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Oranienburg gestaltet Bahnhofsplatz neu

So könnte der neue Oranienburger Bahnhofsplatz aussehen.
So könnte der neue Oranienburger Bahnhofsplatz aussehen. © Foto: Stadtverwaltung
Friedhelm Brennecke / 23.04.2016, 06:50 Uhr
Oranienburg (OGA) Immer mehr Menschen nutzen den Oranienburger Bahnhof. Doch sein Umfeld entspricht längst nicht mehr den Bedürfnissen der An- und Abreisenden. Defizite überwiegen, Stellplätze für Fahrräder und Autos reichen nicht aus. Die Bushaltestellen werden modernen Anforderungen nicht gerecht.

Schon lange plant die Stadt Oranienburg, die Mängel durch eine Umgestaltung der Platzsituation abzustellen. Wie das Bahnhofsumfeld auf der westlichen Seite, also an der Stralsunder Straße, aufgewertet werden kann und für alle Nutzer bessere Bedingungen ermöglicht, das stellten die Verwaltung und die Gruppe Planwerk in einer Informationsveranstaltung im Runge-Gymnasium vor. Gut 30 Einwohner waren dazu gekommen.

Siegfried Reibetanz von Planwerk sagte, dass es wegen der nur begrenzten Platzverhältnisse auf der westlichen Bahnhofsseite eine große Herausforderung sei, alle unterschiedlichen Interessen unter einen Hut zu bringen. Klar ist allen Beteiligten, dass zunächst mehr Plätze für Fahrräder her müssen. Zurzeit gibt es dort 366 reguläre Abstellmöglichkeiten. Zu Spitzenzeiten werden aber fast doppelt so viele Räder rund um den Bahnhof geparkt.

Abhilfe - das ist schon länger Konsens - soll ein Fahrradparkhaus schaffen. "Mehrere Optionen wurden untersucht. Wir haben inzwischen aber eine klare Vorzugsvariante", so Reibetanz. Das ist ein überdachtes zweigeschossiges Gebäude, das mit einer Länge von rund 80 Metern bis zur Krebststraße reicht. Es bietet Platz für 1 056 Fahrräder. Das untere Geschoss auf dem Gehweg am Bahndamm ist offen. Das obere Geschoss ragt in den Bahndamm hinein. Radler erreichen diese Etage über zwei Treppen-Rampen. Von dort ist der direkte Zugang zum S-Bahngleis möglich. Ein barrierefreies WC soll in der Anlage außerdem entstehen. "Wir setzen beim Fahrradparkhaus auf Transparenz, sodass auch die obere Etage öffentlich einsehbar ist", sagte Reibetanz.

Die neuen überdachten Bushaltestellen werden auf der nördlichen Bahnhofsseite entstehen mit einer Doppelhaltstelle, sodass das Umsteigen von einer Buslinie zu einer anderen leichter und vor allem sicherer wird. Vor dem Busbereich erhalten auch Taxis künftig ihre Stellplätze. Die Planer gehen davon aus, dass durch das Verschieben der Bushaltestellen schon ein Mehr an Sicherheit erreicht wird.

Eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 20 soll zukünftig für noch mehr Beruhigung auf dem stark frequentierten Bahnhofsvorfeld sorgen. Der Platz direkt vor dem Bahnhofsgebäude bleibt zukünftig allein Fußgängern vorbehalten. Eine Infosäule soll den Reisenden dort die Orientierung erleichtern. Der unübersichtliche Schilderwald, der dort derzeit steht, wird verschwinden. Auch die Grünanlagen vor der Post und dem alten Runge-Gymnasium erhalten eine Frischzellenkur und sollen den Aufenthalt dort angenehmer machen.

Fördermittel sind der Stadt für die geplanten Maßnahmen zugesagt worden. Im Herbst wird höchstwahrscheinlich bereits mit dem Bau des Fahrradparkhauses begonnen werden. "Wir bleiben mit der Deutschen Bahn weiter im Gespräch, um eines Tages auch noch einen Süd-Zugang zu den Bahnsteigen zu realisieren", sagte Baustadtrat Frank Oltersdorf (SPD). Das würde den Nutzern des P&R-Platzes an der südlichen Seite der Stralsunder Straße nur entgegenkommen. Dort, genauer gesagt an der Ecke Lindenstraße, wird noch ein Parkhaus mit rund 350 weiteren Stellplätzen für Autos gebaut. Damit könnte im kommenden Jahr begonnen werden.

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