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Entwurf zum Integrierten Stadtentwicklungskonzept bis 2030 liegt vor / Öffentliche Auslage ab Januar 2018

Stadtentwicklung
Zum Flanieren an die Spree

Annemarie Diehr / 10.12.2017, 20:16 Uhr
Fürstenwalde (MOZ) Defizite beheben, Potenziale ausschöpfen - darauf zielen zentrale Bauvorhaben der Stadt bis zum Jahr 2030. Grundlage ist der Entwurf zum überarbeiteten Integrierten Stadtentwicklungskonzept (Insek), über den die Stadtverordneten am Donnerstag beraten.

Leerstand am Bahnhof, Platzmangel in der Gerhard-Goßmann-Grundschule in Süd und ein Flussufer, das nur auf wenigen Metern zum Flanieren einlädt. Um diese städtebaulichen Defizite zu beheben, hat die Stadt Fürstenwalde in den kommenden Jahren einiges vor. Weil es hierfür Fördermittel brauchen wird, spielt ein 174 Seiten starkes Konzept eine besondere Rolle.

"Für Zuwendungen der Städtebauförderung verlangt das Land ein aktuelles Insek ", sagt Christfried Tschepe, Fachbereichleiter Stadtentwicklung. 2007 wurde eine solche Strategie zur weiteren Entfaltung von Fürstenwalde erstmals beschlossen; in den Folgejahren mehrfach fortgeschrieben. "Die Grundlage war damals eine völlig andere. Wir sind davon ausgegangen, dass Fürstenwalde schrumpft; jetzt ist die Tendenz durch Zuwanderung leicht steigend", so Tschepe. Entwicklungsvorhaben mussten dementsprechend angepasst, das Insek überarbeitet werden. "Hierfür haben wir Dialogabende und Einwohnerversammlungen veranstaltet", sagt Annette Hartfiel vom Berliner Planungsbüro Gruppe Planwerk, das die Stadt mit der Überarbeitung beauftragt hat.

Vier Handlungsschwerpunkte haben die Planer identifiziert -den innerstädtischen Spreeraum, das Bahnhof-Areal in Mitte, Fürstenwalde Nord sowie den Bahnhof Süd in Ketschendorf - und mit konkreten Entwicklungsmaßnahmen bedacht. So soll in Nord ein Bildungs-, Freizeit- und Gesundheitscampus entstehen, etwa durch Sanierung des Rudolf-Harbig-Stadions oder Ausbau des Mehrgenerationenhauses. "Um dafür Platz zu schaffen, muss der in der benachbarten Kita untergebrachte Hort der Jähn-Grundschule weichen", erklärt Christfried Tschepe. Für ihn sei ein Neubau neben dem Jugendclub geplant.

Mit dem geplanten Schulzentrum des Kreises profiliert sich auch Fürstenwalde Süd als Bildungsquartier; im Bereich der Spree trägt die Sanierung des Jagdschlosses zur Wiederbelebung dieses Ufer-Abschnitts bei. Zudem, ergänzt Christfried Tschepe, solle die Treidelbrücke auf lange Sicht in die Gestaltung des Ufers eingebunden und beidseitig für Fußgänger begehbar gemacht werden.

Die Neuauflage des Insek birgt auch Chancen für die Stadtteile Trebus, Molkenberg und Heideland, wo unerschlossenes Bauland lauert. "Im Fall von Heideland ist das Insek die Grundlage für einen Flächennutzungsplan", so Tschepe. In diesem könnten bisher als Wald- und Grünfläche ausgewiesene Gebiete zu Bauland erklärt werden.

Nach den Fachausschüssen berät am Donnerstag die Stadtverordnetenversammlung über den Insek-Entwurf bis 2030; ab Januar 2018 ist dieser dann öffentlich einsehbar. Mit einem Beschluss durch die Stadtverordneten rechnet Annette Hartfiel frühestens in der April-Sitzung des Gremiums.

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