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Gedenkfeier in voll besetztem Dom

Voll besetztes Gotteshaus: die prominenten Teilnehmer der Gedenkfeier in der ersten Reihe, angeführt von Ministerpräsident Dietmar Woidke (rechts)
Voll besetztes Gotteshaus: die prominenten Teilnehmer der Gedenkfeier in der ersten Reihe, angeführt von Ministerpräsident Dietmar Woidke (rechts) © Foto: MOZ/Bernhard Schwiete
Bernhard Schwiete / 27.03.2017, 06:36 Uhr
Fürstenwalde (MOZ) Knapp einen Monat ist das Unglück bereits her, doch die Anteilnahme war noch einmal groß: Vor allem viele Polizeibeamte, aber auch andere Gäste kamen am Sonnabend zu einer Gedenkfeier für die bei Oegeln getöteten Polizisten in den Fürstenwalder Dom. Bis in die hintersten Stuhlreihen war das Gotteshaus besetzt. Zahlreiche Gäste nutzten dabei auch die Gelegenheit, sich in die ausliegenden Kondolenzbücher für die beiden Opfer, die in Pfaffendorf und Schernsdorf wohnten, einzutragen.

Ministerpräsident Dietmar Woidke sprach in seiner Rede von "einer der dunkelsten Stunden seiner Amtszeit", als er am 28. Februar von der "skrupellosen und sinnlosen Tat" erfuhr. Er erinnerte außerdem auch an das dritte Todesopfer des mutmaßlichen Täters Jan G., dessen Großmutter. "Ich bin nach wie vor zutiefst erschüttert", sagte Woidke. Gleichzeitig beklagte er eine "zunehmende Verrohung" von Straftätern, auf die man reagieren müsse - in Form eines besseren Schutzes für Polizisten. Und er mahnte einen respektvolleren Umgang mit den Beamten an. "Das darf nicht nur gelten, wenn sie angegriffen werden. Das muss immer gelten", sagte er.

Die Predigt im Rahmen der einstündigen ökumenischen Gedenkfeier, die auch von Pater Theo Wenzel von der katholischen Gemeinde in Fürstenwalde mitgestaltet wurde, hielt der evangelische Landesbischof Markus Dröge. Der oberste Geistliche der Protestanten in Brandenburg und Berlin dachte ebenso wie Woidke an die Kollegen der Todesopfer. "Ich möchte allen Polizistinnen und Polizisten von Herzen sagen: Wir brauchen Sie, ohne Sie wäre dieses Land ein anderes Land", sagte er. "Sie sorgen mit Ihrem Dienst dafür, dass wir uns als Bürger sicher fühlen können und dass wir in einer freien Gesellschaft leben können."

Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung vom Landespolizeiorchester.

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