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Kreis-Archiv in ehemaliger Odersun-Halle öffnet im November / Umbauarbeiten gehen weiter

10000 Meter Akten ziehen ein

Annemarie Diehr / 12.10.2017, 20:42 Uhr
Fürstenwalde (MOZ) Kartons voller Akten stapeln sich in einer der beiden ehemaligen Odersun-Hallen in Fürstenwalde. Dort zieht das Archiv-, Lese- und Medienzentrum (ALM) des Landkreises Oder-Spree ein. Ab November können auch Besucher an der Halle klingeln.

Auf Knopfdruck schiebt sich das drei Meter hohe Regal zur Seite. Geräuschlos gibt es den Blick frei auf hellgraue Quader. "Die Akten lagern in säurefreien Pappkartons", erklärt Marina Aurich. An die neue Technik muss sie sich noch gewöhnen; das, was in den Regalen lagert, ist der Leiterin des Archiv-, Lese- und Medienzentrum (ALM) derweil vertraut.

An fünf verschiedenen Standorten in Fürstenwalde, Beeskow und Eisenhüttenstadt lagerten bisher die Verwaltungsakten des Landkreises, das historische Archiv von Städten und Kommunen und die Kreisergänzungsbibliothek. Seit August ziehen die Bestände nach und nach in die kleinere der beiden umgebauten Odersun-Hallen in der Lise-Meitner-Straße um. "Etwa 10000 laufende Meter Medien werden es am Ende sein", sagt Marina Aurich. Jetzt fehlen nur noch die Akten aus dem Bauordnungsamt: 100 Paletten mit Kartons, die Mitarbeiter der Umzugsfirma und des ALM in die Rollregale räumen.

Als logistische Meisterleistung beschreibt Marina Aurich, was sie und ihre 18 Kollegen in den letzten Monaten erledigt haben. Die Belohnung: ein modernes Archiv auf zwei Etagen, wo einst Solartechnik hergestellt wurde. Umgebaut wurden auch die Büros an einer der Längsseiten der mehr als 7000 Quadratmeter großen Halle. Chemisch riecht es in den durch eingezogene Wände verkleinerten Büros, auf hellen Akazienholztischen stehen neue Computer. Jeden Morgen, sagt die Archivleiterin, öffne sie die Fenster in den Büros, auch im Benutzer- und Schulungsraum, um den Geruch zu vertreiben.

Wenn alles eingeräumt und der Brandschutz durch einen Sachverständigen überprüft ist, öffnet das ALM im November für Besucher. Sie müssen klingeln, um in historischen Stadtakten oder Luther-Bibeln zu blättern. "Vom Bahnhof Süd kommt man gut hierher", sagt Marina Aurich. Gewöhnungsbedürftig sei nur, dass ein Wachschutz die Zufahrt zum Gelände kontrolliert, weil die Bauarbeiten in der anderen Halle noch nicht abgeschlossen sind. Deren Inbetriebnahme durch das Feuerwehr- und Katastrophenschutztechnische Zentrum ziehe sich laut Kreis-Sprecher Mario Behnke bis Frühjahr 2018 hin. Und ob die Lise-Meitner-Straße eine Bushaltestelle bekommt, darüber verhandeln Landkreis, Busverkehr Oder-Spree und Stadt noch immer.

Ein Bus hält künftig tatsächlich am ALM: Die Fahrbibliothek bekommt in einem Teil der Halle eine Garage. Noch wird dort der Bodenbelag aufgetragen. "Die Hausmeister des Landkreises haben ihre Büros auch hier", so die Archivleiterin. Einer von ihnen schraubt im Archiv die letzten Regale zusammen.

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