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Schlaglöcher
Wettlauf gegen Wetterschäden

Wie tief das Loch wohl ist? Trübes Tau- und Regenwasser lässt manche Schlaglöcher zu gefährlichen Fallen für Rad- und Autofahrer werden. In der Turmstraße säumt ein Band aus Schadstellen den Fahrbahnrand.
Wie tief das Loch wohl ist? Trübes Tau- und Regenwasser lässt manche Schlaglöcher zu gefährlichen Fallen für Rad- und Autofahrer werden. In der Turmstraße säumt ein Band aus Schadstellen den Fahrbahnrand. © Foto: Manja Wilde
Annemarie Diehr und Manja Wilde / 11.02.2019, 18:51 Uhr
Fürstenwalde (MOZ) Ausgebrochene Kanten, mit Wasser gefüllte Schlaglöcher – der Wechsel von Frost und Tauwetter setzt Straßen und Autos auch in diesem milden Winter zu. Sobald es das Wetter zulässt, rücken Arbeiter mit Kaltasphalt an, um die tiefsten Löcher zu stopfen.

Der Regen am Montagmorgen führte zur Planänderung bei den Männern der Straßenmeisterei Fürstenwalde. Statt mit Kaltasphalt Schlaglöcher auf Landesstraßen zu stopfen, bewaffneten sich zwei Trupps mit Sägen, um Strauchwerk am Kageler Dreieck sowie zwischen Kreisverkehr Freienbrink und Bahnhof Fangschleuse zu schneiden.

„Man könnte die Schlaglöcher auch bei Regen repararieren, aber dann ist die Haltbarkeit nicht so gegeben“, sagt Roman Wagner, der Leiter der Straßenmeisterei. Ohnehin füllen seine Mitarbeiter den Kaltasphalt nur in die größten Löcher, denn in kleinen, flachen würde das Material nicht halten. In der vergangenen Woche rückte der Reparatur-Trupp den schlimmsten Kratern in der Dr.-Wilhelm-Külzstraße in Fürstenwalde zu Leibe, setzte seine Tour über Markgrafpieske, Storkow und zurück über Rauen fort.

Eine lange Liste mit Straßen, die abgearbeitet werden müssen gebe es nicht, sagt Wagner. „Das ist ein ständiger Prozess“, erklärt er. Die Streckenwarte melden Schäden, die dann behoben werden. Manche Trassen, wie etwa die Külzstraße, kämen auch mehrmals im Jahr an die Reihe. Insgesamt ist die Straßenmeisterei Fürstenwalde für 255 Kilometer Landes- und Bundesstraßen sowie für 90 Kilometer Radwege zuständig.

In Fürstenwalde Süd grenzt ihr Gebiet an das der Meisterei Beeskow. Die Straßen seien gut befahrbar; die August-Bebel-Straße sei schließlich neu gemacht, sagt deren Leiter, Eckhard Strickrodt. Seine Niederlassung ist für den südlichen Teil der August-Bebel-Straße, bis zur Einmündung Bahnhofstraße, und für die B 168 bis zur Abfahrt Fürstenwalde-Süd zuständig. Außerhalb Fürstenwaldes seien seine Leute sobald die Witterung es zulässt mit Kaltmischung unterwegs, um Schlaglöcher provisorisch zu flicken. „Das ist keine Dauerlösung, je mehr es regnet, desto eher wäscht es sich wieder raus“, sagt Strickrodt. Als Übergangslösung wurden etwa in Bad Saarow die Bankette der Straße Alte Eichen mit Kaltmischung und Recycling aufgefüllt. „Womöglich muss das im Laufe des Jahres wieder aufgeschnitten und mit Heißmischgut verfüllt werden“, so Strickrodt. Letzteres verbinde sich besser mit dem vorhandenen Asphalt und habe dadurch eine höhere Haftung.

Auch die Stadt Fürstenwalde lässt große Schadstellen in ihren Straßen fortwährend reparieren. So wie das gefährliche Schlagloch in der Lindenstraße 22, das ein Radfahrer am 11. Januar, um 22.34 Uhr, auf der Onlineplattform „maerker“ meldete. „Am nächsten Morgen stand schon eine Warnbarke dort, jetzt ist es repariert“, sagt Jens Mörsel, der im Fürstenwalder Rathaus für die Bürgerdienste zuständig ist.

An anderen Stellen dauert es länger. Zum Beispiel bei der Auffahrt zum Parkplatz zum Wanderweg/Hundeauslaufplatz an der Berkenbrücker Chaussee. Über deren „katastrophalen Zustand“ war ebenfalls im Januar eine Beschwerde bei der Stadt eingegangen. „Riesige Schlaglöcher befinden sich im gesamten Parkbereich“, heißt es in dem Eintrag. Er habe das Problem an den Landesbetrieb Straßenwesen weitergeleitet, da der Platz an einer Landesstraße liegt, sagt Mörsel. Dieser habe sich aber für nicht zuständig erklärt. Nun liegt der Fall beim Fürstenwalder Stadtforst. „Wir werden uns die Sache ansehen und den Auftrag für die Reparatur vergeben“, sagte dessen Direktor, Thomas Weber, am Montag.

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