Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Polnische Grenze
Stau verstopft Frankfurt (Oder) an Christi Himmelfahrt

Von der Stadtbrücke in Frankfurt (Oder) staute es sich auf der Rosa-Luxemburg-Straße zurück, bis zum Kleistpark.
Von der Stadtbrücke in Frankfurt (Oder) staute es sich auf der Rosa-Luxemburg-Straße zurück, bis zum Kleistpark. © Foto: René Matschkowiak
René Matschkowiak / 21.05.2020, 15:49 Uhr - Aktualisiert 22.05.2020, 07:22
Frankfurt (Oder) (MOZ) Der bevorstehende Feiertag, viele polnische Berufspendler, die diesen in ihrer Heimat verbringen wollten und die Fiebermessungen der  polnischen Grenzschützer waren wohl der Grund für das Verkehrschaos, das an Christi Himmelfahrt in Frankfurt zu erleben war. Seit Mittwochnachmittag staute sich der Verkehr von der Stadtbrücke zurück, verstopfte das Zentrum und schlängelte sich die Rosa-Luxemburg-Straße hoch.

Anwohner berichten von Autoschlangen bis in die Morgenstunden, mit bis zu fünf Stunden Wartezeit (wir berichteten). Und 20 Kilometer Stau auf der A12 verleitete auch manchen Lkw-Fahrer dazu, es über die Stadtbrücke zu versuchen.

Mehr lesen: 

A12, A4 und A11 - Kilometerlange Staus an Christi Himmelfahrt an der Grenze zu Polen

Die Innenstadt war teilweise komplett dicht. Auch die Magistrale und die Heilbronner Straße waren zwischenzeitlich mit wartenden Autos zu. Videos von Hupkonzerten bei Facebook zeigen, dass der Stau bis weit nach Mitternacht noch nicht aufgelöst war – und mancher Anwohner ziemlich genervt. Ab der Hauptpost soll der Verkehr dann über die Logenstraße, die Große Oderstraße und die Kleine Oderstraße geleitet worden sein.

Am Donnerstagmorgen setzte sich der Stau fort. Auch die Karl-Liebknecht-Straße und die Franz-Mehring-Straße waren teilweise zugestaut. Wie hier kamen auch Frankfurter Autofahrer immer wieder in den Stau. "Ich will doch nur nach Nord", meinte eine Fahrerin. Eine weitere Hürde: Ist in der Karl-Marx-Straße eigentlich das Rechtsabbiegen in die Slubicer Straße erlaubt, unterband dies nun ein Polizist, damit nicht die ganze Kreuzung nach kurzer Zeit komplett zugestaut war. Das sorgte immer wieder für hitzige Diskussionen.

"Die Maßnahmen haben nicht wir, sondern die polnischen Behörden zu verantworten", erklärte der Polizist immer wieder – "Wir versuchen bloß die Kreuzung freizuhalten." Fünf Stunden haben Busreisende bereits im Stau hinter sich, sagte ein Mitfahrer. Erst auf der Autobahn, dann in der Stadt. Eine Mutter schiebt ihr Kind nach vorn, um den Polizisten zu erweichen. Schlussendlich stellte die Polizei ein Auto mit Blaulicht auf die Abbiegespur. Noch mal von vorn hieß es für alle, die von der Karl-Marx-Straße kamen. Von durchaus unterschiedlichen Wartezeiten wurde in der Schlange berichtet.

Verschiedene Wartezeiten

So berichtete eine Słubicerin im Auto auf der Stadtbrücke, sie habe eine Stunde gewartet, um so weit vorzurücken. Eine andere Frau sagte, sie sei gerade angekommen. Ihre Begleiter hätten sich beim Bäcker versorgt und sie rechne nun mit einigen Stunden des Wartens. Zwischendurch versuchten immer wieder Frankfurter dem Stau zu entfliehen. Eine Dame findet sich auf der Abbiegespur von der Leipziger Straße auf die Rosa-Luxemburg-Straße wieder. Etwas verzweifelt schaute sie nach vorn, auf den Stau. Mithilfe eines freiwilligen Einweisers schaffte sie es auf der Abbiegespur umzudrehen und dann geradeaus auf die Kieler Straße zu fahren.

Viel Kundschaft hatten in diesen Morgenstunden Bäcker Dreißig und auch McDonald’s, die mehr Frühstücke als gewöhnlich verkauften. "Das sind nicht die Deutschen", sagte ein polnischer Lkw-Fahrer. "Das sind unsere Leute, die für den Stau verantwortlich sind."

Bei strahlendem Sonnenschein staute es sich auf Frankfurts Straßen am Feiertag weiter, bis in den Nachmittag hinein.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
© 2020 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG