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Maucksch über seinen Wechsel in die 3. Liga

Fußball
„Habe die Chance genutzt“

Akribischer Arbeiter: Matthias Maucksch verlässt den FSV Union und wechselt zum Drittligisten Sportfreunde Lotte
Akribischer Arbeiter: Matthias Maucksch verlässt den FSV Union und wechselt zum Drittligisten Sportfreunde Lotte © Foto: Alexander Winkler
Roland Hanke / 04.06.2018, 05:30 Uhr
Fürstenwalde (MOZ) Der Weggang von Cheftrainer Matthias Maucksch vom Fußball-Regionalligisten FSV Union Fürstenwalde zum Drittligisten Sportfreunde Lotte war auch am Wochenende Thema bei Zuschauern und Spielern auf den Plätzen in der Region. So zeigten nicht nur Paul Mitscherlich und David Karlsch von Landesligisten Germania Schöneiche Verständnis. „Solch eine Chance muss man nutzen“, lautete der allgemeine Tenor.

Und das war auch der Beweggrund für Maucksch, den Wechsel in die Region Tecklenburger Land, in der die westfälische Gemeinde Lotte mit gut 14 000 Einwohner unweit der niedersächsischen Großstadt Osnabrück liegt, zu vollziehen. „Ich wollte wieder den Einstieg in den Profifußball schaffen. Da bot sich mir eine gute Chance, beruflich weiterzukommen, und die habe ich ergriffen“, erklärt der frühere Profi und Trainer von Dynamo Dresden, der es als Spieler auf 123 Erst- und 73 Zweitliga-Partien gebracht hat.

Dass dieser Wechsel sehr kurzfristig und ziemlich überraschend für den FSV Union zustande kam, erklärt der Sachse, der in einer Woche 49 Jahre alt wird, so: „Es gab eine lose Anfrage, aber erst in der vorigen Woche wurde es konkret. Ich wollte nicht vorherdie Pferde scheu machen, denn ich kenne das Fußballgeschäft. Eine Anfrage ist noch lange keine Anstellung.“

Maucksch, der die 3. Liga als Trainer von Dynamo Dresden (2009 bis 2011) kennt, tut es für den Fürstenwalder Verein leid, „dass ich nicht länger bleiben konnte. Ich habe hier viel Herzblut hineingesteckt und auch viele Freude gefunden. Doch wenn ein höherklassiger Verein mich haben will, habe ich die entsprechende Ausstiegsklausel gezogen“, erklärt der Fußballehrer. Er will die Unioner im Auge behalten,  den Kontakt nicht abreißen lassen.

Matthias Maucksch hatte bei seinem ersten Engagement in Fürstenwalde den damaligen Oberligisten in der Saison 2016/17 zum Aufstieg in die Regionalliga gecoacht, dann aber aus privaten Gründen aufgehört. Im Januar 2017 kehrte er an die Spree zurück und führte die Mannschaft mit der zweitbesten Rückrunde hinter Aufsteiger Carl Zeiss Jena auf Rang 13. In der abgelaufenen Saison erreichte er eine ausgeglichene Bilanz – je 13 Siege und Niederlagen sowie acht Unentschieden – und Platz 9.

In Lotte erwarten ihn „eine neue große Herausforderung und ein ganz anderes Kaliber an Mannschaften.“ Bei den Sportfreunden, die in der abgelaufenen Drittliga-Saison 16. wurden, im Abstiegskampf steckten und vier Trainer verschlissen, will er „sich gut einbringen und die Mannschaft stabilisieren“. Und er freut sich auf solche Gegner wie den VfL Osnabrück und Hansa Rostock, aber auch wieder Carl Zeiss Jena und Energie Cottbus. „Das wird sicherlich eine schwere Aufgabe“, erklärt der Sachse, der bis heute mit seiner Frau Edina anlässlich ihres Geburtstages in einem Kurzurlaub war. Die Saisonvorbereitung im Tecklenburger Land beginnt in genau zwei Wochen.

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