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400 Gäste waren beim Neujahrsempfang des Serviceclubs. Spenden gab es für ein Projekt der Frankfurter Tafel.

Empfang
Mit allen Sinnen genießen

Sonja Jenning / 12.01.2018, 19:53 Uhr - Aktualisiert 14.01.2018, 22:34
Frankfurt (Oder) (MOZ) Im Zeichen des Genusses stand der 12. Neujahrsempfang, zu dem die vier Serviceclubs der Stadt am Donnerstagabend in das Kleist Forum eingeladen hatten. Rund 400 Gäste erfuhren, warum Schokolade glücklich macht und spendeten dafür, dass Frankfurter Kinder auch in Zukunft gesunde Pausenbrote bekommen.

"Gute Schokolade macht nicht dick, sondern glücklich", ist Goedele Matthyssen überzeugt. Egal, ob man sie esse, teile oder verschenke. Aus diesem Grund hat sie ihre Schokoladenmanufaktur "Felicitas" genannt, die "Glückseligkeit". Mit deren Gründung hat sich die zierliche Belgierin mit dem charmanten Akzent, die am 8. Januar ihren 50. Geburtstag feierte, vor 25 Jahren einen Traum erfüllt. Und das auf einem alten LPG-Gelände in Hornow in der Lausitz. Heute betreiben sie und ihr Mann Peter Bienstmann mehrere Filialen in Dresden und Potsdam und beschäftigen rund 70 Mitarbeiter.

Beim Neujahrsempfang der vier Frankfurter Serviceclubs - Kiwanis Club, Lions Club, Lions Club Viadrina und Rotary Club - berichtete sie vom Fingerspitzengefühl, das man braucht, um mit belgischer Rohschokolade zu arbeiten - sie präzise temperieren zu lernen dauere ein Jahr -, aber auch von den Höhen und Tiefen, die sie als Unternehmerin erlebte. In die Lausitz habe sie ihre Intuition geführt, erzählte sie. Auf die hatte sie schon als 19-Jährige gehört, als sie, obwohl sie noch mitten in der Ausbildung zur Krankenschwester steckte, ihrem Mann für ein Entwicklungshilfe-Projekt nach Nigeria folgte. In Afrika hörte das Paar erstmals von der Lausitz. Heute bezeichnet Goedele Matthyssen diese Region, in der sie Pünktlichkeit und das Feiern gelernt habe, als ihre erste Heimat. Dort sei sie glücklich: mit ihrer Familie, ihren Pferden, ihrer Musik (Jagdhornblasen) und ihrer Schokolade. Bis heute esse sie täglich zehn Pralinen "Das ist aber nicht naschen, sondern arbeiten. Qualitätskontrolle", fügte sie mit einem Augenzwinkern hinzu.

Von der Qualität der belgischen Schokolade aus der Lausitz konnten sich die rund 400 Gäste des Neujahrsempfangs im Laufe des Abends selbst überzeugen - und mit dem Kauf sogar noch etwas Gutes tun. Denn der gesamte Erlös soll, ebenso wie weitere Spenden, die im Rahmen des Empfangs gesammelt wurden, dem Projekt "Gesundes Pausenbrot" der Frankfurter Arbeitsloseninitiative zu Gute kommen. Mit dessen Hilfe werden seit mehr als zehn Jahren Kinder an vier Grundschulen in der Stadt mit einem gesunden Frühstück versorgt, sagte Grit Egerer, die Präsidentin des Lions Club Viadrina in ihrer Eröffnungsrede.

Und so hatten die Besucher am Felicitas-Stand später die Qual der Wahl zwischen Vollmilch und Zartbitter, Hohlkörpern und Pralinen sowie Tafelschokoladen mit den unterschiedlichsten Zutaten, von Mandeln und Cranberries über Meersalz bis hin zu Chiliflocken. Malermeister Clemens Noreisch und seine Frau Ilse-Dore entschieden sich für die dunkle Variante und lobten den gelungenen Abend. "Die Reden waren kurz und prägnant und das Gespräch mit Goedele Matthyssen sehr interessant", waren sich Holger Boschan und Jörg Böhnisch einig, die den Neujahrsempfang seit Jahren regelmäßig besuchen. "Hier trifft man alle Leute, die man sonst selten sieht", sagten Carmen und Markus Jahn sowie Antje und Marco Berndt.

Ein Genuss für die Ohren war das Konzert des Brandenburgischen Staatsorchesters. Dirigiert von Takao Ukigaya wurde die einstige k.u.k. Donaumonarchie wieder lebendig, mit Melodien von Johannes Brahms, Johann Strauss (Vater und Sohn) sowie Hector Berlioz, launig anmoderiert von Christine Hellert. Für den kulinarischen Genuss sorgten Sarina und Bernhard Sobanski mit ihren Mitarbeitern. Die Vorbereitungen für das Buffet liefen seit Sonntag, verrieten sie. Zu den Highlights gehörte das Hirschragout mit Brombeer-Sauce und Kaffeesalz.

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