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Stadt muss bei Containern der Goßmann-Grundschule nachbessern lassen / Eltern übergeben Mängelliste

Baumängel
Urinale und Waschbecken hängen zu hoch

Zu hoch: Die Waschbecken und die Pissoirs in den Containern an der Goßmann-Grunschule sind für Erstklässler ungeeignet.
Zu hoch: Die Waschbecken und die Pissoirs in den Containern an der Goßmann-Grunschule sind für Erstklässler ungeeignet. © Foto: Manja Wilde
Manja Wilde / 14.06.2018, 06:15 Uhr
Fürstenwalde (MOZ) Die Urinale in der frisch bezogenen Containeranlage an der Fürstenwalder Gerhard-Goßmann-Grundschule hängen so hoch, dass die Jungen die Schüsseln beim Pullern kaum treffen können. Die  Waschbecken sitzen auf Schulterhöhe der Kinder und die Spiegel hängen über ihren Köpfen. „Wir sind mehr als enttäuscht“, schreibt Sylvia Keßler, Elternsprecherin der Schule und stellvertretende Sprecherin des Stadtelternrates. Eine lange Mängelliste hat sie darum an die Verwaltung geschickt. „Nischen und Ecken sind vorhanden, an denen die Kinder von  außen unter die Modulelemente gelangen können“, steht darin. Zudem gebe es „Stolperfallen im Fluchtbereich“, hätten die Container bereits Gebrauchsspuren, stellten die Steckdosen über den Waschbecken eine Gefahr dar.

Ende vergangener Woche gab es bereits einen Vor-Ort-Termin mit Verwaltung und Architekt, doch dessen Ergebnisse stimmen Eltern und Lehrer auch nicht froh. Als eine Variante sei vorgeschlagen worden, Toiletten und Urinale zu sperren. „Das ist keine Lösung“, betont Schulleiter Detlef Olbrich, zumal die Elemente Kindergröße haben, nur zu hoch montiert sind. Bis zum neuen Schuljahr müsse eine Lösung gefunden werden. „Es war von Anfang an geplant, dass Erstklässler in die Container sollen“, erinnert Olbrich, „und nun können nicht mal Drittklässler in die Pissoirs pullern“, ärgert er sich.

„Diverse Punkte sind unstrittig“, sagt Stadtsprecherin Anne-Gret Trilling. Urinale, Spiegel und Waschbecken seien tiefer zu hängen, Gefahrenstellen im Außenbereich zu entschärfen. Der Vorraum erhalte noch einen Feuerlöscher, es werde geprüft, ob man die Raumakustik verbessern könne. Die Montagefugen im Fußboden ließen sich nicht verhindern, weil die Container irgendwann wieder auseinander gebaut werden müssen.

Heute ist ein Termin mit der Containerfirma angesetzt. „Noch weiß ich nicht, wer in der Kette geschlafen hat“, sagt Carsten Fettke, in der Stadtverwaltung für Bau- und Liegenschaftsmanagement zuständig. Er sei bei der Abnahme nicht dabei gewesen.

Die Container gehen auf eine hitzige Debatte zurück, die Mitte 2017 in der Stadt lief. Obwohl es insgesamt genügend Plätze für Erstklässler gab, forderten Eltern, die Goßmannschule in Süd zu erweitern, damit ihre Kinder nicht nach Nord müssen. Lehrer und Direktor waren damals dagegen. Die Container bieten Platz für drei Klassen. Die Gesamtkosten wurden zuletzt mit 306 000 Euro angegeben ­– verteilt über die Jahre 2018 bis 2021.

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