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Bündnisgrüne
„Entwicklung, ohne Spreeufer mit Beton zu füllen“

Jens-Olaf Zänker
Jens-Olaf Zänker © Foto: Jens-Olaf Zänker, Vorsitzender Fraktion Bündnis 90/Die Grünen FürstenwaldeFoto: Privat
Manja Wilde / 04.05.2018, 06:00 Uhr
Fürstenwalde (MOZ) Saubere Luft, Lärmschutz und guter Nahverkehr sind Ziele, die die Bündnisgrünen angehen wollen. Mit zwei Mitgliedern ist die Fraktion im Stadtparlament vertreten.sprach mit dem Vorsitzenden Jens-Olaf Zänker.

Herr Zänker, wie sehen Sie der Zeit mit dem neuen Bürgermeister entgegen?

Zunächst danke ich dem alten Bürgermeister, Hans-Ulrich Hengst, für die engagierte Arbeit. Aber auch mit Matthias Rudolph stimmt das Klima. Es gibt gemeinsame Ziele und Vertrauen. Das Zusammenwirken beginnt heute im Alten Rathaus. In der öffentlichen Veranstaltung geht es um illegale Abfallablagerungen, nicht weit vom Zentrum. Die wollen wir bekannt machen, damit eine angemessene Lösung erfolgen kann.

Was sind für Sie wichtige Projekte in der Stadt?

Über die Aufbauschule zu sprechen, halte ich im Moment für schwierig. Die Projektentwickler sind am Zug. Aber die Lebensqualität weiter steigern, das ist wichtig! Bedarfsgerechte Kitas und Schulen, fantasievolle Spielplätze, saubere Luft, Lärmschutz und guter öffentlicher Nahverkehr. Dazu mehr und interessantes Stadtgrün im Zentrum. Es gäbe hier weiteres zu sagen. Stichworte wie schnelles Internet und ein Elektroenergienetz, das einer Elektromobilität standhält, sind beinah abgedroschen. Nicht zuletzt: Fahrradfahren hat in Fürstenwalde Tradition. Die Kunst wird sein, die Stadt zu entwickeln, ohne das Spreeufer mit Beton zu füllen. Wir glauben, dass der Streit um den Altstädter Platz nur der Beginn einer solchen Entwicklung ist. Wir nehmen diese ernst und haben uns an die Kommunalaufsicht gewandt.

Wie bereiten Sie sich auf die Kommunalwahl  2019 vor?

Zunächst mit der Information, dass Fürstenwalder, die obige Ziele teilen, auf unserer Liste kandidieren können. Dann versuchen wir, Fragen im Kontakt mit unseren Einwohnern zu entscheiden. Der Konflikt um die Verteilung der Fördermittel ist nur ein Beispiel.

Mit zwei Mann können Sie immer nur das Zünglein an der Waage sein. Kommt eine Fraktion mit anderen in Frage?

Zusammenarbeiten ja, förmlicher Zusammenschluss nein. Man ist freier im Agieren. Vor vielen Jahren gab es mal ein Bündnis mit der SPD. Das ging im Krach auseinander. Das müssen wir nicht wiederholen.

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