Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Amt Odervorland will in Feuerwehrneubau investieren

Kommunalpolitik
Amtsausschuss beschließt neuen Haushalt

Symbolfoto: pixabay
Symbolfoto: pixabay © Foto: pixabay
Bettina Winkler / 11.07.2018, 10:15 Uhr - Aktualisiert 11.07.2018, 10:34
Briesen (MOZ) Außerplanmäßig und mit schmaler Tagesordnung trafen sich die Mitglieder des Amtsausschusses vom Odervorland am Montagabend vor der Sommerpause zur letzten Sitzung, die sich nach kontroversen Diskussionen über zwei Stunden hinzog.

„Die Zeit drängt. Zwei Fördermittelanträge müssen noch auf den Weg gebracht werden“, sagte die Amtsdirektorin von Odervorland, Marlen Rost. Der Grund: Kommunen können beim Land Brandenburg kurzfristig Fördermittel für ihre Freiwilligen Wehren zum Aufbau und Erhalt der Feuerwehrinfrastruktur stellen. Die Fördertöpfe dafür sind voll. Wegen der Fülle der Anträge – um die 60 Neubauten oder Anbauten sind noch im Rennen – wurde die zunächst in Aussicht gestellte 60-prozentige Förderung der Investitionskosten auf 55 Prozent reduziert, was bedeutet, dass die betroffenen Gemeinden höhere Eigenanteile aufbringen müssen.

Im Amt Odervorland wurden zwei Projekte favorisiert:  der seit langem geplante Berkenbrücker Feuerwehrneubau im Gewerbegebiet für 1,3 Millionen Euro und der dringend benötigte Neubau für die Biegener Wehr (670 000 Euro) neben der Kirche. Das jetzige Feuerwehrgebäude ist nur eine unbeheizte Garage ohne Sanitäranlagen. Die Biegener stehen hinter dem Projekt, auch wenn die Wehr derzeit nur acht Mitglieder hat.  Das haben sie bei der letzten Ortsbeiratssitzung im Juli nochmals bekräftigt. Ortswehrführer Siegfried Gasa zeigt sich optimistisch, dass ein Neubau auch ein Motivationsschub sein könne, um neue Mitglieder zu gewinnen.

Der jeweilige Eigenanteil der Gemeinden für die geplanten Bauprojekte ist laut Amtsdirektorin Marlen Rost gesichert. Um die überarbeiteten Investitionen ordnungsgemäß in den Haushalt 2018 aufzunehmen, wurde der schon gefasste Beschluss vom Dezember 2017 zurückgenommen. Zudem wurden 1,2 Millionen Euro als Rücklage für Pensionsansprüche von ehemaligen Beamten, zu der die Verwaltung verpflichtet ist, neu im Haushaltsplan aufgenommen.  Nach ausführlicher Darstellung der Situation und einigen Diskussionen wurde der neue Amtshaushalt einstimmig beschlossen.

„Somit ist alles auf den Weg gebracht, und wir sind in positiver Erwartung, dass die Fördermittelbescheide demnächst eintreffen“, sagte Kämmerin Helen Feichtinger. Die geplanten Bauvorhaben müssen laut Förderrichtlinie nämlich bis Ende 2019 fertig sein. Das wäre ein straffes Programm. Die Ausschreibungen müssten schnellstmöglich erfolgen, um Firmen zu binden, die beim allgemeinen Bauboom rar sind.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2018 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG