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Kartoffelfest
Ein Dorf huldigt der Knolle

Wilhelm Busch auf der Bühne:  Seit Wochen wird auf dem Festplatz das selbst gestaltete Unterhaltungsprogramm für das Tempelberger Kartoffelfest geprobt.
Wilhelm Busch auf der Bühne:  Seit Wochen wird auf dem Festplatz das selbst gestaltete Unterhaltungsprogramm für das Tempelberger Kartoffelfest geprobt. © Foto: Bettina Winkler
Bettina Winkler / 04.09.2019, 06:45 Uhr
Tempelberg (MOZ) Die Tempelberger lieben Erdäpfel. Die Einwohner des mittelalterlichen Dorfes, das bereits 1244 erwähnt wurde, haben sich der Kartoffel verschrieben. Seit 21 Jahren veranstalten sie deshalb im September ein Fest rund um die Knollen. Diese Festivität kommt bei den Besuchern aus Nah und Fern gut an.

"Wir erwarten 2000 Gäste", sagt Margrit Tschanz, Vorsitzende des Fördervereins pro Tempelberg, der das traditionelle Event organisiert. Für solch einen Andrang muss viel organisiert werden. Vor allem Kartoffeln, die dann vor Ort zubereitet werden. Frisch gebrutzelte Puffer sind dabei die Renner. 15 Pfannen stehen zur Verfügung. "Landwirt Seefried aus Behlendorf bringt uns 17 Zentner frisch geerntete Knollen und die nötigen  Eier bekommen wir von der Hasenfelder Hühnerfarm", so Tschanz. Mit solchen Dimensionen haben die Organisatoren vor 21 Jahren wohl nicht gerechnet. "Damals hatten wir für wenige Zentner nur drei Pfannen im Gebrauch", erinnert sich die Vereinschefin.

Handgeschneiderte Kostüme

Damit die Besucher beim Genuss verschiedenster Kartoffelgerichte auch Unterhaltung haben, proben seit Wochen rund 50 Tempelberger ein anspruchsvolles Bühnenprogramm unter dem Motto Wilhelm Busch. Dr. Christel Fielauf hat dabei die künstlerische Leitung übernommen. Die Choreografie der humorvollen Stücke mit Tanz und Gesang stammen ebenfalls von ihr. Dabei wird sie tatkräftig von ihrem Ehemann Lothar unterstützt. "Wir fangen schon im Frühjahr mit den Vorbereitungen an. Entwickeln Szenarien und Ideen", sagt Christel Fielauf, die seit Monaten für jede einzelne Person auch Kostüme genäht hat.

Das bodenlange rosafarbene Kleid mit dem dreifachen Volant, das Sabrina Nickel als Hermine im Stück "Die Kirmes" auf der Bühne trägt, findet die Chefin der ortsansässigen Line-Dancer sehr gelungen. "Das macht richtig was her", schwärmt sie. Natürlich sind die Tänzer von Wild Boots mit dabei, auch die Freiwillige Feuerwehr und der Anglervein sind mit im Boot. Am Festtag sind an die hundert freiwillige Helfer vor Ort.

Die 81-jährige Maria Schneider ist die Älteste auf der Bühne. Traditionell eröffnet sie um 12 Uhr das festliche Treiben mit dem Kartoffellied nach der Melodie des Schlagers "Das bisschen Haushalt". Außerdem ist sie Mitglied in der Tanzgruppe Jugeta, die ebenfalls zum Bühnenprogramm beiträgt. "Ich war jedes Jahr dabei. Das hält mich jung und fit", sagt die Seniorin, die 36 Jahre lang in der Poststelle des Dorfes gearbeitet hat und fast jeden Tempelberger kennt.

Das Lampenfieber bei den Akteuren des Bühnenprogramms steigt. Am 14. September ist es soweit und sie können den Besuchern (14 bis 18 Uhr) ihre Stücke präsentieren.

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