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Personalentwicklung
Wie die Verwaltung in Frankfurt (Oder) fit für die Zukunft gemacht werden soll

Oberbürgermeister René Wilke blickt aus dem Oderturm, in dem derzeit viele Mitarbeiter der Stadtverwaltung Frankfurt (Oder) untergebracht sind. Die Stadtverordneten haben jetzt das von ihm vorgelegte Personalentwicklungskonzept beschlossen.
Oberbürgermeister René Wilke blickt aus dem Oderturm, in dem derzeit viele Mitarbeiter der Stadtverwaltung Frankfurt (Oder) untergebracht sind. Die Stadtverordneten haben jetzt das von ihm vorgelegte Personalentwicklungskonzept beschlossen. © Foto: Heinz Köhler
Thomas Gutke / 29.06.2020, 18:10 Uhr - Aktualisiert 30.06.2020, 07:40
Frankfurt (Oder) (MOZ) Jünger, familienfreundlicher, digitaler und leistungsfähiger soll sie werden, die Stadtverwaltung der Zukunft in Frankfurt. Dafür haben die Stadtverordneten jetzt den Grundstein gelegt. In ihrer letzten Sitzung vor der Sommerpause stimmten sie der Fortschreibung des Personalentwicklungskonzeptes mehrheitlich zu.

Allerdings fiel die Entscheidung knapper aus als von Oberbürgermeister René Wilke erhofft. 22 Stadtvertreter stimmten für, 13 gegen das Strategiepapier – vor allem Teile der CDU und AfD. Hinzu kamen fünf  Enthaltungen.

Wilke verwies in der Debatte noch einmal auf den breiten Beteiligungsprozess in der Verwaltung. "Eine  Umfrage unter Mitarbeitern ist direkt in das Konzept mit eingeflossen", so der OB. Auch mit dem Personalrat habe man Einvernehmen herstellen können. Das Personalentwicklungskonzept sei nicht perfekt, "aber es führt uns auf den Weg, den wir dringend brauchen". Sämtliche Maßnahmen müssten unstrittig angegangen werden, "um ein bestmöglicher Dienstleister für die Bürger zu sein". Denn: Das Durchschnittsalter der Verwaltungsmitarbeiter liegt derzeit bei 48 Jahren, bis 2024 scheiden 13 Prozent der derzeit 938 Stadtbeschäftigten aus. Zugleich ist der Krankenstand überdurchschnittlich hoch, viele Stellen sind nicht besetzt. Die Stadtspitze will nun unter anderem mit Gesundheitsförderung, Mitarbeitergesprächen und Fortbildungen, schnelleren Ausschreibungsverfahren, mehr Auszubildenden sowie einer Strategie für mobiles Arbeiten gegensteuern.

Ingolf Schneider (AfD) erklärte, dass er sich ein Signal gewünscht hätte, "an welcher Stelle Personal eingespart werden kann" – wobei es im Personalentwicklungskonzept gar nicht um Stellenplanung geht. Robert Lange (CDU) erneuerte seine Forderung nach einer "tiefgehenden Analyse des bisherigen Konzeptes". Man müsse evaluieren, warum die Stadtspitze in den vergangenen Jahren die Verwaltung nicht zukunftsfähig habe aufstellen können. "Und ich erinnere daran, dass auch Sie bereits zwei Jahre im Amt sind", so Lange in Richtung OB. Er habe sich zudem konkretere Zielvorgaben erhofft als im Konzept beschrieben. Bodo Almert (Grüne) stellte sich hinter die Verwaltung: Man müsse endlich damit beginnen, Personal zu entwickeln. Das Konzept sei vielleicht kein großer Wurf, aber eine gute Grundlage.

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