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Segeln
Der große Wurf bleibt diesmal aus

Maik Boggasch / 30.07.2019, 23:45 Uhr
Bad Saarow Kontinuierliche Trainingsarbeit, fleißige Regatta-Tätigkeit, aber auch Verzicht auf persönliche Annehmlichkeiten und Familientermine bestimmen seit gut zehn Jahren das seglerische Leben von Fiete Schmelzer vom Saarower Segler Verein am Werl. Nun wollte er sich einen seiner ganz großen Träume erfüllen.

Bei seiner letzten Regatta in der Bootsklasse Laser Radial wollte der 17-Jährige vor Travemünde Deutschen Jugendmeister werden. Allerdings ging für ihn dieser Traum nicht in Erfüllung. Am Ende wurde er 19.

Dabei sah es in diesem Jahr gar nicht schlecht aus, die seglerischen Leistungen stimmten. Nachdem er in der Vorsaison bei dieser Meisterschaft den fünften Platz belegen konnte, ersegelte er sich im Mai auf der Müritz den vierten Rang bei der Ostdeutschen Distriktmeisterschaft. Die Qualifikationsregatten zur IDJM wurden mit guten Ergebnissen absolviert. Und selbst bei der Kieler Woche lag er unter den Top-50-Seglern und zählt damit in den Deutschland zu den besten zehn Sportlern in dieser Bootsklasse.

Allerdings stand nicht nur das Segeln auf dem Laser Radial auf dem Plan. Fiete Schmelzer wurden in seinem Sport wegen seiner guten Leistungen die Türen in die nächst höhere Bootsklasse aufgestoßen. Der Wechsel zum Laser Standard, der nach dem Ende dieser Saison endgültig vollzogen wird, wurde unter anderem mit dem 35. Platz beim Europa Cup vor Warnemünde honoriert. Es gibt zwei gravierende Unterschiede zwischen dem Laser Radial und Standard: Zum einen hat der Standard eine größere Segelfläche und zum anderen ist er eine olympische Bootsklasse. Deswegen tummeln sich hier die ganz Großen des Segelsports.

Vorher galt es aber, noch mal mit dem Radial die deutsche Jugend-Meisterschaft zu bestreiten. Während alle unter der großen Hitze stöhnen, hatte die stabile Hochdruckwetterlage der vergangenen Tage für Segler noch eine gravierende Schattenseite: Flaute und Leichtwind. Obwohl alle zwölf ausgeschriebenen Wettfahrten gesegelt werden konnten, gab es immer wieder Startverschiebungen, Neustarts, lange Wartezeiten und viele Einschränkungen, die ein Segler eigentlich nicht braucht.

Unter diesen Leichtwindbedingungen seine Leistungen abzurufen, gelang Fiete nicht immer, zumal die anderen 82 Starter auch segeln können. Trotz vier Wettfahrtergebnissen unter den Top Ten waren die Resultate doch zu unbeständig, so dass es letztlich nur zum 19. Platz gereichthat. Da ist es dann auch kein wirklicher Trost, als zweitbester Brandenburger und bester, da einziger Scharmützelsee-Segler, nach Hause zu fahren.

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