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In der Fürstenwalder Külzstraße müssen Autofahrer seit Montag auf Lichtsignale warten – einige reagieren ungehalten.

Verkehr
Rote Ampel verliert Grünpfeil

Manja Wilde / 24.06.2019, 20:03 Uhr
Fürstenwalde (MOZ; Annemarie Diehr) Marco Hoffmann versteht die Welt nicht mehr: Jahrelang ersparte ihm der grüne Pfeil Wartezeit an der Ampelanlage Dr.-Wilhelm-Külz-Straße/Platz am Stern; am Montag musste sich der Fürstenwalder auf dem Weg zur Sparkasse in der Eisenbahnstraße gedulden. "Ich finde es nicht gut, dass der Pfeil ab ist", sagte er. Da war es erst wenige Stunden her, dass die Streckenwacht der Straßenmeisterei Fürstenwalde den Blechpfeil auf Anordnung des Straßenverkehrsamtes demontiert hatte.

Sieben Unfälle registrierte die Polizei innerhalb von drei Jahren an der Ampelanlage. "Es stellte sich heraus, dass dort eine Unfallhäufungsstelle ist", hatte Michael Rose, der Leiter der Straßenverkehrsbehörde des Kreises und der Verkehrsunfallkommission nach deren jüngster Sitzung mitgeteilt. Immer waren Fußgänger die Opfer. "Sechs Menschen wurden leicht, einer schwer verletzt", führte Polizeihauptkommissar Eberhard Heusterberg aus.

Fürstenwalde trauern Pfeil nach

Die Demontage des Blechpfeils ist nur ein erster Schritt. "Wir haben dem Landesbetrieb mit auf den Weg gegeben, die gesamte Verkehrsanlage zu überprüfen", sagte Rose. Zunächst solle beobachtet werden, ob es an dem Knoten zum Rückstau komme. In diesem Falle könne erst mal das Ampelprogramm angepasst werden.

Etliche Fürstenwalder bedauern, dass das liebgewonnene Überbleibsel aus DDR-Zeiten – nach Informationen aus dem Rathaus neben dem grünen Blechpfeil an der Ecke Lise-Meitner-Straße/Tränkeweg der letzte im Stadtgebiet – verschwunden ist. "Wir hatten diverse ungehaltene Bürger, die sich beklagt haben", sagt Stadtsprecherin Anne-Gret Trilling. 2007 wurde der Pfeil schon mal vermisst – damals war er vermutlich gestohlen worden, sorgte der Landebetrieb für Ersatz. Auf Anordnung demontierten dessen Mitarbeiter im gleichen Jahr den Pfeil Wassergasse/Eisenbahnstraße. Auch dort war Unfallhäufung der Grund.

70er-Limit rückt auf B186 vor

Doch zurück zur Gegenwart. In den nächsten Tagen wird ein weiterer Unfallpunkt entschärft: die Einmündung der Lise-Meitner-Straße in die B168. Wer aus Richtung Autobahnanschluss kommt, muss kurz davor Tempo 70 beachten. "Wir wollen das Schild weiter nach vorn ziehen", kündigte Heusterberg an. Der Bereich sei in der Drei-Jahres-Beobachtung, weil es dort Unfälle mit Personenschaden gab.

Auch die Ecke Bebel-/Goethestraße stehe unter Beobachtung, weil dort 2018 Radfahrer auf der falschen Straßenseite fuhren. Damals diente die Straße noch als Umleitung. Eine Fahrradstaffel soll Verkehrsteilnehmern das richtige Verhalten noch einmal nahebringen, kündigte der Polizeihauptkommissar an. Ein vierter Schwerpunkt ist entschärft: B168/Abzweig Steinhöfel. "Dort hatten wir Probleme mit Linksabbiegern, die haben nun eine eigene Spur", sagt Heusterberg.

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Rolf Lustig 25.06.2019 - 12:30:51

Na prima

Bloß weil einige Zugezogene den grünen Pfeil in ihrer Heimat nicht kannten, müssen die alteingesessenen Kraftfahrer leiden.Pure Behördenwillkür!

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