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Tag der offenen Tür
Selbsthilfe mit Tai Chi und Gymnastik

Senioren spielen das Kugelspiel beim Tag der offenen Tür in der FIKS.
Senioren spielen das Kugelspiel beim Tag der offenen Tür in der FIKS. © Foto: Annemarie Diehr
Annemarie Diehr / 12.06.2018, 20:35 Uhr - Aktualisiert 12.06.2018, 23:46
Fürstenwalde (MOZ) Die Rheuma-Gruppe gibt mit Fotoalben Einblick in ihre vielen vergangenen Treffen, die kreativen Häkel-Damen zeigen farbenfrohe Mützen, Schals und Dekoratives für die Adventszeit, und am Stand der Gruppe Polyneuropathie – ein Oberbegriff für bestimmte Erkrankungen des peripheren Nervensystems – liegen Informationsbroschüren aus. Es ist der inzwischen 28. Tag der offenen Tür bei der Fürstenwalder Informations- und Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen (FIKS) – und für Verein und Mitglieder immer auch die Gelegenheit, ein wenig zu feiern.

Während die Fürstenwalder Stadtmusikanten Blasmusik zum Besten geben, widmen sich am Dienstagmittag rund 70 Gäste – größtenteils Gruppenmitglieder – unter einem großen Zelt an der Wilhelmstraße Grillwurst und Kartoffelsalat. „Die Selbsthilfegruppe Kochlöffel hat Rote-Bete-Salat spendiert“, sagt FIKS-Leiterin Annett Spillmann.

33 Selbsthilfegruppen treffen sich derzeit in den Räumen des Vereins. Eine davon ist die seit 20 Jahren bestehende Gruppe Parkinson. „Wir haben immer einen Arzt vom Helios-Klinikum dabei“, sagt Gruppenleiter Andreas Ring. Einmal im Monat treffen sich die 25 Mitglieder, um sich über ihre Krankheit auszutauschen, vor allem aber, um neue Therapieansätze auszuprobieren. „Das Treffen am nächsten Mittwoch findet in der Turnhalle statt“, sagt Ring; er hat einen Tai-Chi-Lehrer eingeladen.

Jürgen Luban, Vorsitzender des Vereins, erinnert an die Anfänge der FIKS im Jahr 1990. „Angefangen hat alles mit einer Gruppe für Alkoholiker.“ „Leben ohne Suchtmittel“, so der Name der damals 60 Mann starken Truppe. Sie gibt es noch heute, Luban ist nach wie vor ihr Leiter. „Es geht jetzt weniger um Alkohol, sondern mehr um Drogen“, sagt er. Weil die Erdgeschosswohnungen in der Wilhelmstraße damals schwer vermietbar waren, machte die Wohnungswirtschaft Luban, der Räume für die Treffen suchte, ein gutes Angebot. Aus der ersten Selbsthilfegruppe gründete sich schließlich der Verein

Neuerdings hält auch Brigitte Gollnick ihr zweiwöchiges Gymnastikprogramm in den Räumen der FIKS ab. Nachdem sich der Verein Positiv aufgelöst hat, ist die Gruppe Sturzprävention in der Wilhelmstraße untergekommen. „Wir machen Übungen für Muskelstärkung, Kondition und Gleichgewicht“, sagt die Leiterin über ihre neun Mitglieder.

Als eine der ersten ist Brigitte Gollnick dann auch dabei, als es darum geht, die Leihgabe vom Verein Waldcamp Jacobsdorf an die FIKS auszuprobieren. Beim Kugelspiel werden immer mehr Holzkugeln mit Stöcken so drapiert, dass die Pendel darunter nicht auseinander schwingen. „Ein herrliches Spiel“, freut sich Annett Spillmann.

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