Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Pendler-Sorgen
Noch ein Protest für die Grenzöffnung in Słubice

Zur zweiten Protestaktion am Sonnabend kamen deutlich weniger Leute auf die Frankfurter Stadtbrücke. Dafür schritt die Polizei resoluter ein als am Freitagabend.
Zur zweiten Protestaktion am Sonnabend kamen deutlich weniger Leute auf die Frankfurter Stadtbrücke. Dafür schritt die Polizei resoluter ein als am Freitagabend. © Foto: Peggy Lohse
Dietrich Schröder / 26.04.2020, 21:00 Uhr - Aktualisiert 27.04.2020, 09:18
Frankfurt (Oder) (MOZ) Zur zweiten Aktion am Sonnabend kamen jedoch deutlich weniger Leute und die Polizei schritt resoluter ein als am Freitagabend.

Weil sich am Freitagabend auf polnischer Seite der Stadtbrücke mehr als 200 Menschen an der Protestaktion für die Beendigung der Grenzschließung beteiligt hatten, riefen die Organisatoren spontan zu einer Fortsetzung der Aktion 24 Stunden später auf. Doch wie das Internet-Portal "Nasze Słubice" (Unser Słubice) berichtet, kamen am Sonnabend nur noch knapp 20 Interessierte zu der Aktion.

Alles über das Coronavirus und seine Folgen für Brandenburg und Berlin in unserem Corona-Blog.

Und es gab einen weiteren Unterschied: Die Polizei und Sicherheitsbehörden riegelten den Zugang zur Stadtbrücke, an dem sich die derzeitige Kontrollstation befindet, deutlich resoluter gegen die Demonstrierenden ab als tags zuvor. Am Freitag waren die Polizisten zwar mit einem Megafon durch die Ansammlung gelaufen und hatten dazu aufgerufen, Sicherheitsabstände einzuhalten beziehungsweise die Versammlung am besten ganz aufzulösen. Doch davon ließen sich die Versammelten kaum beeindrucken. Im Gegenteil: Sie trugen polnische und deutsche Spruchbänder mit Forderungen wie "Lasst uns zur Arbeit" oder "Wir sehnen uns nach euch" und winkten den Demonstrierenden aus Frankfurt zu, die ungefähr bis zur Mitte der Brücke gegangen waren.

Auf und neben der Stadtbrücke Frankfurt (Oder) und auch Slubice dingen am Freitag, 24. April, hunderte Menschen auf die Straße. Mit Masken und großem Bemühen, den Mindestabstand einzuhalten, fordern sie die Grenzöffnung - trotz Corona-Pandemie - und die Rückkehr zur offenen, europäischen Doppelstadt.
Bilderstrecke

Demonstrieren für die Doppelstadt

Bilderstrecke öffnen

Der Chor "Adoramus" sang dazu unter Leitung der auch in Frankfurt gut bekannten Barbara "Basja" Weiser "Freude schöner Götterfunken" auf Polnisch und Deutsch.  Die große Beteiligung war um so beeindruckender, da Demonstrationen in Polen derzeit ganz untersagt sind.

Alles über das Coronavirus und seine Folgen für Brandenburg und Berlin in unserem Corona-Blog.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.
Ralf Cornelius 27.04.2020 - 08:44:29

Realität ist zurück

Nach dem ersten bestätigten Corona-Fall in der Stadtverwaltung kehrt dort hoffentlich Vernunft ein und künftig wird solch Unsinn von vornherein unterbunden. Vielleicht aber war das ja auch nur der Anfang einer Frankfurter Welle und die Demoteilnehmer haben in Quaratäne Gelegenheit, sich abzukühlen...

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
© 2020 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG