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Sportler  und Musiker haben sich auf ein Abenteuer eingelassen und viel Spaß dabei.

Musik trifft Sport
Karate und Tango im selben Takt

Choreograf Farid Halim (mit Basecap), Karateka Jan Büttner (2. v. li.) und weitere Sportler während des Workshops.
Choreograf Farid Halim (mit Basecap), Karateka Jan Büttner (2. v. li.) und weitere Sportler während des Workshops. © Foto: MICHAEL BENK
Kerstin Bechly / 16.05.2019, 11:39 Uhr
Frankfurt (Oder) (MOZ) Würden sich Karateka darauf einlassen, Techniken und Bewegungen ihrer Sportart mit Tango in Einklang zu bringen? Ja – und wie. 30 Sportler vor allem von Blau-Weiß Frankfurt kamen zum Workshop "music+dance meets karate". Und nach mehreren Stunden Improvisation, Lernen und Feilen wurde eine Performance aufgeführt, die sowohl die Mitwirkenden selbst als auch die Zuschauer in der Konzerthalle positiv überraschte.

Bewegung und Kunst miteinander in Verbindung zu bringen und zu einem Austausch führen, das steht hinter dem Projekt MoveArtXchange (MAX). Das Brandenburgische Staatsorchester hat sich dafür einen Choreografen gesucht und beim Stadtsportbund  und den Stadtwerken Verbündete gefunden. "Musik und Karate haben beide mit Rhythmus zu tun. Beides in einer Geschichte auf einen Punkt zu bringen, ist ein Abenteuer. Was dabei herauskommt, das Spannende", beschreibt Projektplanerin Anne Kathrin Meier das Herangehen an "Katango", die Verbindung von Karate und Tango.

In zwei Gruppen tasteten sich die Workshop-Teilnehmer an eine Geschichte heran: Eine talentierte Karateka bekommt nicht die Aufmerksamkeit anderer, die sie braucht. Sie selbst gibt sich auch zu wenig davon. "Das mündet aus Verzweiflung in die positive Wut, sich Aufmerksamkeit zu greifen. Für mich ist es eine Energieleistung zu zeigen: Ich bin wer, ich bin hier", erklärt Choreograf Farid Halim aus Bremen, der als Musicaldarsteller sowie Tänzer in Fernsehshows und Popvideos auf ein breites Stilrepertoire blickt. Während die Geigerin Jung Won Siebert-Oh und Kontrabassist Stefan Große-Boymann vom Staatsorchester immer wieder Sequenzen einer Piazzolla spielen, versuchen die Sportler, Tanzschritte und Elemente von Katas zu verbinden und die Geschichte zu erzählen. Jan Büttner macht das offensichtlich Spaß: "Bei Let’s Dance im Fernsehen kann man ja sehen, wie gut das geht. Für mich ist das Verbindende, dass man sich beim Tanz und bei einer Kata Schrittfolgen merken muss. Beim Karate sind die Bewegungsabläufe unerschöpflich. Das ist das alles sehr spannend, wir kommen gut zurecht." Und so ganz neu ist tanzen für Jan Büttner auch nicht, nachdem er mit seiner Frau einen Salsa-Kurs belegt hatte.

Die Aufführung der Perfomance in seiner Gruppe mündete in die Darstellung einer fingierten Treppe, an deren Ende der Mensch steht, dem nun alle Aufmerksamkeit zuteil wird. Das i-Tüpfelchen für die Zuschauer bildeten drei Katas, die einige Sportler zum Abschluss ebenfalls zeigten.

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