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In der Bad Saarower Erstunterkunft wurden rund 80 Gäste mit landestypischen Speisen verköstigt

Geflüchtete kochen für ihre Nachbarn

Interessiert: Sigrid Papst und Klaus Hamberger (2. u. 3. v. l.) wollen wissen, was der Name "Aschreschte" des iranischen Gerichtes bedeutet. Rehan Tariq (4. v. l.) organisierte den Abend.
Interessiert: Sigrid Papst und Klaus Hamberger (2. u. 3. v. l.) wollen wissen, was der Name "Aschreschte" des iranischen Gerichtes bedeutet. Rehan Tariq (4. v. l.) organisierte den Abend. © Foto: Elke Lang
Elke Lang / 10.04.2017, 06:43 Uhr
Bad Saarow (MOZ) Ein großes Buffet, reich gedeckt mit vollen Schüsseln und Tellern, wartete am Freitagabend in der von der Caritas betriebenen Bad Saarower Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete auf seine Gäste. Rund 60 Einladungen hatten die freiwilligen Helfer Marianne Hesse und Robert Hofberger sowie der Pakistaner Rehan Tariq ihren Nachbarn auf dem Karl-Marx-Damm in die Briefkästen gesteckt. Dazu wurden noch rund zehn Mitglieder der Kirchengemeinde mit Pfarrerin Anemone Bekemeier und weitere ehrenamtlich für die Geflüchteten Tätige erwartet. "Wir haben das erste Mal unsere Nachbarn zu einem gemeinsamen Abendessen eingeladen", erzählte Maria Gottschalk, die hier als Sozialarbeiterin tätig ist. Auf sie geht die Idee dieses "Welcome-Dinners mit landestypischen Speisen der Bewohner" zurück.

Das Heim ist am 1. November vorigen Jahres eröffnet worden. Die meisten der rund 70 Bewohner der Erstunterkunft aus Syrien, Afghanistan, Pakistan, dem Iran, Somalia, Kenia und Eritrea sind noch hier und bilden zusammen eine große Familie. Fünfzehn von ihnen haben sich nun als Köche bewährt. "Mindestens vierzig weitere haben geholfen", freute sich Rehan Tariq, der die Hauptlast der Organisation übernommen hatte. Rund 80 Gäste mussten versorgt werden mit Gerichten, die nicht nur fantastisch anmutende Namen trugen, wie Khask Babemian (Iran), Mokimo (Kenia) und Kabuli Pulao (Afghanistan), sondern auch ebenso schmeckten.

Ingrid Hartmann und Astrid Böger waren "gespannt auf das leckere Essen" und wurden nicht enttäuscht. Ingrid Hartmann aber war vor allem deshalb hier, "um andere Kulturen kennenzulernen und zu sehen, ob noch Hilfe gebraucht wird". Auch für Astrid Böger, die sich mit Migrationsprogrammen beschäftigt, stand der Austausch mit den Bewohnern im Vordergrund. Ihr kommt es darauf an, "zu helfen, dass Integration besser stattfinden kann", wie sie erzählte.

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Geflüchtete Khask Babemian Buffet Maria Gottschalk Hofberger

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