Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Gymnasiasten
Zwischen Prüfungsstress und rauschender Ballnacht

Gut gehüteter Schatz: Markus Mollitor, der Schulleiter des Gymnasiums des katholischen Schulzentrums Bernhardinum, mit den schriftlichen Abiturprüfungen der 45 jungen Frauen und Männer, die in diesem Jahr angetreten sind. Aktuell laufen die Nachprüfungen.
Gut gehüteter Schatz: Markus Mollitor, der Schulleiter des Gymnasiums des katholischen Schulzentrums Bernhardinum, mit den schriftlichen Abiturprüfungen der 45 jungen Frauen und Männer, die in diesem Jahr angetreten sind. Aktuell laufen die Nachprüfungen. © Foto: Manja Wilde
Manja Wilde und Martin Stralau / 13.06.2018, 07:30 Uhr - Aktualisiert 13.06.2018, 09:35
Fürstenwalde/Erkner (MOZ) Die Abitur-Prüfungen sind geschrieben, die mündlichen Nachprüfungen laufen – bald beenden Hunderte Abiturienten mit rauschenden Bällen ihre Schulzeit. An allen Gymnasien der Region wird auch die Traumnote 1,0 vergeben werden.

„Prüfungen, Ruhe bitte, kein Durchgang.“ Ein Holzgestell versperrt die Treppe ins Obergeschoss des Gymnasiums des katholischen Schulzentrums Bernhardinum in Fürstenwalde. Nur wenige Schüler steigen jetzt die Steinstufen empor, denn dort oben laufen die Nachprüfungen. „45 Schüler sind angetreten, um das Abitur abzulegen“, sagt Schulleiter Markus Mollitor, „fünf müssen in die Nachprüfung.“ Einige unterziehen sich dieser freiwillig, um ihre Note zu verbessern. Ein junger Mann braucht über diesen Schritt nicht nachzudenken, „er hat seine 1,0 schon sicher“, verrät Mollitor.

Bei jeder schriftlichen und mündlichen Prüfung bewerten ein Erst- und ein Zweitgutachter die Leistung. „Liegen sie mehr als drei Punkte auseinander, muss ein Drittgutachten erstellt werden“, erläutert Mollitor. Gebe es nur einen Punkt Unterschied, heiße es „im Zweifel für den Angeklagten“ ­– der Prüfling erhält die bessere Note. Bei den Nachprüfungen übernehme er meist selbst den Prüfungsvorsitz, sagt der Schulleiter. Zum einen kenne er den Werdegang der Schüler, zum anderen müsse er den Kopf hinhalten, wenn es bei Unstimmigkeiten zum Gang vor das Verwaltungsgericht komme. Die schriftlichen Abiturprüfungen lagern im Tresor. Es gibt Protokolle, wann der Erstgutachter sie hineinlegte, der Zweitgutachter sie herausnahm. „Das geht nur über den Schulleiter“, betont Mollitor.

Am Geschwister-Scholl-Gymnasium in Fürstenwalde traten 107 Schüler an, um das Abitur abzulegen. „93 haben es geschafft, 14 müssen in die Nachprüfung“, sagt Oberstufen-Koordinatorin Margit Skala. Vier Prüfungen – drei schriftliche, eine mündliche – muss jeder Abiturient absolvieren. Sie zählen fünffach. Auch die Zensuren aller Halbjahreszeugnisse der 11. und 12. Klasse fließen in den Abiturnotendurchschnitt ein. Zwei 1,0er-Kandidaten stehen am Schollgymnasium fest, zwei weitere könnten die Glanzleistung schaffen, wenn sie sich freiwillig zur Nachprüfung anmelden und herausragend abschneiden.

Am Oberstufenzentrum Palmnicken gingen 142 Schüler in die Prüfungen. „Bislang ist keiner endgültig durchgefallen“, sagt Schulleiter Norbert Göbel. Die Nachprüfungen laufen. Ein 1,0er-Abi wird es geben. „Mehr können es jetzt auch nicht mehr werden“, sagt Göbel.

An der Rahn-Oberschule traten 43 Schüler an, um die Fachhochschulreife abzulegen. „Trotz des kurzen Schuljahres haben es alle geschafft, solche Vornoten zu erzielen, dass sie zur Prüfung zugelassen werden konnten“, sagt Schulleiterin Denise Piur. Da die Zweitkorrekturen nicht abgeschlossen sind, könne sie zu den Ergebnissen aber noch nichts sagen.

Am Grünheider Philipp-Melanchthon-Gymnasium der Docemus-Privatschulen gibt es 46 Abiturienten aus zwei 12. Klassen. Alle wurden zum Abitur zugelassen. „Vier Schüler haben die realistische Aussicht auf einen 1,0-Abschluss“, teilt Sprecherin Franziska Sommerfeld mit. Die Nachprüfungen laufen noch.

Am Carl-Bechstein-Gymnasium in Erkner erhielten 114 der 115 Schüler die Zulassung zu den Abiturprüfungen. 99 von ihnen haben sie erfolgreich absolviert, 15 junge Frauen und Männer müssen in die Nachprüfung. Zwei Gymnasiasten können mit einem 1,0er-Schnitt auf dem Zeugnis glänzen.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2018 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG