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Neuer Platz
 für Gedenken 
gesucht

Anette Herold / 09.08.2011, 07:48 Uhr - Aktualisiert 09.08.2011, 08:07
Kunowice (In House) An diesem Freitag jährt sich sich zum 
252. Mal – die Schlacht bei Kunersdorf im Siebenjährigen Krieg. Unweit des heutigen Kunowice wird bis heute mit einem Gedenkstein an den bei dieser Schlacht tödlich verletzten Ewald von Kleist erinnert.

Für Krzysztof Wojciechowski, Verwaltungsdirektor des Collegium Polonicum und Mitorganisator der Nachstellung der Schlacht vor zwei Jahren, ist die Erinnerung an diesen Kleist damit viel zu wenig präsent. Er wünscht sich einen neuen Ort des Gedenkens, näher an Slubice unweit der Sonderwirtschaftszone. Und es bestünden gute Chancen, dass der von Wojciechowski geplante Gedenkpavillon auch mehr Aufmerksamkeit erregt als der Stein, dessen Gedenkplatte überdies vor längerer Zeit gestohlen wurde: Der Pavillon soll auf einer Anhöhe entstehen, 
also gut sichtbar von der Straße und der Bahnlinie. Das Problem: In der Stadt Slubice ist man zwar durchaus offen für diese Idee. Finanzielle Mittel stehen dafür derzeit aber nicht zur Verfügung. Wojciechowski hofft nun auf andere Geldquellen.

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Grete Maurer 10.08.2011 - 19:15:30

Falschmeldung: "Der Stein, dessen Gedenkplatte vor längerer Zeit gestohlen wurde"

Die Gedenkplatte Nr. 1 und Nr. 2 wurden nicht gestohlen, sondern direkt vor Ort mit massiver Gewalt zerstört. Die Reste der ersten Gedenkplatte (aus Marmor) fand man bereits Monate nach der Aufstellung des Steines (1999) im Gelände verstreut. Ein paar Jahre später ließ die Slubicer Stadtverwaltung eine zweite Tafel anfertigen: aus Plastik. Auch diese Tafel befand sich nur wenige Monate am Stein, dann konnte man die Reste der Plastiktafel rund um den Stein suchen und finden. Wer ist verantwortlich für die Zerstörung der beiden Gedenktafeln? Wer ist verantwortlich für den Diebstahl des Kleiststeins 2006? In dieser Geschichte spiegelt sich das gebrochene Verhältnis der Täter zum historischen Erbe dieser mitteleuropäischen Kultur-Landschaft und die Frage, wo deutsche Kultur endet und wo polnische Kultur beginnt und wo sie sich überschneiden.

Roland Totzauer 10.08.2011 - 09:16:39

Ergänzung Nr. 3

Zur Geschichte des Kleiststeins bei Kunowice gehören auch zwei MOZ-Artikel: Am 21.10.2006 berichtete die MOZ unter der Überschrift "Kleist-Stein wieder aufgestellt" über den Diebstahl des Steins im Sommer 2006 und die wundersame Wiederaufstellung im Herbst 2006. Am 25.10.2006 berichtete die MOZ unter der Überschrift "Frankfurt wartet auf Sanierung" über das Verschwinden und das Wiederauftauchen des Kleiststeins. Die Slubicer Seite hatte damals mitgeteilt, dass er angeblich saniert werden sollte. Aber jeder, der den Stein damals genau kannte, sah sofort, dass sich am Stein nichts verändert hatte. Möglicherweise war er damals einfach nur gestohlen worden. Durch den öffentlichen Druck, den wir mit Hilfe der Presse (MOZ+Oderlandspiegel) und per Email mit erzeugten, stand der Kleiststein im Herbst 2006 plötzlich wieder an seinem Platz bzw. einen Meter daneben. Dort steht er noch heute und wartet auf seine "Sanierung".

Roland Totzauer 09.08.2011 - 18:21:02

@ROESSLGAENGER

Bitte besorgen Sie sich die MOZ vom den 22.10.2005. Vorher sollten Sie aber die MOZ vom 22.09.2005 lesen. Überhaupt empfehle ich die MOZ-Jahrgänge aus dem September und Oktober 2005, als die kommende Tram-Abstimmung dort ihre Spuren hinterließ. Im Gegensatz zu Ihnen, Herr "ROESSLGAENGER", habe ich mir seit damals ein kleines MOZ-Artikel-Archiv angelegt. Wer sich die Mühe macht, die damaligen MOZ-Veröffentlichungen heute zu lesen, wird merkwürdige Zusammenhänge erkennen, die ein Unwissender wie Herr "ROESSLGAENGER" leichtfertig als "Verschwörungstheorie" diskreditiert. Interessenpolitik ist es, die Geschichte schreibt und ihre Spuren hinterläßt, z.B. in Medien und Internet ...

bürger 09.08.2011 - 18:06:06

@roesslgaenger

..und wir wissen alle, dass sie in der stadtverwaltung arbeiten und die "fördermittelpolitik" nach ihrem gusto gestalten-hoffentlich möchten.

ROESSLGAENGER 09.08.2011 - 17:53:43

@ Totzauer

Nun lassen Sie mal die Kirche im Dorf, das sind ja abenteuerliche Verschwörungstheorien, die Sie uns hier anbieten. Ursprüngliche Planung war, den Wiederaufbau des Bollfrashauses und des Kleistturm gemeinsam fördern zu lassen, was gar nicht schlecht wäre. Das man den Stein mehr herausstellt und die Verbindung dorhin verbessert o.k. Nur hat das alles nichts mit der geplanten Straßenbahn nach Slubice zu tun. Wir wissen alle, dass sie diese um jeden Preis verhindern wollen, aber das gehört ja wohl hier nicht her.

Marek 09.08.2011 - 14:15:57

So ist das,

wenn man sich Freundschaft erkaufen will. IgittIgitt

Roland Totzauer 09.08.2011 - 11:36:43

Kleist-Turm und Kleist-Gedenken

Der beste Platz für Gedenken und Erinnern an Ewald von Kleist und an die Schlacht von 1759 wäre dort, wo bis 1945 der Kleistturm stand: auf den Laudonbergen hinterm jetzigen Slubicer Stadion. Ich erinnere daran, dass die MOZ über die Pläne zum Wiederaufbau des Kleistturm in einem großen Artikel am Sonnabend, den 22.10.2005 berichtete. Der ehemalige Slubicer Bürgermeister Bodziacki kündigte damals an, als "Gegenleistung" für die Zustimmung der Frankfurter zur grenzüberschreitenden Straßenbahn den Kleistturm wieder aufbauen zu wollen. Natürlich haben die meisten Frankfurter diese Aktion als Bestechungsaktion durchschaut und ließen sich nicht durch dieses "Propagandamanöver" beeinflussen. Herrn Krzysztof Wojciechowski empfehle ich, sich noch einmal mit den damaligen Vorgängen zu befassen, ohne an die Propaganda-Aktion von Herrn Bodziacki anzuknüpfen. Seriöse Nachbarschaft ist, wenn man seine eigenen Möglichkeiten real einschätzen kann und nur das verspricht, was man auch einhalten bzw. erfüllen kann. Wir Frankfurter reagieren in der Mehrhheit sehr allergisch gegen Propaganda und Aktionismus. Mein Vorschlag: Slubice kümmert sich darum, dass der jetzige Kleiststein bei Kunowice und das naheliegende ehemalige Schlachtfeld über die Nebenstraße "Sportowa" erreichbar ist. Dazu braucht man nur einige LKW-Ladungen Schotter und Kies sowie Interesse an lokaler Geschichte und der damit einhergehenden Tourismusförderung. Leider ist Slubice davon noch meilenweit entfernt. In einem Brief an den Slubicer Bürgermeister Tomasz Ciszewicz schlug ich ihm vor, den Zugang zum Kleiststein strassenbaumäßig zu verbessern. Es gab aus dem Slubicer Rathaus nie eine Reaktion: Auch eine Erfahrung mit dem offiziellen Slubice und wenig ermutigend. Herrn Krzysztof Wojciechowski wünsche ich viel Erfolg. Am 05./06. April 2011 schrieb ich diesen Brief an Herrn Tomasz Ciszewicz, Bürgermeister von Slubice, auf den es bisher keine Reaktion gab: http://www.rotofo.de/artikel/a_110405slubice.htm Vielleicht kann die MOZ mal in Slubice nachfragen, warum man dort auf meinen Vorschlag nicht reagiert und was aus dem neuen Kleistradweg in Slubice wird?

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