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Amt Scharmützelsee hat Zaun abgebaut / Für umfangreichen Badebetrieb fehlen aber Toiletten und Mülleimer

Liegewiese am Petersdorfer See wieder offen

Wieder zugänglich: Die Liegewiese am Peterdorfer See lädt zum Entspannen ein. Dabei kann natürlich auch ins Wasser gesprungen werden.
Wieder zugänglich: Die Liegewiese am Peterdorfer See lädt zum Entspannen ein. Dabei kann natürlich auch ins Wasser gesprungen werden. © Foto: MOZ/Anke Beißer
Anke Beißer und Bernhard Schwie / 08.08.2017, 19:26 Uhr
Petersdorf bei Bad Saarow (MOZ) Die Liegewiese am Petersdorfer See, die zum einstigen öffentlichen Seebad Petersdorf gehört hat, ist nach Jahren erstmals wieder frei zugänglich. Der Zaun würde kürzlich entfernt. Das hat Simone Tannhäuser, Leiterin des Bau- und Liegenschaftsamtes in der Amtsverwaltung Scharmützelsee, auf Nachfrage bestätigt.

"Die Gemeinde Bad Saarow ist Eigentümerin der Grünfläche, nicht aber des Sees", bekräftigte sie. Deshalb sei das Amt zwar nicht für den See zuständig, baden gehen dürfe dort jedoch jeder. Was das Antlitz der Wiese anbelangt, so kümmere sich das Amt um die Mäharbeiten. Allerdings: Müllkörbe waren in der Vorwoche nicht zu sehen, so dass der Unrat - von vergessenen Badeschlüpfern über Flaschen bis hin zu Essensresten - den vermeintlich idyllischen Eindruck trübte.

Auf der Wiese werde es auch künftig weder einen Verkaufsstand noch Sanitäranlagen geben, weil es eben offiziell keine Badestelle ist. Der See befindet sich auch nicht mehr in der Liste der Gewässer, die vom Landkreis Oder-Spree auf ihre Wasserqualität hin beprobt werden.

Dem Privateigentümer des Petersdorfer See, Nils-Uwe Schröder, war die Nachricht vom abgebauten Zaun am Dienstag nach eigener Aussage neu. Die Liegewiese zum Baden zu öffnen, hält er für "unverantwortlich" angesichts fehlender sanitärer Anlagen. "Ohne Toiletten sind die hygienischen Voraussetzungen für einen Badebetrieb nicht gegeben", sagte er. Zudem habe die Amtsverwaltung durch den Abbau des Zaunes eine Zuwegung zu einem Privatgrundstück geschaffen. Rechtlich könne er dies jedoch spontan nicht beurteilen.

Die Gegebenheiten der Liegewiese sind kompliziert. Denn die Gemeinde besitzt genau genommen nur einen Teil der Grünfläche. Der an das Wasser angrenzende Streifen hingegen gehört zum Grundstück des Sees - und damit Schröder, der auf der anderen Seite des Gewässers, an der Ortsdurchfahrt, den Wake-Park und das derzeit wegen Renovierung geschlossene Restaurant Seeschloss betreibt.

Verhandlungen zwischen der Gemeinde und Schröder über einen offiziellen Betrieb des Strandbades scheiterten vor Jahren und wurden nie wieder aufgenommen. Die Gemeinde ließ daraufhin nicht mehr genutzte, sanierungsbedürftige Gebäude auf der Wiese abreißen. Später zeigte die Stadt Fürstenwalde über ihren Eigenbetrieb Sport- und Freizeitanlagen Interesse am Petersdorfer Bad, doch auch diese Gespräche mit Schröder führten nicht zu einem Übereinkommen.

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