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1. FC Frankfurt hat Entscheidung getroffen

Fußball
Jan Mutschler ist neuer Cheftrainer des 1. FCF

Neuer Mann an der Seitenlinie:  Jan Mutschler
Neuer Mann an der Seitenlinie: Jan Mutschler © Foto: Andreas Arndt
Hubertus Rößler / 13.07.2018, 05:00 Uhr - Aktualisiert 13.07.2018, 08:44
Frankfurt (Oder) (MOZ) Lange hatten die Verantwortlichen des 1. FC Frankfurt nach einem Nachfolger des einen Spieltag vor Oberliga-Saisonende entlassenen Cheftrainers Peter Flaig gesucht. Am Donnerstag wurde Vollzug gemeldet: Jan Mutschler übernimmt die junge Mannschaft, die nun in der Brandenburgliga an den Start geht. „Er hat uns ein modernes Konzept vorgelegt, von dem wir überzeugt sind, dass es die Mannschaft voranbringt“, heißt es von Seiten des Vorstandes über den neuen Mann an der Seitenlinie. Die Stelle des Co-Trainers soll in Kürze besetzt werden.

Jan Mutschler ist an der Oder kein Unbekannter: Der gebürtige Frankfurter lernte das Fußball-ABC beim Frankfurter FC Viktoria, Vorgängerverein des 1. FCF. Als 14-Jähriger  ging das Talent zum BFC Dynamo  und anschließend zu Tennis Borussia nach Berlin. In dieser Zeit absolvierte er auch eine Partie im Trikot der U-20-Nationalmannschaft. Nach den Stationen Lichtenberg 47, VfL Wolfsburg II und MSV Neuruppin wechselte der Rotschopf zu Rot-Weiß Oberhausen in die Regionalliga. In dieser spielte er auch von 2006 bis 2008 beim SV Babelsberg 03. Anschließend kickte er bei Lichtenberg, Germania Halberstadt, Union Fürstenwalde – und 2013/14 beim 1. FC Frankfurt. Danach ging Mutschler zu Blau-Weiss Markendorf, wo er ab 2016 zunächst als Co-Trainer und in der zurückliegenden Hinrunde als Spielertrainer agierte. „Wir hatten aber unterschiedliche Vorstellungen, daher haben wir uns im Winter einvernehmlich getrennt“, sagt der Beamte zurückblickend.

Dass er auch in der Brandenburgliga als Spieler noch einmal aushilft, schließt der 35-Jährige allerdings aus. „Dazu bin ich körperlich gar nicht mehr in der Lage. Wenn es die Zeit zulässt, werde ich ab und zu noch bei der Ü35 in Markendorf auf dem Platz stehen.“ Klare Zielvorgaben gibt es für die neue Saison nicht. „Die junge Mannschaft muss sich erst einmal finden und konsolidieren. Sie soll sich festigen und natürlich eine vernünftige Rolle in der Brandenburgliga spielen“, sagt Mutschler, der derzeit die Trainer-B-Lizenz macht und wie sein Vorgänger auf die Jugend setzt. „Die Philosophie des Vereins gefällt mir, wir wollen auch weiterhin A-Jugendliche an den Männerbereich heranführen.“ Derzeit sieht sich der Verein noch nach einem Angreifer um. Artur Aniol, seit Jahren erfolgreichster Torjäger bei der Oderstädtern, soll aber trotz seiner 37 Jahre nach wie vor eine „ganz wichtige Rolle spielen“, bekräftigt der neue Coach, der mit Frau und den beiden Kindern in Sieversdorf lebt.

Erste Gespräche mit dem 1. FC Frankfurt habe es Ende Juni gegeben. Die Zusammenarbeit soll zunächst über zwei Jahre gehen. „Ich bin in Frankfurt verwurzelt und freue mich auf die spannende Aufgabe, meine jahrelange Erfahrung als Spieler nun an junge Talente weiterzugeben.“ Dies soll im Verbund mit Axel Geisler geschehen, der als Sportlicher Leiter verpflichtet wurde. „Axel hat bereits Erfahrungen im höherklassigen Bereich in Frankfurt gesammelt und gemeinsam mit Vizepräsident Thomas Bleck werden wir im regen Austausch stehen“, kündigt Jan Mutschler an.

Unter dem Motto „Junges Team mit erfahrener Führung“ strukturiert der 1. FCF somit den sportlichen Bereich neu. „Auch nach dem Abstieg aus der Oberliga wird der eingeschlagene Weg, um die erfahrenen Spieler eine junge, erfolgshungrige Mannschaft mit Spielern aus der Region aufzubauen, fortgesetzt. Der Fokus wird dabei weiter auf dem eigenen Nachwuchs liegen“, erklärt der Verein. Bekanntgegeben wurde auch eine Personalie auf der Torhüter-Position: Der gebürtige Słubicer Rafał Lopusiewicz wechselt von Mitabsteiger Victoria Seelow nach Frankfurt. Der 30-Jährige soll auch die Position des Torwart-Trainers übernehmen.

Trainingsauftakt ist am kommenden Dienstag, tags darauf steht dann ein Laktattest auf dem Programm.

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