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Fußball
Frühes Tor bringt den Cup

Kapitän Thomas Kussatz bringt mit der Trophäe in der Hand die Männer von Mitte-Kreisligist Blau-Weiß Briesen II zum Jubeln. Es ist der insgesamt vierte Pokalsieg einer zweiten Mannschaft aus Briesen – zuvor gelang dies 2002, 2007 und 2010 im Spreekreis.
Kapitän Thomas Kussatz bringt mit der Trophäe in der Hand die Männer von Mitte-Kreisligist Blau-Weiß Briesen II zum Jubeln. Es ist der insgesamt vierte Pokalsieg einer zweiten Mannschaft aus Briesen – zuvor gelang dies 2002, 2007 und 2010 im Spreekreis. © Foto: Roland Hanke
Roland Hanke / 11.06.2019, 05:30 Uhr - Aktualisiert 11.06.2019, 13:53
Briesen (MOZ) Am Ende gaben sich die Rehfelder als fairer Verlierer, als sie bei der Pokal-Übergabe ein Spalier für die Briesener Spieler bildeten. Das lobte auch der neue Chef des Fußball-Landesverbandes Jens Kaden. Der Strausberger hatte dies den Grün-Weißen nach dem Spiel in deren Kabine persönlich gesagt.

Während der Partie auf dem Rasenplatz in Alt Stahnsdorf war es zuvor allerdings ordentlich zu Sache gegangen. Sechs Gelbe Karten für die Briesener sowie vier und eine Rote Karte für die Rehfelder hatte Schiedsrichter Roberto Baumgärtel aus Lindendorf verteilt. Und sich damit, wie auch bei anderen Entscheidungen, mal den Unmut der einen und der anderen Mannschaft und deren Fans zugezogen. Da lagen viele Emotionen in der Luft.

Mitte-Kreisligist Briesen II, der sich mit fünf Spielern aus der Landesliga-Mannschaft des Vereins verstärkt hatte, spielte aus einer kompakten Defensive heraus und setzte auf Konter. Das sollte sich bereits nach knapp einer Minute bezahlt machen. Ein langer Ball von Kevin Schulz – schier unüberwindbares Bollwerk aus der Ersten im Blau-Weiß-Tor – erreichte Jacob Naskrenski, ebenfalls Landesliga-Spieler. Der verlängerte per Kopf auf den einzigen Stürmer George Krüger. Und dieser traf aus rund 15 Metern Torentfernung, wobei der Schuss nicht unhaltbar schien.

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"Der frühe Treffer hat uns natürlich in die Karten gespielt", sagte Blau-Weiß-Trainer Torsten Heese, der zuvor schon als Ü-40-Spieler den Kreispokal in der Hand gehalten hatte. "Wir haben danach sehr gut verteidigt und bis zum Schluss nur wenig zugelassen." In der Tat ist dem Vize der Landesklasse Ost aus Rehfelde wenig gegen die kompakte Defensive der Briesener mit Vierer-Abwehrkette und einer Fünferkette davor im Mittelfeld eingefallen. Richtig gute Chancen gab es auf beiden Seiten bis zur Pause nicht.

Das sollte sich auch nach dem Wechsel nicht ändern. Rehfeldes Maximilian Wolchow versuchte es nach einem kurz gespielten Freistoß mit einem Distanzschuss, doch der wurde abgeblockt. Für die Briesener wurde es durch die Rückenwind-Unterstützung jetzt noch etwas leichter, mit langen Bällen auf Konter zu setzen.

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Rehfeldes Torwart sieht Rot

Einer davon wurde Rehfeldes Keeper Michael Petzold zum Verhängnis, der den Ball drei Meter vor dem Sechszehner mit den Händen fing. Die Rote Karte war die Folge. "Es war nicht sein Tag", erklärte Rehfeldes Trainer Helmut Fritz. "Die erste Niederlage seit dem 1. März sowie im Pokal seit Oktober 2016 wird uns nicht umwerfen. Nun werden wir im Landespokal unser Bestes geben."

Briesens Coach Heese freute sich für seine Jungs: "Ihr größerer Wille hat den Ausschlag gegeben. Sie haben sich den Pott in einem intensiven Spiel verdient." Und diesen vor Ort sowie beim Pfingstfest am Sonntag im eigenen Waldstadion kräftig gefeiert.

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