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DRK würdigt langjährige Blutspender mit großem Festessen im Fürstenwalder Haus am Spreebogen

Lieber Blut spenden als Blutegel

Erinnerungsfoto: Langjährige Blutspender wurden vom DRK mit einem Festessen im Haus am Spreebogen belohnt. Einige von ihnen gehen seit mehr als 30 Jahren zur Spende.
Erinnerungsfoto: Langjährige Blutspender wurden vom DRK mit einem Festessen im Haus am Spreebogen belohnt. Einige von ihnen gehen seit mehr als 30 Jahren zur Spende. © Foto: Henriette Brendler
Henriette Brendler / 26.05.2015, 05:28 Uhr
Fürstenwalde (MOZ) Ein besonderes Jubiläum haben am Freitagabend 15 Frauen und Männer aus Fürstenwalde, Erkner und Umgebung im Haus am Spreebogen gefeiert. Sie wurden vom Deutschen Roten Kreuz mit einer festlichen Veranstaltung belohnt, weil sie bereits 50 oder 75 Mal Blut gespendet haben.

Eine stilvoll gedeckte Tafel, kleine Präsente, ein üppiges Buffet und Live-Musik - der DRK-Blutspendedienst hatte keine Kosten und Mühen gescheut, um seinen treuen Blutspendern einen schönen Abend zu bieten. "Es soll eine Geste der Dankbarkeit sein, für das Engagement, das unsere Spender seit Jahren zeigen", sagte Ines Rein, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit beim DRK-Blutspendedienst Nord-Ost. Schifffahrten, Ausflüge oder Festessen für langjährige Spender würden in allen Kreisen einmal jährlich ausgerichtet.

"Im Bereich Fürstenwalde sind wir mit der Spendenbereitschaft zufrieden. Das hat sich über die Jahre gut eingepegelt", so Ines Rein. Engpässe gebe es selten. Schwierig sei die Lage nur im zeitigen Frühjahr geworden, da zu dieser Zeit viele Leute an hartnäckigen Infekten oder Grippe erkrankt seien. "Und wer krank ist, darf nicht zur Blutspende gehen", so die DRK-Referentin. Gesunde Frauen könnten vier Mal innerhalb von zwölf Monaten spenden, Männer bis zu sechs Mal.

Die Beweggründe für eine regelmäßige Blutspende sind indessen vielfältig. Stamm-Spender Reinhard Winkler erinnert sich noch genau an sein erstes Mal vor 28 Jahren: "Nachdem ich Ausschlag im Gesicht hatte, der trotz Antibiotika-Behandlung nicht wegging, hat mir meine Frau - sie ist Heilpraktikerin - den Vorschlag gemacht, Blutegel mitzubringen. Das wollte ich nicht und bin lieber zum Blutspende-Bus nach Rudow gegangen", erzählt der 63-Jährige aus Königs Wusterhausen.

Er sei damals sehr aufgeregt gewesen. Und dann habe es auch noch eine Panne gegeben, denn bei dem Einstich seien Nerven getroffen worden. "Erst nach sechs Wochen ist die taube Stelle am Arm verschwunden. Den Ausschlag habe ich aber nie wieder bekommen und auch keine schlechten Erfahrungen mehr gemacht", fügt Winkler hinzu, der in Erkner zur Blutspende geht. Mittlerweile kommt er auf mehr als 75 Blutspenden. "Die 100 schaffe ich noch", ist er sich sicher.

Seit rund 30 Jahren gehört auch Helga Wolff zu den regelmäßigen Blutspendern. "Ich bin sehr sozial eingestellt und möchte mit meinem Blut anderen helfen. Außerdem bringt Blut spenden den Kreislauf in Schwung und hat einen positiven Effekt für die Gesundheit", so die 60-Jährige. So wie ein Großteil der Blutspender erwartet auch die Erkneranerin keine Gegenleistung für ihr Engagement. "Es ist dennoch schön, dass wir durch diese Festveranstaltung Anerkennung erfahren", sagt sie.

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