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Prominente Gäste aus Berlin reisten zur Wiedereinweihung des Schöpferdenkmals an

Ururur-Neffe Lennés kam zur Einweihung

Zufrieden: Peter Lenné, Ururur-Neffe von Peter Joseph Lenné, und Ehefrau Heidi freuten sich Sonnabend über das sanierte Schöpferdenkmal.
Zufrieden: Peter Lenné, Ururur-Neffe von Peter Joseph Lenné, und Ehefrau Heidi freuten sich Sonnabend über das sanierte Schöpferdenkmal. © Foto: MOZ/Jörg Kotterba
Jörg Kotterba / 26.09.2011, 07:40 Uhr
Frankfurt (Oder) (MOZ) Fünf Tage vor dem 222. Geburtstag von Joseph Peter Lenné wurde am Sonnabend das Schöpferdenkmal am Rande des Lennéparks wiedereingeweiht. Nicht nur der Sandstein-Obelisk und die Granitblöcke mit den Namenszügen der wichtigsten Erbauer des Lennéparkes erstrahlen wieder in alter Pracht. Das gesamte Umfeld wurde denkmalpflegerisch saniert.

Nichts gedeiht ohne Pflege; und die vortrefflichsten Dinge verlieren durch unzweckmäßige Behandlung ihren Wert. Sagte einst Peter Joseph Lenné (1789–1866). Diese Weisheit brachte Sonnabend der Berliner Peter Lenné, Ururur-Neffe des großen Gartenbau-Architekten, nach Frankfurt. Der Kuratoriumsvorsitzende der Lenné-Akademie kam mit Ehefrau Heidi. Und brachte mehr als 30 Mitglieder der Berliner Kellerrunde – ein renommierter Akademikerkreis um Staatssekretär a.D. Gerhard Naulin – in den Lennépark mit. „Ich bin begeistert, wie sich der Park in den zurückliegenden Jahren verändert hat“, lobte Lenné. Vor acht Jahren hätte hier an der Oder seine Lenné-Akademie – ein Zusammenschluss von Freunden und Förderern des Gartenbaus und der Gartenkultur vornehmlich aus Berlin und Brandenburg – getagt. „Damals gab es noch Visionen, wie sich der Park im Sinne Lennés verändern kann. Aber ich spürte hier schon 2003 dieses notwendige Selbstbewusstsein der Frankfurter, es anpacken zu wollen. Nun ist diese Anhöhe im Park mit seinem Schöpferdenkmal zu einem Kleinod geworden. Ein schöneres Geburtstagsgeschenk hätte man Joseph Peter Lenné wirklich nicht machen können.“

Zur kleinen Feierstunde Samstag um 10 Uhr hatte Markus Derling, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bauen, Umweltschutz und Kultur, an das 1886/87 errichtete Denkmal eingeladen. Es erinnert an jene Bürger um Lenné, die sich damals in der zehnjährigen Bauzeit um den Park verdient gemacht hatten. Das Erinnerungsdenkmal wurde auf Initiative des Verschönerungsvereins errichtet

Derling dankte allen Frankfurtern, Sponsoren und Fördern. Die Feierstunde hier sei der Abschluss der diesjährigen Gemeinschaftsaktion der Stadt Frankfurt, von Sonnenhof-Reisen und der Deutschen Bank, die damit an ihren Ausgangspunkt – das Schöpferdenkmal – zurückkehrte. Insgesamt 5790,05 Euro wären in diesem Jahr zur Erhaltung und Sanierung dieses einzigartigen Natur- und Kulturgutes im Herzen der Stadt zusammengekommen. Seit Beginn der Aktion spendeten die Frankfurter und deren Gäste mehr als ?20 000 Euro.

Das Schöpferdenkmal erinnert an jene Bürger um Lenné, die sich damals in der zehnjährigen Bauzeit um den Park verdient gemacht hatten. Zu sehen sind gegenüber dem Lienaupark und dem Haus Halbe Stadt 29 unregelmäßig aufgetürmte Granitblöcke, in denen die Namen der verdienstvollen Männer eingemeißelt wurden. Genannt werden unter anderem der Apotheker Johannes Nicolaus Buek, ein weit über die Stadtgrenzen hin-?aus bekannter Botaniker; Johann Gottlob Lehmann war von 1817 bis ’37 Oberbürgermeister und engagierte sich seit seinem Amtsantritt für die Umgestaltung der Wallanlagen; Michael Lienau war Stadtrat und holte Lenné kurzfristig nach Frankfurt.

Gepflanzt wurden um den optischen Mittelpunkt, dem 3,30 Meter hohen Sandstein-Obelisk mit der Inschrift „Den Schöpfern dieser Anlage“, zehn Platanen. Außerdem sind zwei Bänke zum Verweilen aufgestellt. Auch ein Papierkorb fehlt nicht.

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