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Leichtathletik
Nun wartet schon der nächste Höhepunkt

Libby Buder fliegt bei der  Jugend-DM der U 16 zu Gold  im Weitsprung.
Libby Buder fliegt bei der Jugend-DM der U 16 zu Gold im Weitsprung. © Foto: Ralf Görlitz
Roland Hanke / 11.07.2019, 23:30 Uhr
Kienbaum (MOZ) Erste Teilnahme bei einer deutschen Einzel-Meisterschaft – erster Titel: Leichtathletin Libby Buder von der SG Gaselan Fürstenwalde hat nicht viel Zeit zum Erholen oder gar zum Feiern ihres großen Triumphes, denn sie bereitet sich seit Mittwoch im Olympischen und Paralaympischen Trainingszentrum in Kienbaum schon auf den nächsten Höhepunkt vor: die Meisterschaft im Siebenkampf der Altersklasse U 16 am 20./21. Juli in Mainz-Gonsenheim.

Ihr Trainer Joachim Weihrich hat auch Libbys Vereinskollegin Mia Merten dabei, die sich ebenfalls auf eine deutsche Meisterschaften einstimmt. Dabei handelt es sich um die der U 18 vom 26. bis 28. Juli in Ulm, wo die Fürstenwalderin im Weitsprung startet. Sie hatte sich dafür mit 5,92 m zu Pfingsten in Berlin qualifiziert.

Start stand auf der Kippe

Mia hatte derweil bei den Titelkämpfen in Bremen Libby unterstützt, genauso wie die Eltern und Großeltern die 15-Jährige angefeuert haben. Und das hat wohl geholfen, denn Libby Buder gewann mit 5,84 m im fünften Versuch den Weitsprung-Titel vor Laura Raquel Müller (Unterländer LG/5,78) und Sandrina Sprengel (LG Steinlach-Zollern/5,68).

"Wir haben erst am Donnerstag zuvor entschieden, dass Libby an den Start geht. Sie hatte sich zwei Wochen zuvor in Berlin bei der Qualifikation für den Siebenkampf eine Adduktorverletzung zugezogen, trotzdem mit 3991 Punkten die Norm geschafft und sich zugleich an die Spitze der deutschen Bestenliste ihre Altersklasse gesetzt", berichtete Weihrich.

Mit Bestleistung zum Titel

In Bremen hatte sich bei Libby anfangs etwas Nervosität bemerkbar gemacht. "Sie wollte wohl zu viel in den ersten beiden Versuchen, ihr Anlauf war nicht so rhythmisch wie gewohnt", analysierte der Trainer. Mit 5,65 im dritten Versuch erreichte sie als Dritte dennoch den Endkampf. Im fünften Durchgang hat sie dann auch den Balken gut getroffen und holte sich mit neuer persönlicher Freiluft-Bestleistung den Titel. Vorher hatte die Bad Saarowerin 5,80 Meter zu Buche stehen, in der Halle sind es bereits 6,06.

"Libbys Leistung ist umso höher einzuschätzen, denn sie war ja seit Januar ein Vierteljahr verletzt. Wir hatten erst im April wieder mit dem Training angefangen", lobte Joachim Weihrich seinen Schützling. Und nun schließe sich gleich die Vorbereitung auf die Siebenkampf-Meisterschaft an, die eigentlich für Mitte August geplant war, aber um vier Wochen vorverlegt wurde.

"Das macht die Sache für uns nicht einfacher. Libby hätte jetzt etwas Ruhe nötig gehabt", sagt der Coach. "Doch sie ist einegroße Kämpferin und wird in Mainz alles geben, um vorn mit dabei zu sein."

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