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Corona
Geschenk aus China für Frankfurt (Oder) und Słubice

René Wilke (2. v.l.) und Adriana Dydyna-Marycka nehmen die Spende von Martin Wilke (1.v.l.) und Wei Duan in Frankfurt (Oder) entgegen.
René Wilke (2. v.l.) und Adriana Dydyna-Marycka nehmen die Spende von Martin Wilke (1.v.l.) und Wei Duan in Frankfurt (Oder) entgegen. © Foto: René Matschkowiak
René Matschkowiak / 05.06.2020, 05:00 Uhr - Aktualisiert 05.06.2020, 11:40
Frankfurt (Oder) (MOZ) Es sind wirtschaftliche Allianzen, die wahrscheinlich nur während der Corona-Krise zur Entfaltung kommen konnten. Am Donnerstag wurde den Städten Słubice und Frankfurt eine Spende von 40 000 Schutzmasken überreicht sowie viele Schutzanzüge. Wie OB René Wilke betonte, hat zwar der ganz große Nachfragedruck bei den Masken nachgelassen. Trotzdem werden sie immer noch dringend gebraucht. Die Spende wird mit Słubice geteilt.

Auch die stellvertretende Bürgermeisterin Adriana Dydyna-Marycka war bei der Übergabe der Masken dabei und seit mehr als zwei Monaten zum ersten Mal in Frankfurt gewesen. "Wir sind froh, dass wir auch auf der internationalen Landkarte als Doppelstadt erkannt werden", sagte sie. Ausdrücklich dankte René Wilke seinem Amtsvorgänger Martin Wilke. Der hatte die Maskenspende eingefädelt und auch die Abwicklung begleitet. Durch frühere Geschäftskontakte nach China ist es ihm gelungen, die Lieferung an die Oder zu leiten. Die Anhui Tiankan Group mit ihrem Chef Haibo Hu hatte in China gehört, wie auch Deutschland das Corona-Virus getroffen hat. Da Hu in Brandenburg studiert hat, wollte er dem Land, das er gut kennt, helfen. Martin Wilke stand mit ihm in Kontakt und hat den Vorschlag der Doppelstadt unterbreitet.

Eine ganze Reihe weiterer Unterstützer waren nötig, damit die Masken bei der Frankfurter Berufsfeuerwehr übergeben werden konnten. So brauchte es noch die Mercurius Group, die König Transport GmbH und schließlich auch noch die T&P Transport-Logistik-Service GmbH um die Masken vom Flughafen Tegel nach Frankfurt zu bringen.

Am Flughafen fehlte ein Papier

Am Flughafen wurde es noch einmal spannend, weil ein wichtiges Papier fehlte. "Trotzdem es in China durch die Zeitverschiebung schon mitten in der Nacht war, hat Haibo Hu das Papier umgehend gesendet", lobt Martin Wilke das unbürokratische Handeln. Der Hauptgeschäftsführer der chinesischen Handelskammer Wei Duan hofft, dass durch die guten Kontakte weitere Wirtschaftsbeziehungen auch in die Grenzregion gedeihen können. "Wir sollten mehr über die Menschen sprechen und nicht so viel über Politik", sagt er. Die Schutzmasken sollen Pflegeeinrichtungen erhalten sowie Mitarbeiter in der Stadtverwaltung und Feuerwehr,  so René Wilke. Rettungssanitäter und auch Feuerwehrleute benötigen sie, wenn sie zu Einsätzen fahren.

"Im Feuerwehrauto kann man den Mindestabstand nicht einhalten", stellt Burkhard Blasche, Abteilungsleiter Gefahrenvorbeugung und Rettungsdienst klar. Wenn einer erkrankt, muss die ganze Schicht in Quarantäne, so das Horrorszenario. Auch die Schutzanzüge werden gebraucht. Etwa, wenn in einem Pflegeheim das Virus ausbrechen sollte. Dann kann das Pflegepersonal nur noch in diesen Anzügen seine Arbeit verrichten.

Alles über das Coronavirus und seine Folgen für Brandenburg und Berlin in unserem Corona-Blog.

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