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Landespokal
Geduldsspiel belohnt

Bitterer Moment: Denis Hasenbek, Physiotherapeut des FSV Union, kümmert sich um Patrick Brendel. Der Fürstenwalder Neuzugang musste mit Verdacht auf einen Außenbandriss im linken Fuß ausgewechselt werden und dürfte länger ausfallen.
Bitterer Moment: Denis Hasenbek, Physiotherapeut des FSV Union, kümmert sich um Patrick Brendel. Der Fürstenwalder Neuzugang musste mit Verdacht auf einen Außenbandriss im linken Fuß ausgewechselt werden und dürfte länger ausfallen. © Foto: Kai Beißer
Kai Beißer / 09.09.2019, 07:00 Uhr
Fürstenwalde (MOZ) Natürlich nervt das, wenn du so lange anrennst und einfach kein Tor fallen will. Aber es war klar, dass wir gegen einen tief stehenden Gegner Geduld haben müssen. Umso größer war die Erleichterung, als der Ball dann endlich drin war", sagte Nils Stettin. Der 23-jährige Angreifer hatte beim 2:0-Sieg in der 2. Runde des Fußball-Landespokals den Favoriten in der 77. Minute in Führung gebracht und statt ausgelassen zu jubeln demonstrativ die Faust geballt. Kimmo Hovi setzte mit der letzten Aktion des Spiels den Schlusspunkt.

Es war ein hochverdienter Erfolg des Regionalligisten von der Spree beim Tabellenzweiten der Landesliga Süd, der in der ersten Halbzeit fast überhaupt nicht aus der eigenen Hälfte kam, den Gästen mit einer engagierten Abwehrleistung aber das Leben schwer machte. Dennoch blieben Tormöglichkeiten natürlich nicht aus. Die beste hatte der Finne Hovi, dessen Linksschuss am rechten Pfosten landete (23.). Nach einer flotten Kombination über Niklas Thiel und Stettin war es erneut der blonde Angreifer, der diesmal mit dem Kopf verpasste (31.). Zuvor hatte Darryl Geurts mit einem Versuch vom Strafraumwinkel den Großziethener Schlussmann Kilian Pruschke geprüft, der aber rechtzeitig ins kurze Eck flog (12.).  Sein Gegenüber David Richter wurde derweil nur bei zwei langen Freistößen in den Strafraum ein wenig beschäftigt.

Außenbandriss bei Brendel

Zwei andere Szenen sorgten für weit mehr Aufregung. Nach einem Kopfballduell unmittelbar an der Mittellinie blieb Union-Verteidiger Patrick Brendel auf dem Kunstrasen liegen, wurde von Denis Hasenbek wenig später vom Platz geführt und an der Seitenlinie sofort dick getapet (14.). "Der Gegenspieler ist auf seinem Knöchel gelandet. Gebrochen ist nichts, aber es dürfte ein Außenbandriss sein", mutmaßte der Physiotherapeut der Gäste später. Trainer Matthias Maucksch wiederum sah die Gelbe Karte, weil er sich allzu lautstark über das wiederholt harte Einsteigen der Gastgeber beschwert hatte (33.).

Nach dem Seitenwechsel wirkten die Aktionen des Viertligisten zunächst weniger zielstrebig, kamen die Bälle im letzten Drittel zu ungenau und so keine Tor-abschlüsse zustande. Erst eine Viertelstunde vor dem Ende die Erlösung: Pruschke hatte einen strammen Linksschuss von Tim Häußler noch abwehren können, im zweiten Anlauf aber flankte Geurts auf Stettin, der den Ball über die Linie drückte. Auch beim finalen 2:0 leistete der fleißige Geurts über links die Vorarbeit.

Überschattet wurde die zweite Hälfte zudem von einer weiteren schweren Verletzung: Kevin Ottenhus hatte sich wohl nach einem unglücklichen Sturz den Ellbogen gebrochen. Der Großziethener Mittelfeldspieler wurde mit dem Krankenwagen abgeholt.

FSV Union: David Richter – Niklas Thiel, Peter Köster, Patrick Brendel (15. Lukas Stagge), Tim Häußler – Franz Hausdorf, Mateusz Ciapa (62.Kemal Atici) – Paul Maurer (80. Jason Rupp),Darryl Geurts – Kimmo Hovi, Nils Stettin

Schiedsrichter: Henry Müller (Cottbus) – Zuschauer: 100

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