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Berliner Robert Strombach und Alexandra Livadaru siegen beim Schwapp Masters des TC Fürstenwalde / Nächstes Turnier im Februar

Tennis
Meisterliches zum Abschluss

Konzentriert und kraftvoll: Zweitliga-Spieler Robert Strombach vom LTTC "Rot-Weiß" Berlin gewinnt das Masters-Turnier.
Konzentriert und kraftvoll: Zweitliga-Spieler Robert Strombach vom LTTC "Rot-Weiß" Berlin gewinnt das Masters-Turnier. © Foto: Bernd Prawitz
Bernd Prawitz / 07.12.2017, 05:16 Uhr
Fürstenwalde (MOZ) Mit einem Sieg des 18-jährigen Top 100-Akteur Robert Strombach vom LTTC "Rot-Weiß" Berlin endete das Schwapp-Tennis-Masters des TC Fürstenwalde. Bei den Damen setzte sich mit Alexandra Livadaru (Grunewald TC) ebenfalls eine Berlinerin durch.

Das Tennis-Masters machte seinem Namen alle Ehre. Viele Spieler hielten, was der Turniername versprach: meisterliches Tennis. Vor allem das 32-er Feld der Herren vereinte einige Spitzenspieler. Sie wurden angeführt vom 18-jährigen Top 100-Akteur Robert Strombach, der auf Position 89 des nationalen Rankings steht und in der 2.Bundesliga den Schläger für den LTTC "Rot-Weiß" Berlin schwingt.

Strombach wurde seiner Favoritenrolle auch vollauf gerecht. Bis ins Halbfinale gab er in seinen Matches nur acht Spiele ab. Doch im Semifinale traf er auf seinen zwei Jahre jüngeren, an Nummer6 gesetzten Clubkameraden Nino Ehrenschneider, der in der deutschen Herren-Rangliste auf Platz309 notiert ist und schon oft in Jugend-Auswahlteams des Deutschen Tennis Bunds (DTB) eingesetzt war.

Es war ein erstes Kräftemessen auf Augenhöhe bei diesem Masters powered by f.becker_line. Beide kämpften um jeden Punkt, gaben keinen Ball vorschnell auf. Strombach brillierte mit mehr als 200 km/h schnellen Aufschlägen, Ehrenschneider gefiel mit klugem Winkelspiel und ausgeprägtem Spielwitz. Überraschend nahm er Strombach Satz1mit 6:4 ab. Im zweiten Satz nutzte er eine kleine Schwäche Ehrenschneiders zu einem Break und zum Satzgewinn mit gleichem Resultat. Die Entscheidung über den Einzug ins Finale musste im Match-Tie-Break fallen. In diesem "Elfmeterschießen" konnte sich lange keiner der Kontrahenten absetzen. Doch am Ende zeigte Strombach keine Nerven, sicherte sich mit Winnerschlägen den Sieg mit 10:7.

Im Finale traf Strombach auf Patrick Fleischhauer (DR 147, TV Frohnau), der im nächsten Jahr an die Lamar University in Texas wechseln wird, um dort zu studieren und College-Tennis zu spielen. Fleischhauer hatte auf seinem Weg ins Endspiel einige hochklassige Gegner zu knacken. Gegen den 17-jährigen Joshua Kugel (DR 613, TC Grün-Weiß Nikolassee) musste Fleischhauer nach einem 6:2, 2:6 in den Match-Tie-Break, gewann ihn 10:6. Gegen den 15-jährigen Benito Jaron Sanchez Martinez (DR 362, TC SCC) war das Ergebnis klarer als der Spielverlauf - 6:2, 6:3. Im Halbfinale traf Fleischhauer auf den erfahrenen Filip Brtnicky (DR 298 A, STC Schwäbisch Hall/Württembergischer Tennis Bund). Der Tscheche hatte Finn Stodder (DR 249, TC SC Charlottenburg) in einem spannenden, mitreißenden und engen Match 2:6, 7:6, 11:9 ausgeschaltet. Gegen Fleischhauer leistete er nur im ersten Satz beim 7:5 Widerstand. Der zweite Durchgang ging mit 6:1 glatt an den Nord-Berliner, der ins Finale einzog.

In dem Endspiel suchten beide Strombach und Fleischhauer mit harten und platzierten Schlägen die schnellen Punkte. Je mehr das Match voranschritt, desto mehr häuften sich vermeidbare Fehler bei Fleischhauer. Strombach siegte verdient 6:4, 6:2.

Bei den Damen konnte die erst 13-jährige Michelle Korpys (Der Club an der Alster/Hamburger Tennis Verband) mit der routinierteren und sehr spielintelligenten Alexandra Livadaru (DR 130, Grunewald TC) noch nicht mithalten. Die Berlinerin siegte überlegen 6:0, 6:1. Überrascht hatte die Hamburgerin mit einem 6:0, 7:5-Sieg gegen Michelle Kovalenko (Grunewald TC), die viele im Finale erwartet hatten.

Die Konkurrenz der Jungen U16 gewann Julius Ziebart (TC Grün-Weiß Gifhorn/Niedersächsischer Tennis-Verband). Er gab im Turnierverlauf keinen Satz ab, siegte im Finale gegen Felix Zabel (TC SC Charlottenburg) souverän mit 6:1, 6:1. Er hatte im Semifinale den Mitfavoriten Clemens Intert (TC Rot-Weiß Wahlstedt/Schleswig-Holsteinischer Tennis-Verband) überraschend klar 6:2, 6:1 vorzeitig nach Hause geschickt.

Auch bei den Junioren gab es einige unerwartete Finalergebnisse. So beendete Stella-Maya Herzberg (TC Schwarz-Gold Berlin) in der Altersklasse U14 mit ihrem hart umkämpften 7:5, 7:5-Halbfinalsieg über Amelie Worring, kürzlich Siegerin des Cups der Nordverbände, deren Hoffnungen auf den nächsten Turniersieg. Im Finale bezwang die technisch schon versierte Stella Herzberg dann auch Lisa Nogossek (SV Zehlendorfer Wespen) 7:5, 7:5.

In der Altersklasse U12 schien Phillip Maximilian Hübert (TC Schwarz-Gold Berlin) auf sicherem Siegeskurs. Er hatte gegen Kevin Kessler (TV Machern Grün-Weiß/Sächsischer Tennis-Verband) nach Satzgleichstand von 6:3, 3:6 im Match-Tie-Break einen komfortablen Vorsprung von 9:4. Ein Punkt fehlte Hübert noch zum Sieg. Doch der wollte ihm durch sich häufende Unkonzentriertheiten nicht gelingen. Er verlor sieben Punkte in Folge - 11:9-Erfolg für Kessler. Er musste sich im Finale dann aber dem Berliner Felix Felsmann (BSV 92) klar 2:6, 1:6 geschlagen geben.

Das nächste Turnier der Schwapp-Tennis-Series des TC Fürstenwalde steht dann erst im Februar auf dem Programm.

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