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FSV Union Fürstenwalde verflichtet nach dem Maucksch-Weggang einen jungen Torhüter

Fußball
Die Trainersuche läuft

Roland Hanke / 02.06.2018, 05:00 Uhr
Fürstenwalde (MOZ, Kai Beißer) Bei Fußball-Regionalligist FSV Union Fürstenwalde ist die Suche nach einem neuen Trainer in vollem Gang. Nach dem überraschenden Weggang von Matthias Maucksch gibt es schon viele Anfragen.

Seit bekannt geworden ist, dass Maucksch, der insgesamt zweieinhalb Jahres beim FSV Union tätig war, am Donnerstag einen Zweijahresvertrag beim Drittligisten Sportfreunde Lotte unterschrieben hat, klingeln bei der sportlichen Leitung des FSV Union fast permanent die Handys. „Bisher haben sich bereits mehr als 15 Kandidaten bei mir oder bei Marketingleiter Danny Kukulies gemeldet“, sagte Sven Baethge, Geschäftsführer Sport beim FSV Union, am Freitag der Märkischen Oderzeitung. „Wir sind jetzt dabei, entsprechende Gespräche zu führen, um einen geeigneten Cheftrainer zu finden, der zu uns passt sowie die Mannschaft und den Verein auch künftig weiter bringen kann.“

Viel Zeit bleibt dafür nicht, denn schon in knapp drei Wochen soll die Mannschaft mit der Vorbereitung auf die neue Regionalliga-Saison beginnen. „Wir werden bis zum 20. Juni ein neues Trainerteam und eine entsprechende Mannschaft haben“, versichert Baethge. Die Arbeit gehe jetzt genauso intensiv weiter wie bisher. „Und es werden auch neue Spieler kommen.“

Als zweiter neuer Akteur hat mit David Richter ein Torhüter einen Vertrag bei den Fürstenwaldern unterschrieben. Der 19-Jährige kehrt nach Jahren der Ausbildung wieder in seine Heimat zurück – von der U 19 des FC Rot-Weiß Erfurt. Der 1,96-Meter-Mann will an der Spree den nächsten Schritt machen. Er hätte auch weiterhin in Erfurt bleiben können, doch der sportliche Reiz, bei einem Regionalligisten zu spielen, der auf die Jugend setzt und damit Erfolg hat, waren für ihn ausschlaggebend.

Sieben, acht weitere Spieler will der FSV Union noch holen,derzeit besteht der Kader aus 13, 14 Akteuren. „Auch in dieser Hinsicht laufen entsprechende Gespräche und Verhandlungen“, berichtet Baethge.

Für die trainingsfreie Zeit haben die Spieler natürlich Vorgaben erhalten – von Maucksch. „Ja, ich bin davon ausgegangen, dass wir mit dem Trainer ganz normal in die Vorbereitung starten“, sagt Filip Krstic. „Wie der Rest der Mannschaft bin auch ich ziemlich überrascht gewesen, als wir am Donnerstag die Nachricht vom Wechsel erhielten“, fügt der Kapitän hinzu. „Das war schon ziemlich abrupt, ich hätte ihm da ein besseres Händchen gewünscht. Aber so ist das Fußballgeschäft. Es nützt nichts, dem nachzutrauern, was vorbei ist. Dafür öffnen sich auch wieder neue Türen“, sagt der 29-Jährige beinahe philosophisch.

Der erfahrene Krstic, vor der Saison vom FC Carl Zeiss Jena nach Fürstenwalde gekommen, beschreibt Maucksch als einen sehr zielstrebigen Übungsleiter, der viel Wert auf Disziplin legt. „Und wir haben wahrscheinlich so viele Trainingseinheiten absolviert wie kein anderer Regionalligist deutschlandweit.“ Der Erfolg habe dies gerechtfertigt. „Es haben doch alle gedacht, die Qualität der jungen Mannschaft reicht nicht für die vierte Liga. Am Ende haben wir nur knapp den Einlauf im oberen Tabellendrittel verpasst.“ Jetzt gelte es aber, nur noch nach vorn zu blicken: „Der neue Trainer trifft auf eine intakte Mannschaft, die viel Potenzial hat und erneut eine gute Saison spielen wird“, gibt sich der „Steuermann“ optimistisch.

Matthias Maucksch, der sich im Kurz-Urlaub befindet, wird derweil auf der Internetseite seines neuen Vereins zitiert: „Ich freue mich über das Vertrauen, das mir die Sportfreunde entgegenbringen. Ich will ehrliche Arbeit abliefern, ... stehe für sauberen, attraktiven und aggressiven Fußball.“ Sein Zweijahresvertrag gilt ab dem 1. Juli. „Ich war positiv überrascht, dass eine Anfrage von den Sportfreunden Lotte vorlag. Ich will den Klub in ein ruhigeres Fahrwasser führen als in der abgelaufenen Spielzeit. ... Nur so viel: Wer ehrliche Arbeit abliefert, bekommt auch etwas zurück.“

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