig und Dr. Steffen Gerecke (v.l.) - wurden dort 169 Frankfurter auf Corona getestet.
Frankfurt (Oder) meldete am Mittwoch den sechsten Infizierten. Er war am Montag in die Covid-19-Sprechstunde überwiesen worden. Seit dem ersten Sprechtag am vorigen Mittwoch - hier mit Dr. Andreas Huth, Dr. Sybille Hellwig und Dr. Steffen Gerecke (v.l.) - wurden dort 169 Frankfurter auf Corona getestet. © Foto: René Matschkowiak
Thomas Gutke / 25.03.2020, 18:22 Uhr - Aktualisiert 26.03.2020, 11:41
Frankfurt (Oder) (MOZ) Die Zahl der bestätigten Covid-19-Erkrankungen in Frankfurt (Oder) hat sich am Mittwoch von 5 auf 6 erhöht. 62 Einwohner befanden sich in häuslicher Isolation – drei mehr als am Vortag. Märkisch-Oderland meldete 53 bestätigte Fälle, der Landkreis Oder-Spree 49.

Der bislang letzte gemeldete Erkrankte aus Frankfurt (Oder) war am Montag in der Covid-19-Spezialsprechstunde untersucht und getestet worden. Das Ergebnis des Labortestes lag dann am Mittwoch vor. Nach Angaben der Pressestelle der Stadt wurden in der Corona-Praxis am Karl-Ritter-Platz seit dem ersten Öffnungstag am vergangenen Mittwoch 169 Personen auf Covid-19 getestet. Bei vier Frankfurtern wurden die Erkrankungen daraufhin nachgewiesen.

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In Frankfurt gibt es zwar noch Testmaterial, doch es wird – wie überall in Deutschland – auch in der Oderstadt knapper. Die Pressestelle der Stadt bestätigte "Versorgungsprobleme bei Material für Abstriche, Grundstoffe/Chemikalien". Zugleich betonte der Oberbürgermeister, dass es wenig Sinn mache, jeden zu testen, der dies wünsche. Erst bei leichten Symptomen, lasse sich Covid-19 überhaupt nachweisen. Zuvor sei die Virenlast für eine Testung zu gering. Negative Testergebnisse könnten daher eine falsche Sicherheit suggerieren.

Persönliche Schutzausrüstung stehe Ärzten und Pflegekräften, die die Sprechstunde absichern, derzeit wieder ausreichend zur Verfügung. Nach Angaben der Stadt sei eine Lieferung der Kassenärztlichen Vereinigung  Brandenburg eingetroffen, "die zur Entspannung in der allgemeinen Situation beigetragen hat". Zuvor hatte auch das Gesundheitsamt Schutzausrüstungen und Desinfektionsmittel für die Corona-Praxis bereitgestellt.

Zimmer für Pendler am Klinikum

Am Klinikum Frankfurt (Oder) befand sich zuletzt kein Covid-19-Patient stationär in Behandlung. Ein Thema für den Krisenstab des Krankenhauses waren am Mittwoch unter anderem die verschärften Regelungen der polnischen Regierung beim Grenzübertritt. Ab Freitag 0 Uhr müssen sich auch Berufspendler, die regelmäßig von ihrem Wohnort zur Arbeit ins Nachbarland pendeln, bei der Einreise nach Polen für 14 Tage in häusliche Quarantäne begeben. Davon betroffen sind auch zirka 30 polnische Beschäftigte am Klinikum Frankfurt.

"Die Lösungen fallen ganz unterschiedlich aus, da jeder andere familiäre Hintergründe hat", erklärt Sprecherin Kati Brand. So könne das Klinikum einigen Mitarbeitern Zimmer anbieten, die sonst von Famulanten oder Ärzten im Praxisjahr genutzt werden. Auch die Stadt habe Unterkünfte angeboten, berichtet sie. Mehrere betroffene Beschäftigte hätten sich aber auch entschieden, auf Urlaubsbasis zunächst nach Polen zurückkehren zu wollen.

Am Mittwoch hat Oberbürgermeister René Wilke eine weitere Verfügung zur Eindämmung des Coronavirus erlassen. Nach Kitas und Horten müssen demnach nun auch Kindertagespflegestellen vorerst schließen. In Frankfurt sind derzeit 38 Kinder bei 13 Tagesmüttern in Betreuung.

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