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Vereine
Sorge um steigende Preise

Im Fokus: Die vom Amt Odervorland betriebene Zweifelderhalle in Briesen an der Grund- und Oberschule.
Im Fokus: Die vom Amt Odervorland betriebene Zweifelderhalle in Briesen an der Grund- und Oberschule. © Foto: Cornelia Link-Adam
Cornelia Link-Adam / 19.04.2018, 07:15 Uhr
Briesen Steigen die Nutzungsgebühren für die Zwei-Felder-Halle in Briesen? Die Gerüchte halten sich hartnäckig in Odervorland. Die Vereine sind in Sorge um die Kostenfreiheit für Kinder und Jugendliche. Die Amtsverwaltung beschwichtigt.

Die 1995 errichtete Halle neben der Schule wird in den Nachmittags- und Abendstunden von vielen Vereinen genutzt: Beachvolleyballer im Winter, ganzjährig aber auch von Fußballern, Gymnastik-Frauen, Handballern und Badminton-Spielern. Und am Wochenende gibt es verschiedenste Turniere. Drohende Preissteigerungen sorgen für Unmut nicht nur bei Hallenwart Harry Eisermann sondern auch beim SV Blau-Weiß Briesen `90. „Eine Erhöhung wäre ein starkes Stück“, sagt der 2. Vorsitzende Heiko Hempel. Gut 3000 Euro zahlen die Fußballer jetzt schon im Jahr. Wolle das Amt noch mehr, würde man die Halle verlassen müssen. „Es kann ja aber nicht Absicht des Amtes sein, dass die Halle leer steht“, sagt Hempel und hofft auf verträgliche Lösungen.

Auch Volker Heinrich, Chef des Schachvereins, sieht die Entwicklung mit Sorge. Zum 20. Mal finden vom 10. bis 12. August in der Halle die Briesener Schach-Open statt. Dass es das letzte Mal wird, schließt er nicht aus. „Da muss man erst mal schauen, wie sich die Preise entwickeln.“ Schon jetzt habe man das Startgeld anheben müssen: von 20 auf 30 Euro bei den Erwachsenen, gleich bleibt es bei Jugendlichen (10 Euro). „Wir finanzieren uns nur aus Eigenmitteln,  ohne Sponsoren, das muss sich alles tragen. Steigen die Hallengebühren, ist es 2019 mit den Schach-Open vorbei.“

Was Briesen droht, könnte auch bald für Pillgram gelten. Diese Sorge hat der Kultur- und Sportverein (KSV) Pillgram, dessen Gruppen in der örtlichen Halle trainieren. „Durch erhöhte Einnahmen aus dem Kinder- und Jugendsport die defizitäre Lage der Hallen zu decken, ist ein Unding. So kann Ehrenamt nicht funktionieren“, schimpft KSV-Vizechef Michael Lietz.

Dass die Satzung der Briesener Halle überarbeitet wird, bestätigt Kämmerin Helen Feichtinger. Gleichzeitig prüfe man die Gebühren, wozu die Verwaltung alle zwei Jahre verpflichtet sei. Bislang gebe es eine kostenfreie Nutzung für die Jugendarbeit (je Altersklasse einmal die Woche). „Im Amt Odervorland wird die Jugendarbeit weiterhin gefördert, und eine neue Gebührenordnung soll nicht auf den Schultern der Vereine des Amtes und der Gemeinde lasten. Jeder Verein, der Kinder- und Jugendarbeit ehrenamtlich leistet, soll auch künftig die Sporthalle nutzen können.“ Dafür arbeite man Förderungen mit ein. Wie hoch die Preise künftig sind, entscheiden die Abgeordneten des Amtsausschusses. Im Juni werde man ihnen Vorschläge zur Gebührentabelle präsentieren, zum Beschluss gestellt wird sie im Herbst. Gelten soll die Neuregelung ab Januar.(co)

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