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Erster Automat mit Frischmilch in Fürstenwalder Bäckerei Mahlkow

Regional
Naturprodukt aus Zapfquelle

Das schmeckt: Leon Hofmann und Leander Jungbluth (vorne, v.l.) probieren die Frischmilch aus dem Automaten. Der Buchholzer Landwirt Benjamin Meise (hinten, l.) sucht weitere Partner wie Bäckermeister Uwe Mahlkow (r.).
Das schmeckt: Leon Hofmann und Leander Jungbluth (vorne, v.l.) probieren die Frischmilch aus dem Automaten. Der Buchholzer Landwirt Benjamin Meise (hinten, l.) sucht weitere Partner wie Bäckermeister Uwe Mahlkow (r.). © Foto: Bettina Winkler
Bettina Winkler / 07.11.2019, 20:12 Uhr
Fürstenwalde (MOZ) Einen kräftigen Schluck frische Milch lassen sich Leander Jungbluth und Leon Hoffmann schmecken. "Die Milch schmeckt ganz anders als aus dem Supermarkt", staunen beide. Die Schüler machen öfter einen Abstecher in den Bäckerladen von Uwe Mahlkow in der Gartenstraße, um sich nach Unterrichtsende mit Brötchen oder Kuchen zu stärken. Den neuen Automaten, aus dem auf Knopfdruck Hofmilch aus Buchholz fließt, finden die Jungs super.

Sechs Sorten möglich

Die Frischmilch lässt sich zudem noch mit sechs Geschmackskomponenten verfeinern. Schoko, Erdbeer, Vanille, Banane, Cappuccino und Eiskaffee stehen zur Auswahl. Das vitamin- und nährstoffreiche Naturprodukt kann in zwei Flaschengrößen abgefüllt werden. Haltbar ist die pasteurisierte Milch, die 15 Sekunden auf 75 Grad erhitzt wurde, dann vier Tage  bei einer Lagerung von acht Grad. "Vor dem Trinkgenuss sollte die Flasche geschüttelt werden, da sich bei der frisch gemolkenen Milch oben die Sahne absetzt", erläutert Benjamin Meise, Geschäftsführer der Fürstenwalder Agrarprodukte, die in Buchholz einen Kuhstall mit 750 Kühen hat, die täglich 20 000 Liter Milch geben, hat. Der Landwirtschaftsbetrieb ist auf dem Weg der Direktvermarktung von regionalen Produkten in der Region beispielgebend. Anvisiertes Ziel ist: Die gesamte produzierte Milch, durch Direktvermarktung an die Verbraucher zu bringen.

Schon 2015 wurde in Buchholz die erste Milchtankstelle direkt neben dem Hof eröffnet. Dort können Interessierte 24 Stunden am Tag Rohmilch zapfen.  Das ist völlig unbehandelte Kuhmilch mit einem Fettgehalt je nach Rasse, Futter und Jahreszeit zwischen 3,5 und 4,5 Prozent. "Es wird von Kunden aus der Region gut angenommen. An Wochenenden werden schnell mal 100 Liter gezapft", sagt Benjamin Meise.

Der vor einem Jahr gestartete Testlauf in einer Supermarktkette in Berlin, brachte den Buchholzern nicht den gewünschten Erfolg. Um eine bessere Auslastung der Logistik zu erreichen und die Investitionen zu senken, reifte die Idee, mit kleineren Milchautomaten in der Region  zu starten.

16 Anlaufstellen gibt es mittlerweile insgesamt. Regional sind das: der Hofladen Hartmannsdorf, der Quick-Shop Grünheide, der Einkaufsmarkt L36 in Hangelsberg, das Kulinarikum in Bad Saarow und die Kaffee-Rösterei in Erkner. Für seine kleinen Milch-Quelle-Automaten ist Benjamin Meise auf Suche nach weiteren Partnern aus der Umgebung. Denkbar wären Bäcker oder Fleischer, die noch traditionelles Handwerk betreiben. Ein weiterer Gedanke ist, Kitas und Schulen zu beliefern. Da werden die Landwirte noch durch bürokratische Hürden ausgebremst. "Das Bernhardinum hat schon angefragt", so Meise.

Mehr regionale Produkte

Bäckermeister Uwe Mahlkow, der wie er sagt, kein "Tütenbäcker" ist und noch für sein Brot Natur-Sauerteig und Mehl aus heimischen Getreide verwendet, freut sich über das zusätzliche Angebot in seinem Geschäft. "Ich werde meine Bandbreite durch noch mehr regionale Produkte erweitern", so Uwe Mahlkow. Imker-Bienenhonig gibt es schon.

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