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Zwölftklässler aus dem Physik-Leistungskurs des Scholl-Gymnasiums erklären Relativitätstheorie

Wackelpudding à la Albert Einstein

Fast in Lichtgeschwindigkeit: Morten Kramer (l.) aus der 12. Klasse erklärt Adrian Siebing das Trimm-dich-Fahrrad.
Fast in Lichtgeschwindigkeit: Morten Kramer (l.) aus der 12. Klasse erklärt Adrian Siebing das Trimm-dich-Fahrrad. © Foto: MOZ/Lisa Mahlke
Lisa Mahlke / 19.12.2017, 18:59 Uhr
Fürstenwalde (MOZ) Raum ist ein festes Medium, sagt Hanna Tracz. "Das könnt ihr euch wie einen Wackelpudding vorstellen. Wackelt man an der einen Seite, wackelt es auch an der anderen", erklärt die 17-Jährige zwei Mädchen aus der 11. Klasse. Sie erzählt von Albert Einsteins Theorie: Wenn etwas an einer Stelle passiert, bewege sich durch die ausgesandte Welle auch woanders etwas. "Nach dem einfachen physikalischen Prinzip, wenn irgendwo Energie ist, geht sie nicht verloren", schiebt Celine Knispel hinterher.

An der Station der beiden Schülerinnen geht es um schwarze Löcher. Gegenüber kann eine Flugsimulation am Computer ausprobiert werden und neben dem Lehrertisch steht ein Fahrradergometer, mit dem eine Fahrt durch die Tübinger Altstadt - nahezu in Lichtgeschwindigkeit - simuliert wird. Dabei dreht sich alles um Einstein und die spezielle Relativitätstheorie. Das Projekt heißt "Einstein on Tour" und ist zum zweiten Mal im Geschwister-Scholl-Gymnasium zu Gast.

Physikfachbereichsleiterin Carola Franz erklärt, dass Einstein die allgemeine und die spezielle Relativitätstheorie vor über 100 Jahren veröffentlicht hat. "Die Theorie beschäftigt sich damit, dass Objekte, wenn sie sich annähernd in Lichtgeschwindigkeit bewegen, nicht mehr den klassischen Gesetzen folgen. Man muss dann relativistisch denken." Die Zeit laufe demnach anders ab, die Länge verändere sich und Objekte seien gekrümmt.

Das ist an den einzelnen Stationen gut zu erkennen: Beim Simulationsflug über eine Insel scheinen sich die Windräder auf die Straße zu biegen, auf der Leinwand vor Adrian Siebing, der auf dem Ergometer strampelt, krümmen sich die Häuser. An anderen Stationen ist es etwas theoretischer, wird zum Beispiel die allgemeine und die spezielle Relativitätstheorie noch einmal ganz genau erklärt.

Daneben steht immer ein Schüler aus dem Physik-Leistungskurs der Klasse 12, der die jeweilige Station erklärt. Bei den Siebt- bis Elftklässlern komme dieses Prinzip gut an, sagt Carola Franz. "Das ist eine Möglichkeit, Physik auf einer anderen Ebene kennenzulernen." Hanna Tracz und Celine Knispel haben durch das Projekt Gelegenheit, mal die ganze Schule und nicht nur den eigenen Jahrgang kennenzulernen, erzählen die beiden Fürstenwalderinnen. "Mit den Kleinen macht es am meisten Spaß", sagt Celine Knispel.

Für das Projekt "Einstein on Tour" der Stiftung Interaktive Astronomie und Astrophysik in Tübingen können sich Schulen deutschlandweit bewerben.

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