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Gute Noten für Schöneicher Eltern

Polizei kontrolliert zum Unterrichtsbeginn nach den Ferien an Grundschulen / 11.02.2019, 19:05 Uhr
Schöneiche Am Montag hat nach einer Woche Winterferien die Schule wieder begonnen. Anlass für die Schöneicher Revierpolizisten und das Ordnungsamt, zum Unterrichtsbeginn an den beiden Schulen des Ortes Präsenz zu zeigen. Ihr Fazit: Die meisten Eltern halten sich an die Verkehrsregeln.

Es ist nass, windig und ungemütlich an diesem Montagmorgen. Doch es hilft nichts. Polizeihauptkommissarin Doreen Holze zieht sich die Mütze ein Stück tiefer ins Gesicht und verfolgt mit wachem Blick, was sich vor ihr auf der Prager Straße ereignet. Direkt vor der Bürgelschule, gibt es eine „Elternhaltestelle“. Mütter und Väter, die ihre Kinder zur Grundschule bringen, dürfen zu diesem Zweck dort stoppen. Gegenüber herrscht dafür absolutes Halteverbot.

Gerade fährt ein silberfarbener Van vor. Eine Frau steigt aus, öffnet die Tür hinter dem Fahrersitz und ein Kind hopst auf die Straße. „Eigentlich alles richtig gemacht“, kommentiert die Polizistin diese Szene. „Perfekt wäre es gewesen, hätte das Kind rechts gesessen und beim Aussteigen die Straße gar nicht erst betreten müssen.“ Und dann, Doreen Holze hat diesen Satz kaum beendet, ruft sie über die Straße: „Eh, Hände an den Lenker.“ Ein Junge ist da gerade angeradelt gekommen, freihändig steuert er lässig auf seine Schulkameraden zu. Als die Polizistin ihn ermahnt, reagiert er prompt.

Außer der Prager Straße gibt es morgens zum Schulbeginn noch einen zweiten neuralgischen Punkt an der Bürgelschule: An der abzweigenden Watenstädter Straße befindet sich ein direkter Zugang zum Schulhof – und gleich daneben die Feuerwehrzufahrt zur Schule. Davor herrscht ebenfalls absolutes Halteverbot. Also ist nicht einmal ein kurzer Stopp gestattet, während dessen das Kind aus dem Auto steigen kann? Die Polizistin schüttelt energisch den Kopf. Im Notfall müssen Rettungsfahrzeuge schnell auf den Schulhof gelangen können. Genau zwei Mal muss sie das Kraftfahrern an diesem Morgen mitteilen, und beide fahren anstandslos ein Stück weiter.

Wenig später kommt Polizeihauptmeister Lutz Schmolling, der zweite Schöneicher Revierpolizist dazu. Zuerst hat er gemeinsam mit Mitarbeitern des Ordnungsamtes den Schulbeginn an der Storchenschule überwacht, ohne gravierende Vorkommnisse, wie er erzählt. Und dann will er doch noch einmal in der Prager Straße nachsehen. Dort steht doch tatsächlich ein Auto im Halteverbot. Schmolling wartet, bis die Fahrerin sich nähert. Die spricht von Zeitknappheit, zeigt sich aber auch einsichtig. Lutz Schmolling belässt es bei einer Belehrung. Denkbar wären 15 Euro Verwarngeld gewesen. „Was will ich denn erreichen?“, stellt der Revierpolizist eine eher rhetorische Frage. Er deutet an seinen Kopf. „Ich will erreichen, dass es da klick macht.“ Für die nächsten Tage sind weitere Kontrollen an Schulen angekündigt.

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