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Jazz Band Ball im Bürgerhaus Fürstenwalder Hof / Lob für Mischung aus Konzert und Tanzveranstaltung

Jazzball
Kanapees zu Modern Jazz

 Für die passende Musik zum Tanzen sorgte am Sonnabend beim Jazz Band Ball im Bürgerhaus Fürstenwalder Hof Joe's Bigband - unter der Leitung von Namensgeber Joachim "Joe" Seiler. Der weibliche Gesangspart übernahm Lisa Marrold
Für die passende Musik zum Tanzen sorgte am Sonnabend beim Jazz Band Ball im Bürgerhaus Fürstenwalder Hof Joe's Bigband - unter der Leitung von Namensgeber Joachim "Joe" Seiler. Der weibliche Gesangspart übernahm Lisa Marrold © Foto: MOZ/Anke Beißer
Anke Beißer / 29.10.2017, 21:42 Uhr
Fürstenwalde (MOZ) Mit dem Jazz Band Ball im Bürgerhaus Fürstenwalder Hof wurde am Sonnabend die 16. Auflage der Jazz Tage eröffnet. Die Mischung aus Konzert und Tanzveranstaltung kam beim Publikum gut an. Großes Lob fand die Vielfalt - neben Bewährtem wurden auch neue Akzente gesetzt.

Beim flüchtigen Hinschauen wird der Sängerin Lisa Marrold der Blick in den Saal wie ein Dejavue vorgekommen sein. Seit viel Jahren tritt sie als weiblicher Gesangspart mit Joe's Bigband auf und steht damit auch alljährlich beim Jazz Band Ball auf der Bühne. Viele der Gesichter im Saal kennt sie, kommt doch ein Großteil der Gäste immer wieder gern zu der Auftaktveranstaltung der Fürstenwalder Jazz Tage, organisiert vom Fürstenwalder Kulturverein, in das Bürgerhaus. Aber, so stellte sie am Sonnabend in einer Auftrittspause fest, diese Konstante ist nichts Schlechtes. "Es ist sehr familiär hier, immer der gleiche Veranstalter mit einer super Künstlerbetreuung, immer der gleiche Sound." Auch ihr männliches Pendant, Jörn Kriehmig, sieht das so. In diesem Jahr sei aber etwas anders. "Die Vielfalt der Generationen ist uns aufgefallen." Es sei sehr schön zu sehen, wie jüngere und ältere Paare zur gleichen Musik tanzen.

Diese ist sehr facettenreich. Ob Swing, ob Blues, ob adaptierte Walzerklänge, ob Titel von Glenn Miller, Paul Anka, Shirley Bassey oder Roger Cicero - kaum lässt die Bigband die ersten Töne erklingen, füllt sich die Tanzfläche. Auf der versuchen auch Tatjana Wudi und Holger Kasinski ihre Kreise zu drehen. "Das ist manchmal gar nicht so einfach, weil nicht viel Platz ist und sich einige nur wenig im Raum bewegen", sagt der Fürstenwalder. "Es macht trotzdem Spaß, keine Frage." Die Zwei hat nicht der Jazz gelockt, sondern die Gelegenheit ihre Kenntnisse in Gesellschaftstanz - Standard- und Latein - anzuwenden. "Wir gehören bei der BSG Pneumant in der Sektion Tanzen an, tanzen Standard und Latein." Ein befreundetes Paar hatte von dem Ball erzählt und die beiden begeistern können. Für die Neulinge wurde es ein gelungener Abend.

Sehr zufrieden trat auch Albrecht Gündel vom Hofe die Heimfahrt nach Berlin an. Der 60-Jährige saß zu Beginn des Abends, als dem Publikum Hühnchen im Speckmantel, Kürbissüppchen und ein paar Kanapees serviert wurden, am Klavier. Sein Freund und Musikerkollege Nico Lohmann hatte ihm den Auftritt aus Duo vorgeschlagen. Saxophonist Lohmann, 41, hatte von 1986 bis 1998 an der Fürstenwalder Musikschule Unterricht genommen und ist seit vielen Jahren Mitglied in Joe's Bigband. Mit dem Pianisten verbinden ihn andere Projekte und es entstand die Idee, gemeinsam aufzutreten und jeweils Kompositionen des anderen zu spielen. So bekam das Publikum ein Stunde Modern Jazz zu hören, der durchaus in Ohr ging und zu wippenden Köpfen und Beinen führte. Gündel vom Hofe lebt, anders als Lohmann, der an der Musikschule unterrichtet, nicht von der Kunst. Er ist Mathematikdozent an der Technischen Universität Berlin. "Der Jazz hat mich dazu gebracht, in den Vorlesungen mehr zu improvisieren und hilft mit so in meiner Wissenschaft."

Nach dem Auftakt geht es nun am 10., 11. und 12. November mit Jazz in Fürstenwalde weiter.

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